Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Kirchliches Institut für Ehe und Familie lobt Regierungsprogramm

20. Dezember 2017 in Familie, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Direktor Reinprecht sieht Familien gestärkt - Expertin Merckens hofft auf Verbesserungen für Schwangere in Konfliktsituationen und auf Initiative gegen Spätabtreibungen wegen Behinderung


Wien (kath.net/KAP) Lob für das Regierungsprogramm hinsichtlich der Bereiche von Familie und Lebensschutz kommt vom kirchlichen Institut für Ehe und Familie (IEF). Damit werde die Familie gestärkt, so IEF-Direktor Johannes Reinprecht in einer Aussendung am Dienstag. Besonders das Bekenntnis zur Familie als Verbindung von Frau und Mann und ihren gemeinsamen Kinder gebe Hoffnung, "dass sich im neuen Regierungstil widerspiegelt, wie wichtig diese besondere Gemeinschaftsform für das Wohl der Allgemeinheit ist".

Positiv bewertet Reinprecht den geplanten Familien-Steuerbonus von bis zu 1.500 Euro pro Kind und Jahr. Dies sei ein "wichtiger Schritt auf dem Weg zur Steuergerechtigkeit" für Familien. Natürlich komme es auf die tatsächliche Umsetzung an, so Reinprecht, aber schon die Ankündigung lasse hoffen. Positiv sei auch, dass die Regierung prüfen lasse, ob eine Streichung der Anrechnung der erhöhten Familienbeihilfe auf die Höhe des Pflegegeldes für erheblich beeinträchtigte Kinder möglich sei. Dies wäre ein wichtiger Schritt - nicht nur für die finanzielle Entlastung von betroffenen Familien, sondern auch als Signal für ihre Wertschätzung.


Zu begrüßen sei auch, dass sich die Regierung konkret dem Schutz von Kindern im Bereich der Nutzung digitaler Medien widmen will, etwa in dem sie Schutzfilter für Handy und Computer leichter zugänglich machen möchte. Bisher seien manche Versuche an Auflagen der Netzneutralität gescheitert, so Reinprecht.

Im Sinne einer besseren Prävention in der Kindergesundheitsarbeit scheint für den IEF-Direktor die Ankündigung einer anonymen und elektronischen Auswertung der schulärztlichen Untersuchungen mehr als überfällig. Besonders erfreulich ist auch die Ankündigung des Ausbaus "Früher Hilfen". Mit diesen Maßnahmen sollen vor allem Jungfamilien in Krisensituationen unterstützt werden. Positiv sieht Reinprecht auch die Einführung von Herbstferien und den offeneren Zugang der Regierung für individuellere Konzepte der Fremdbetreuung wie etwa Au-pair-Regelungen oder Generationenhäuser.

Schwangere in Konfliktsituationen im Blick

Die IEF-Expertin Stephanie Merckens würdigte, dass die neue Regierung "endlich" auch schwangere Frauen in Konfliktsituationen in den Blick nehme. Laut Regierungsprogramm sollten nicht nur die finanziellen Unterstützungsleistungen für Schwangere in Konflikt- oder Notsituationen ausgebaut werden. Auch die sozialpsychologischen Beratungsleistungen sollten forciert werden. "Endlich können wir hoffen, dass unsere langjährige Forderung nach einer öffentlichen Unterstützung von schwangeren Frauen in Konfliktsituationen umgesetzt wird", zeigte sich Merckens erfreut. Es sei einer modernen Gesellschaft einfach unwürdig, Frauen in solchen Situationen alleine zu lassen, sodass viele sich indirekt zur Abtreibung regelrecht gedrängt fühlten.

Besonders erfreulich sei zudem auch, dass sich die Regierung mit der Problematik von Spätabtreibungen auseinandersetzen will. Die Möglichkeit einer Abtreibung wegen Behinderung ("eugenische Indikation") sei ein massiver Eingriff in die Menschenwürde von Menschen mit Behinderungen und werde von immer mehr Menschen und Verbänden kritisiert, unterstrich die IEF-Expertin und Juristin, die auch Mitglied der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt ist. Ein Überdenken dieser Bestimmung sei "höchst an der Zeit", weswegen die Juristin eine parlamentarische Enquete sehr begrüßen würde.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  3. Der Heilige und das Tier
  4. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  5. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  6. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  7. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  8. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  9. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  10. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  11. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  12. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  13. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  14. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  15. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz