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Papst prangert vor Kurie Intrigen und Illoyalität an

21. Dezember 2017 in Weltkirche, 68 Lesermeinungen
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Im Redetext der Weihnachtsansprache von Donnerstag findet sich wieder Kurienkritik - Kleine Gruppen würden wie ein "Krebsgeschwür" wirken - UPDATE: Die Papstansprache in voller Länge


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat am Donnerstag in seiner Weihnachtsansprache vor der Kurie wie bereits in den vergangenen Jahren Intrigen und Illoyalität angeprangert. Es gebe kleine Gruppen, die von ihren vermeintlich guten Absichten überzeugt seien und sich auch zu rechtfertigen wüssten, die aber in Wahrheit "ein Krebsgeschwür" darstellten, das zur "Autoreferentialiät" führe und und ekklesiale Organismen und die darin Tätigen infiltriere, sagte der Papst laut dem vom Vatikan verbreiteten Redemanuskript.

"Wenn das passiert, dann verliert man die Freude des Evangeliums, die Freude, mit Christus zu kommunizieren und in Gemeinschaft mit ihm zu sein, das Geschenk unserer Weihe ist dann verloren", warnte der Papst.

In seiner vorjährigen Weihnachtsansprache an die Kurie hatte sich Franziskus ebenfalls zu den Widerständen in der Kurie gegen die Prioritäten seines Pontifikats geäußert und betont, dass es neben konstruktiver Kritik, Angst und Trägheit "auch böswillige Widerstände" gebe, die "oft im Schafspelz" daherkämen und sich "hinter Traditionen, Schein, Formalität und Bekanntem" versteckten. Konkrete Beispiele hatte er nicht genannt, auch diesmal tat er dies nicht. 2014 hatte der argentinische Papst seinen leitenden Mitarbeitern sogar "geistliches Alzheimer" vorgehalten und "15 Krankheiten" diagnostiziert. Franziskus brach damals erstmals mit einer Tradition: Seine Vorgänger hatten beim Vorweihnachtsempfang die Ereignisse des Jahrs Revue passieren lassen oder einen theologischen Vortrag gehalten.

Kritik an "selbsternannten Märtyrern"

Im Redetext der Ansprache von Donnerstag findet sich weiters Kritik des Papstes an "selbsternannten Märtyrern", die jedoch in Wahrheit ihren Auftrag missachteten, "Antennen im doppelten Sinn" zu sein, nämlich Instrumente zur Signal-Sendung und Instrumente zur Signal-Aufnahme. Es gebe in der Kurie beiden Gruppen, die Genannten, aber auch jene große Mehrheit treuer Menschen, die dort "mit bewundernswerter Hingabe, Loyalität, Kompetenz, Hingabe und auch mit wirklicher Heiligkeit" arbeiteten.

Ausführlich entfaltete Franziskus sein Bild der Antenne und wies auf deren Funktion zur Signaltreue - "High Fidelity" - hin: "Das Wort 'Treue' bekommt für alle, die beim Heiligen Stuhl arbeiten, einen besonderen Charakter, von dem Moment an, an dem sie sich in den Dienst des Nachfolgers Petri stellen und diesem Dienst einen guten Teil ihrer Energie, ihrer Zeit und ihrer täglichen Verpflichtungen schenken. Es ist eine ernsthafte Verantwortung, aber auch ein besonderes Geschenk, das mit der Zeit eine affektive Bindung an den Papst, ein inneres Vertrauen, einen 'sensus naturalis' entwickelt, der sich gerade mit dem Wort 'Treue' ausdrückt", so der Papst. Ausgestattet mit einer tiefen Empfänglichkeit, müssten die Dikasterien der Römischen Kurie deshalb "großzügig in den Prozess des Zuhörens und der Synodalität eintreten", skizzierte Franziskus sein Reformprojekt.

UPDATE: kath.net dokumentiert die Weihnachtsansprache von Papst Franziskus an die Kurie in voller Länge:
Weihnachten ist das Fest des Glaubens an den Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, um dem Menschen seine aufgrund der Sünde und des Ungehorsams verlorene Würde der Gotteskindschaft wiederzuschenken. Weihnachten ist das Fest des Glaubens an die Herzen, die zur Krippe werden, um Ihn aufzunehmen, an die Seelen, die Gott erlauben, aus dem Stumpf ihrer Armut den Spross der Hoffnung, der Liebe und des Glaubens hervorwachsen zu lassen.

Die heutige Begegnung gibt uns wieder die Gelegenheit, einander unsere Weihnachtswünsche auszutauschen und euch allen, euren Mitarbeitern, den Päpstlichen Vertretern und allen an der Kurie Tätigen sowie allen euren Lieben ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr zu wünschen. Möge dieses Weihnachten uns die Augen öffnen, um Überflüssiges, Falsches, Boshaftes und Vorgetäuschtes hinter uns zu lassen und das Wesentliche, das Wahre, das Gute und das Echte zu sehen. Von Herzen meine besten Wünsche!

Liebe Brüder und Schwestern,

da ich die vorausgehenden Male von der Römischen Kurie ad intra gesprochen habe, möchte ich dieses Jahr mit euch einige Überlegungen über die Wirklichkeit der Kurie ad extra anstellen: die Beziehung der Kurie zu den Ländern, zu den Teilkirchen, den Ostkirchen, dem ökumenischen Dialog, dem Judentum, dem Islam und den anderen Religionen, also zur Außenwelt.

Meine Überlegungen beruhen freilich auf grundlegenden als auch kanonischen Prinzipien der Kurie, auf der Geschichte der Kurie selbst, aber auch auf der persönlichen Sicht, die ich versucht habe, mit euch in den Ansprachen der letzten Jahre im Kontext der Reform, die gegenwärtig im Gange ist, zu teilen.

Wenn ich von der Reform spreche, kommt mir die sympathische und bezeichnende Äußerung von Erzbischof Frédéric-François-Xavier De Mérode in den Sinn: »In Rom Reformen durchzuführen heißt gleichsam die Sphinx von Ägypten mit einer Zahnbürste zu putzen«[1]. Dies unterstreicht, wie viel Geduld, Hingabe und Feingefühl nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen, insofern die Kurie eine alte, komplexe, ehrwürdige Institution ist, die sich aus Menschen verschiedener Kulturen, Sprachen und Mentalitäten zusammensetzt und die von ihrer Struktur her immer schon an die Primatialaufgabe des Bischofs von Rom in der Kirche gebunden ist, das heißt an das „heilige“ Amt, das Christus der Herr selbst zum Wohl des ganzen Leibes der Kirche wollte (ad bonum totius corporis)[2].

Der universale Charakter des Dienstes der Kurie kommt und entspringt daher aus der Katholizität des Petrusamtes. Eine in sich verschlossene Kurie würde das Ziel ihrer Existenz verraten und in die Selbstbezogenheit fallen und sich so zur Selbstzerstörung verurteilen. Die Kurie ist ex natura ad extra ausgerichtet, insofern und soweit sie an das Petrusamt, an den Dienst am Wort und der Verkündigung der Frohen Botschaft gebunden ist: der Gott Immanuel, der unter den Menschen geboren wird, der Mensch wird, um jedem Menschen seine innigste Nähe zu zeigen, seine grenzenlose Liebe und seine göttliche Sehnsucht, dass alle Menschen gerettet werden und zum Genuss der himmlischen Glückseligkeit gelangen (vgl. 1 Tim 2,4); der Gott, der seine Sonne über Gute und Böse aufgehen lässt (vgl. Mt 5,45); der Gott, der nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen (vgl. Mt 20,28); der Gott, der die Kirche gegründet hat, damit sie in der Welt, aber nicht von der Welt ist und damit sie Werkzeug des Heiles und des Dienstes ist.

Als ich bei der kürzlich stattgefunden Begrüßung der Väter und Oberhäupter der katholischen Ostkirchen[3] eben an diese petrinische und kuriale Zielsetzung des Dienstes dachte, habe ich den Ausdruck eines „diakonalen Primats“ unter umgehenden Verweis auf das von Gregor dem Großen gern verwendete Bild des Servus servorum Dei gebraucht. Diese Definition ist in ihrer christologischen Dimension vor allem Ausdruck des festen Willens, Christus nachzufolgen, der Knechtsgestalt annahm (vgl. Phil 2,7). Als Benedikt XVI. darüber sprach, sagte er: Dieses Wort »war in seinem [Gregors] Mund keine fromme Formel, sondern die wahre Offenbarung seiner Art zu leben und zu handeln. Er war innerlich tief betroffen von der Demut Gottes, der in Christus zu unserem Diener geworden ist, der uns die schmutzigen Füße gewaschen hat und wäscht.«[4]

Eine entsprechende diakonale Haltung muss diejenigen kennzeichnen, die auf je verschiedene Weise im Bereich der Römischen Kurie tätig sind, welche, wie auch der Codex des kanonischen Rechts in Erinnerung ruft, im Namen und in der Autorität des Papstes handelt und »ihre Aufgabe […] zum Wohl und zum Dienst an den Teilkirchen ausübt« (can. 360; vgl. CCEO can. 46).

Diakonaler Primat gilt „bezüglich des Papstes“[5]; und ebenso diakonal muss folglich die Arbeit sein, die an der Römischen Kurie ad intra im Inneren und ad extra nach Außen geleistet wird. Dieses Thema der dienstamtlichen und kurialen Diakonie bringt mich auf einen alten Text, der sich in der Didascalia Apostolorum findet. Dort heißt es: Der »Diakon sei das Ohr und der Mund des Bischofs, sein Herz und seine Seele«[6], denn an diese Eintracht ist die Gemeinschaft gebunden, die Harmonie und der Frieden in der Kirche, insofern der Diakon der Hüter des Dienstes in der Kirche ist.[7] Ich denke, dass es kein Zufall ist, dass das Ohr das Hör-, sondern auch das Gleichgewichtsorgan ist; und der Mund das Organ zum Schmecken und Sprechen.

Ein anderer alter Text fügt hinzu, dass die Diakone dazu berufen sind, gleichsam die Augen des Bischofs zu sein.[8] Das Auge schaut, um die Bilder dann an den Geist zu übertragen und ihm so zu helfen, Entscheidungen zu treffen und den ganzen Leib zu seinem Wohle zu steuern.

Das Verhältnis, das man aus diesen Bildern ableiten kann, ist das einer Gemeinschaft im kindlichen Gehorsam für den Dienst am heiligen Volk Gottes. Zweifellos muss dies dann auch das Verhältnis aller Mitarbeiter an der Römischen Kurie untereinander kennzeichnen: von den Leitern der Dikasterien und den Oberen bis hin zu den Sachbearbeitern und allen anderen. Die Gemeinschaft mit Petrus festigt und stärkt die Gemeinschaft unter allen Gliedern.

So gesehen verhilft der Verweis auf die Sinne des menschlichen Organismus zu einer inneren Haltung der Hinwendung nach Außen, zur Aufmerksamkeit gegenüber dem, was außerhalb ist. Im menschlichen Organismus sind die Sinne in der Tat unsere erste Verbindung zur Welt ad extra, sie sind wie eine Brücke zu ihr; sie sind unsere Möglichkeit, um in Beziehung zu treten. Die Sinne helfen uns, die Wirklichkeit aufzunehmen und ebenso unseren Platz in der Wirklichkeit einzunehmen. Nicht zufällig kam der heilige Ignatius von Loyola bei seiner Betrachtung der Geheimnisse des Lebens Christi und der Wahrheit auf die Sinne zu sprechen[9].

Dies ist sehr wichtig, um die unausgewogene und verwerfliche Mentalität von Verschwörungen oder kleinen Zirkeln zu überwinden. Diese stellen nämlich in Wirklichkeit trotz aller Rechtfertigungen und guten Absichten ein Krebsgeschwür dar, das zur Selbstbezogenheit führt und auch vor den Organismen der Kirche als solchen und insbesondere vor den Menschen, die dort arbeiten, nicht Halt macht. Wenn dies aber passiert, verliert man die Freude des Evangeliums, die Freude daran, Christus zu verkündigen und in Gemeinschaft mit ihm zu sein; wir verlieren dann die Großherzigkeit unserer Weihe (vgl. Apg 20,35 und 2 Kor 9,7).

Gestattet mir, dass ich hier kurz auf eine andere Gefahr zu sprechen komme, das heißt auf diejenigen, welche Vertrauen missbrauchen oder die Mütterlichkeit der Kirche ausnutzen, bzw. die Personen, die sorgfältig dazu ausgewählt wurden, um dem Leib der Kirche und ihrer Reform mehr Kraft zu geben, die sich aber dadurch, dass sie die Größe ihrer Verantwortung nicht verstehen, von Ambitionen oder Eitelkeiten korrumpieren lassen und sich selbst, wenn sie dann sanft entfernt werden, fälschlicherweise zu Märtyrern des Systems erklären, des nicht „informierten Papstes“, der „alten Garde“ …, anstatt ihr „Mea culpa“ zu sprechen. Neben diesen Personen gibt es dann auch andere, die in der Kurie noch tätig sind, denen man alle Zeit gibt, wieder den rechten Weg aufzunehmen, in der Hoffnung, dass sie in der Geduld der Kirche eine Gelegenheit finden, sich zu bekehren und nicht ums sich einen Vorteil zu verschaffen. Dies sage ich freilich, ohne die überwältigende Mehrheit treuer Personen zu vergessen, die hier mit lobenswertem Einsatz, treu, kompetent, hingebungsvoll und oft auch heiligmäßig arbeiten.

Es ist also entscheidend, um zum Bild des Leibes zurückzukehren, dass diese „institutionellen Sinne“, mit denen man in gewisser Weise die Dikasterien der Römischen Kurie vergleichen kann, ihrer Natur und ihrer Zielsetzung entsprechend handeln: im Namen und mit der Autorität des Papstes und immer zum Wohle und im Dienste der Kirchen[10]. Sie sind dazu berufen, in der Kirche so etwas wie treue sensible Antennen zu sein: Sendeantennen und Empfangsantennen.

Sie müssen Sendeantennen sein, insofern sie befähigt sind, den Willen des Papstes und der Oberen getreu weiterzuleiten. Das Wort „Treue“[11] nimmt für die am Heiligen Stuhl Tätigen »einen besonderen Charakter an, da sie einen Großteil ihrer Energie, ihrer Zeit und ihres täglichen Einsatzes in den Dienst des Nachfolgers Petri stellen. Das ist eine schwerwiegende Verantwortung, aber auch ein besonderes Geschenk, aus dem sich im Laufe der Zeit eine gefühlsmäßige Bindung innerer Vertrautheit mit dem Papst entwickelt, ein natürliches idem sentire, das gerade in dem Wort „Treue“ gut zum Ausdruck kommt.«[12]

Das Bild der Antenne verweist dann aber auch auf die andere, entgegengesetzte Bewegung des Empfangens. Es geht darum, die Gesuche, Fragen, Anträge, Hilferufe, Freuden und Tränen der Kirchen und der Welt entgegenzunehmen, um sie dem Bischof von Rom zu übermitteln, damit er seine Aufgabe und seine Sendung als »immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Glaubenseinheit und der Gemeinschaft«[13] immer fruchtbarer erfüllen kann. Mit diesem Empfangsvermögen, das noch wichtiger ist als der andere Aspekt, Vorschriften zu erlassen, sind die Dikasterien der Römischen Kurie stark eingebunden in jenen Prozess des Zuhörens und der Synodalität, von dem ich schon gesprochen habe[14].

Liebe Brüder und Schwestern,

ich habe den Ausdruck „diakonaler Primat“ sowie die Bilder des Leibes, der Sinne und der Antenne verwendet, um zu zeigen, dass es sich zum Erreichen der Räume, wo der Geist zu den Kirchen spricht (das heißt die Geschichte), und zum Erreichen des Ziels allen Tuns (die salus animarum) eben als notwendig, ja unumgänglich erweist, die Unterscheidung der Zeichen der Zeit[15], die Gemeinschaft im Dienst, die Liebe in der Wahrheit, die Fügsamkeit gegenüber dem Geist und den vertrauensvollen Gehorsam den Oberen gegenüber zu praktizieren.

Vielleicht ist es hilfreich, daran zu erinnern, dass schon die Namen der verschiedenen Dikasterien und Ämter der Römischen Kurie verstehen lassen, auf welche Ziele sie hinarbeiten sollen. Genau genommen geht es dabei um wichtige Grundvollzüge für die ganze Kirche und, ich würde sagen, für die ganze Welt.

Da der Wirkungsbereich der Kurie wirklich sehr weit ist, möchte ich mich für dieses Mal darauf beschränken, allgemein von der Kurie ad extra zu sprechen, das heißt von einigen ausgewählten grundlegenden Aspekten, von denen aus man in nächster Zukunft dann ohne Schwierigkeiten die anderen Wirkungsfelder der Kurie aufführen und vertiefen kann.

Die Kurie und die Beziehung zu den Ländern:

In diesem Bereich spielt die vatikanische Diplomatie eine entscheidende Rolle. Es ist ihr aufrichtiges und ständiges Bestreben, den Heiligen Stuhl zum Erbauer von Brücken, Frieden und Dialog zwischen den Völkern zu machen. Und als eine Diplomatie im Dienst der Menschheit und des Menschen, der ausgestreckten Hand und der offenen Tür engagiert sie sich darin, zuzuhören, zu verstehen, zu helfen, zu ermutigen und sich in jeder Situation rasch und respektvoll einzuschalten, um Unterschiede näherzubringen und um Vertrauen zu schaffen. Das einzige Bestreben der vatikanischen Diplomatie besteht darin, frei von weltlichem oder materiellem Interesse zu sein.

Der Heilige Stuhl ist daher auf der Weltbühne präsent, um mit allen Menschen und Nationen guten Willens zusammenzuarbeiten und immer wieder zu betonen, wie wichtig es ist, unser gemeinsames Haus vor jeder zerstörerischen Selbstsucht zu bewahren; zu bekräftigen, dass Kriege nur Tod und Zerstörung bringen; aus der Vergangenheit die notwendigen Lehren zu ziehen, die uns helfen, die Gegenwart besser zu leben, die Zukunft solide aufzubauen und sie für die kommenden Generationen zu bewahren.

Die Treffen mit den Staatsoberhäuptern und mit den verschiedenen Delegationen wie auch die Apostolischen Reisen sind dafür Mittel und Ziel.

So wurde die Dritte Sektion des Staatssekretariats mit dem Ziel geschaffen, die Aufmerksamkeit und die Nähe des Papstes und der Oberen des Staatssekretariats gegenüber dem diplomatischen Personal sowie den Ordensleuten und Laien, die in den Nuntiaturen arbeiten, zu bekunden. Es handelt sich um eine Abteilung, die in enger Zusammenarbeit mit der Sektion für Allgemeine Angelegenheiten und der Sektion für die Beziehungen mit Staaten sich mit Fragen befasst, welche die Personen betreffen, die im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls arbeiten oder sich darauf vorbereiten.[16]

Diese besondere Aufmerksamkeit basiert auf der zweifachen Dimension des Dienstes des diplomatischen Personals: eben als Hirten und als Diplomaten, im Dienst der Teilkirchen und im Dienst der Nationen, wo sie tätig sind.

Die Kurie und die Teilkirchen:

Die Beziehung, welche die Kurie mit den Diözesen und den Eparchien verbindet, ist von vorrangiger Bedeutung. Sie finden in der Römischen Kurie die notwendige Hilfe und Unterstützung, die sie brauchen. Es ist eine Beziehung, die sich auf Zusammenarbeit, Vertrauen und niemals auf Überlegenheit oder Gegnerschaft gründet. Die Quelle dieser Beziehung ist im Konzilsdekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe zu finden, wo ausführlicher erklärt wird, dass es die Aufgabe der Kurie ist, eine Arbeit »zum Wohle der Kirchen und als Dienst für die geweihten Hirten«[17] zu leisten.

Die Römische Kurie hat als Bezugspunkt also nicht nur den Bischof von Rom, von dem sich ihre Autorität bezieht, sondern auch die Teilkirchen und ihre Hirten in der ganzen Welt, für deren Wohl sie wirkt und handelt.

Dieses Merkmal des »Dienst[es] für den Papst und die Bischöfe, für die Weltkirche und für die Teilkirchen« sowie für ganze Welt rief ich beim ersten dieser unserer jährlichen Treffen in Erinnerung, als ich betonte, dass man »in der Römischen Kurie in besonderer Weise diese zweifache Dimension der Kirche, diese gegenseitige Durchdringung von Universalem und Teilbezogenem erfährt und „atmet“« und hinzufügte: »Ich denke, es ist eine der schönsten Erfahrungen derer, die in Rom leben und arbeiten«.[18]

In diesem Sinne stellen die Besuche ad limina Apostolorum eine große Möglichkeit für Begegnung, Dialog und gegenseitige Bereicherung dar. Deshalb habe ich es vorgezogen, bei den Treffen mit den Bischöfen einen Dialog des gegenseitigen Zuhörens zu führen, frei, vertraulich und aufrichtig, der über protokollarische Gepflogenheiten und den üblichen Austausch von Ansprachen und Empfehlungen hinausgeht. Der Dialog zwischen den Bischöfen und den verschiedenen Dikasterien ist ebenfalls wichtig. Dieses Jahr, als die Ad-limina-Besuche nach dem Heiligen Jahr wieder aufgenommen wurden, vertrauten mir die Bischöfe an, dass sie von allen Dikasterien gut aufgenommen und angehört wurden. Das freut mich sehr, und ich danke den anwesenden Leitern der Dikasterien.

Erlaubt mir auch an dieser Stelle, in diesem besonderen Augenblick im Leben der Kirche unsere Aufmerksamkeit auch auf die nächste XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode zu lenken, die zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“ einberufen wurde. Die Kurie, die Bischöfe und die ganze Kirche aufzurufen, den jungen Menschen besondere Beachtung zu schenken, bedeutet nicht, nur auf sie zu schauen, sondern sich auch auf ein Kernthema für eine Reihe von Beziehungen und Dringlichkeiten zu konzentrieren: die Beziehungen zwischen den Generationen, die Familie, die Bereiche der Seelsorge, das gesellschaftliche Leben ... Das Vorbereitungsdokument kündet dies in seiner Einleitung klar an: »Die Kirche hat entschieden, […] sich die Frage zu stellen, wie die Jugendlichen begleitet werden können, um die Berufung zur Liebe und zum Leben in Fülle zu erkennen und anzunehmen. Auch die Jugendlichen selbst sollen gebeten werden, ihr dabei zu helfen, die Art und Weise zu erkennen, die heute am wirksamsten ist, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Durch die Jugendlichen kann die Kirche die Stimme des Herrn vernehmen, der auch heute noch spricht. Wie früher Samuel (vgl. 1 Sam 3,1-21) und Jeremia (vgl. Jer 1,4-10), so gibt es auch heute Jugendliche, die in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die der Geist unserer Zeit schenkt. Indem wir auf ihre Erwartungen hören, können wir die Welt von morgen erkennen, die auf uns zukommt, und die Wege entdecken, welche die Kirche zu beschreiten berufen ist.«[19]

Die Kurie und die Ostkirchen:

Die Einheit und die Gemeinschaft, welche die Beziehung der Kirche von Rom mit den Ostkirchen bestimmen, stellen für die ganze Kirche ein konkretes Beispiel des Reichtums in der Verschiedenheit dar. In der Treue zu ihren zweitausendjährigen Traditionen und in der ecclesiastica communio erfahren und verwirklichen sie das hohepriesterliche Gebet Christi (vgl. Joh 17).[20]

In diesem Sinne habe ich beim letzten Treffen mit den Patriarchen und den Großerzbischöfen der Ostkirchen, als ich vom diakonalen Primat gesprochen haben, auch hervorgehoben, wie wichtig es ist, die delikate Frage der Wahl neuer Bischöfe und Eparchen einer Vertiefung und Überprüfung zu unterziehen. Einerseits muss sie der Autonomie der Ostkirchen entsprechen, zugleich aber dem Geist evangeliumsgemäßer Verantwortung und dem Wunsch, die Einheit mit der Katholischen Kirche immer mehr zu stärken – »dies alles in der vollkommenen überzeugten Umsetzung jener authentischen synodalen Praxis, die die Ostkirchen auszeichnet«.[21] Die Wahl jedes Bischofs muss die Einheit und die Gemeinschaft zwischen dem Nachfolger Petri und dem ganzen Bischofskollegium widerspiegeln und stärken.[22]

Die Beziehung zwischen Rom und dem Osten stellt eine gegenseitige spirituelle und liturgische Bereicherung dar. Die Kirche von Rom wäre in der Tat nicht wirklich katholisch ohne die unschätzbaren Reichtümer der Ostkirchen und ohne das heroische Zeugnis vieler unserer Brüder und Schwestern in den Ostkirchen, welche die Kirche reinigen dadurch, dass sie das Martyrium auf sich nehmen und ihr Leben hingeben, um Christus nicht zu verleugnen.[23]

Die Kurie und der ökumenische Dialog:

Es gibt auch Bereiche, in denen sich die Kirche vor allem nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil besonders engagiert, darunter die Einheit der Christen. Diese ist »ein wesentliches Erfordernis unseres Glaubens, ein Erfordernis, das dem Innersten unseres Seins als an Jesus Christus Glaubende entspringt«.[24] Es handelt sich zwar um einen „Weg“, doch ist es, wie auch meine Vorgänger mehrmals wiederholt haben, ein unumkehrbarer Weg, ohne Rückwärtsgang. »Die Einheit [wird] auf dem Weg gemacht […], um daran zu erinnern, dass wir bereits vereint sind, wenn wir einen gemeinsamen Weg gehen, das heißt wenn wir einander als Brüder begegnen, gemeinsam beten, in der Verkündigung des Evangeliums und im Dienst an den Letzten zusammenarbeiten. Alle theologischen und ekklesiologischen Streitfragen, die die Christen noch trennen, werden nur auf diesem Weg gelöst werden, ohne dass wir wissen wie und wann, aber dies wird geschehen dem folgend, was der Heilige Geist zum Wohl der Kirche eingeben wird.«[25]

Die Kurie arbeitet auf diesem Gebiet, um die Begegnung mit dem Bruder und der Schwester zu fördern, um die Knoten des Nichtverstehens und der Feindseligkeiten zu lösen und um den Vorurteilen und der Angst vor dem anderen entgegenzuwirken, die hinderlich waren, um den Reichtum der bzw. in der Verschiedenheit zu sehen als auch die Tiefe des Geheimnisses Christi und der Kirche, das immer größer ist als jeglicher menschliche Ausdruck davon.

Die Begegnungen mit den Päpsten, den Patriarchen und den Oberhäuptern der verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften haben mich stets mit Freude und Dankbarkeit erfüllt.

Die Kurie und das Judentum, der Islam, die anderen Religionen

Die Beziehung der Römischen Kurie zu den anderen Religionen gründet auf der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils und auf der Notwendigkeit des Dialogs. »Denn die einzige Alternative zur Kultur der Begegnung ist die Unkultur des Streits.«[26] Der Dialog baut auf drei grundlegenden Ausrichtungen auf: »die Verpflichtung zur Wahrung der Identität, der Mut zur Andersheit und die Aufrichtigkeit der Absichten. Verpflichtung zur Wahrung der Identität, weil ein echter Dialog nicht auf der Basis von Zweideutigkeiten oder der Preisgabe des Guten geführt werden kann, um dem anderen zu gefallen; Mut zur Andersheit, weil derjenige, der sich – kulturell oder religiös – von mir unterscheidet, nicht als Feind angesehen und behandelt werden darf, sondern als Weggefährte aufgenommen werden soll in der echten Überzeugung, dass das Wohl eines jeden im Wohl aller besteht; die Aufrichtigkeit der Absichten, weil der Dialog als authentischer Ausdruck des Humanen nicht eine Strategie ist, um Hintergedanken zu verwirklichen, sondern ein Weg der Wahrheit, und diesen geduldig zu gehen lohnt sich, um Konkurrenz in Zusammenarbeit zu verwandeln.«[27]

Die Begegnungen mit den religiösen Autoritäten auf den verschiedenen apostolischen Reisen und bei ihren Besuchen im Vatikan sind ein konkreter Beweis dafür.

Dies sind nur einige wichtige, jedoch nicht erschöpfende Aspekte des Wirkens der Kurie ad extra. Heute habe ich diese Aspekte ausgewählt in Bezug auf die Themen „diakonaler Primat“, „institutioneller Sinn“ und „treue Sendeantennen und Empfangsantennen“.

Liebe Brüder und Schwestern,

wie ich zu Beginn unserer Begegnung von Weihnachten als dem Fest des Glaubens gesprochen haben, so möchte ich zum Schluss dies hervorheben: Weihnachten erinnert uns daran, dass ein Glaube, der uns nicht in eine Krise führt, ein Glaube in Krise ist; ein Glaube, der uns nicht wachsen lässt, ist ein Glaube, der wachsen muss; ein Glaube, der nicht Fragen aufwirft, ist ein Glaube, über den wir uns Fragen stellen müssen; ein Glaube, der uns nicht belebt, ist ein Glaube, der belebt werden muss; ein Glaube, der uns nicht erschüttert, ist ein Glaube, der erschüttert werden muss. Ein rein intellektueller oder lauer Glaube ist in der Tat bloß ein vorgegebener Glaube, der sich eventuell dann verwirklicht, wenn er es schafft, das Herz, die Seele, den Geist und unser ganzes Sein miteinzubeziehen, wenn man es Gott erlaubt, in der Krippe des Herzens geboren und neu geboren zu werden, wenn wir dem Stern von Bethlehem erlauben, uns zu dem Ort zu führen, wo der Sohn Gottes liegt, nämlich nicht bei den Königen und im Luxus, sondern bei den Armen und Demütigen.

Angelus Silesius schrieb in seinem Cherubinischen Wandersmann: »Es mangelt nur an dir. Ach könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden / Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden.«[28]

Mit diesen Gedanken entbiete ich euch und allen euren Lieben nochmals meine herzlichsten Weihnachtswünsche.

Danke!

Als Weihnachtsgeschenk möchte ich euch die italienische Ausgabe des Werks des seligen P. Marie-Eugène de l’Efant Jésus Je veux voir Dieu – Voglio vedere Dio [Ich möchte Gott sehen] überreichen. Es ist ein Werk spiritueller Theologie und wird uns allen gut tun. Vielleicht liest man nicht das ganze Werk, sondern sucht im Inhaltsverzeichnis die Stelle, die mehr interessiert oder man mehr braucht. Ich hoffe, es ist euch allen nützlich.

Dann war auch Kardinal Piacenza sehr großzügig, der mit Hilfe der Pönitentiarie und auch von Prälat Nykiel dieses Buch La festa del perdono [Das Fest der Vergebung] herausgebracht hat. Es ist eine Frucht des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit, und er möchte es ebenso schenken. Ein Dankeschön an Kardinal Piacenza und die Apostolischen Pönitentiarie. Beim Ausgang wird es euch allen gegeben.

Danke! [Segen]

Und bitte, betet für mich.


[1] Vgl. Giuseppe Dalla Torre, Sopra una storia della Gendarmeria Pontificia, 19. Oktober 2017.

[2] »Um Gottes Volk zu weiden und immerfort zu mehren, hat Christus der Herr in seiner Kirche verschiedene Dienstämter eingesetzt, die auf das Wohl des ganzen Leibes ausgerichtet sind« (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, 18).

[3] Vgl. Grußworte an die Patriarchen und Großerzbischöfe, 9. Oktober 2017.

[4] Katechese bei der Generalaudienz am 4. Juni 2008.

[5] Vgl. Johannes Paul II., Ansprache an die Vollversammlung des heiligen Kardinalskollegiums, 21. November 1985, 4.

[6] 2, 44: Funk, 138 -166; vgl. W. Rordorf, Liturgie et eschatologie, in Augustinianum 18 (1978), 153-161; ders., Que savons-nous des lieux de culte chrétiens de l'époque préconstantinienne? in L'Orient Syrien 9 (1964), 39-60.

[7] Vgl. Begegnung mit den Priestern und Gottgeweihten, Mailänder Dom, 25. März 2017.

[8] »Was die Diakone der Kirche betrifft, so seien sie wie die Augen des Bischofs, die alles rings herum im Blick haben und das Handeln aller in der Kirche untersuchen, für den Fall, dass jemand gerade dabei ist, eine Sünde zu begehen. Auf diese Weise wird er durch die frühzeitige Benachrichtigung des Vorstehers sein sündiges Tun vielleicht nicht zu Ende bringen« (Brief des Clemens an Jakobus, 12: Rehm 14-15, in I Ministeri nella Chiesa Antica. Testi patristici dei primi tre secoli, a cura di Enrico Cattaneo, Edizione Paoline, 1997, S. 696).

[9] Vgl. Die Exerzitien, Nr. 121: »Die fünfte Betrachtung wird die Anwendung der fünf Sinne auf die erste und die zweite Betrachtung sein«.

[10] Im Matthäuskommentar des heiligen Hieronymus findet sich ein kurioser Vergleich zwischen den fünf Sinnen des menschlichen Organismus und den Jungfrauen aus dem Gleichnis im Evangelium, die töricht werden, wenn sie nicht mehr dem ihnen aufgegebenen Ziel entsprechend handeln. (vgl. Comm. in Mt XXV: PL 26,184).

[11] Der Begriff der Treue erweist sich als sehr anspruchsvoll und aussagekräftig, weil er auch die zeitliche Dauer des übernommenen Dienstes hervorhebt und auf eine Tugend verweist, die, wie Benedikt XVI. einmal sagte: »gut die ganz besondere Verbindung zum Ausdruck bringt, die sich zwischen dem Papst und seinen unmittelbaren Mitarbeitern bildet, sowohl in der Römischen Kurie als auch in den Päpstlichen Vertretungen« (Ansprache an die Päpstliche Diplomatenakademie, 11. Juni 2012).

[12] Ebd.

[13] Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 18.

[14] »Eine synodale Kirche ist eine Kirche des Zuhörens, in dem Bewusstsein, dass das Zuhören „mehr ist als Hören“. Es ist ein wechselseitiges Anhören, bei dem jeder etwas zu lernen hat: das gläubige Volk, das Bischofskollegium, der Bischof von Rom – jeder im Hinhören auf die anderen und alle im Hinhören auf den Heiligen Geist, den „Geist der Wahrheit“ (Joh 14,17), um zu erkennen, was er „den Kirchen sagt“ (vgl. Offb 2,7)« (Ansprache zum 50-Jahr-Jubiläum der Bischofssynode, 17. Oktober 2015).

[15] Vgl. Lk 12,54-59; Mt 16,1-4; Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 11: »Im Glauben daran, dass es vom Geist des Herrn geführt wird, der den Erdkreis erfüllt, bemüht sich das Volk Gottes, in den Ereignissen, Bedürfnissen und Wünschen, die es zusammen mit den übrigen Menschen unserer Zeit teilt, zu unterscheiden, was darin wahre Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes sind. Der Glaube erhellt nämlich alles mit einem neuen Licht, enthüllt den göttlichen Ratschluss hinsichtlich der integralen Berufung des Menschen und orientiert daher den Geist auf wirklich humane Lösungen hin.«

[16] Vgl. Päpstliches Schreiben, 18. Oktober 2017; Mitteilung des Staatssekretariats, 21. November 2017.

[17] Vgl. Christus Dominus, 9.

[18] Vgl. Ansprache an die Römische Kurie beim Weihnachtsempfang, 21. Dezember 2013; vgl. Paul VI., Predigt anlässlich seines 80. Geburtstags, 16. Oktober 1977: »Ja, ich habe Rom geliebt und ich war und bin auch heute noch leidenschaftlich darum bemüht, das Geheimnis zu bedenken und zu begreifen, das sich nur schwer verstehen und leben lässt, wie und warum „Christus ein Römer“ ist (vgl. Dante, Göttliche Komödie, Purgatorium, XXXII, 102). […] Euer „Rombewusstsein“, ob ihr nun gebürtige Römer seid oder euch nur für einige Zeit hier aufhaltet und Gastfreundschaft genießt. Das „Rombewusstsein“ hat die Kraft, in allen, die es sich aneignen, den Sinn für einen universalen Humanismus zu wecken, der nicht einfach Ausfluss klassischer Überlieferung ist, sondern noch mehr christlicher und katholischer Lebenskraft.« (Insegnamenti di Paolo VI, XV 1977, 1957; L’Osservatore Romano [dt.], Jg. 7, Nr. 43 [28. Oktober 1977], S. 2).

[19] XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode: Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung, Einleitung.

[20] Einerseits findet die Einheit, die der Gabe des Heiligen Geistes entspricht, ihren natürlichen und vollen Ausdruck in der »unverbrüchliche[n] Einheit mit dem Bischof von Rom« (Benedikt XVI., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Ecclesia in Medio Oriente, 40). In die Gemeinschaft des ganzen Leibes Christi eingegliedert zu sein, macht uns andererseits die Pflicht bewusst, die Einheit und Solidarität innerhalb der verschiedenen Patriarchalsynoden zu stärken und dabei »im Hinblick auf ein kollegiales und einheitliches Handeln in Fragen von großer Wichtigkeit für die Kirche stets vorrangig das Einvernehmen [zu] suchen« (ebd.).

[21] Grußworte an die Patriarchen und Großerzbischöfe der Ostkirchen, 21. November 2013.

[22] Gemeinsam mit den Oberhäuptern und Vätern, den Erzbischöfen und Bischöfen der Ostkirchen, in Gemeinschaft mit dem Papst, der Kurie und untereinander, sind wir alle aufgerufen, »immer nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut zu streben (vgl. 1 Tim 6,11); [...] zu einem einfachen Lebensstil nach dem Vorbild Christi, der arm wurde, um uns durch seine Armut reich zu machen (vgl. 2 Kor 8,9); [...] [zu einer] Transparenz in der Verwaltung der Kirchengüter und Fürsorge bei jeder Schwäche und Not« (Grußworte an die Patriarchen und Großerzbischöfe der Ostkirchen, 21. November 2013).

[23] Wir »sehen, wie viele unserer christlichen Brüder und Schwestern der orientalischen Kirchen dramatische Verfolgungen und eine immer beunruhigendere Diaspora erfahren (Homelie beim Gottesdienst zum 100. Gründungsjubiläum der Kongregation für die Orientalischen Kirchen und des Päpstlichen Orientalischen Instituts, Basilika S. Maria Maggiore, 12. Oktober 2017). »Vor diesen Situationen darf niemand die Augen verschließen« (Botschaft zum 100. Gründungsjubiläum des Päpstlichen Orientalischen Instituts, 12. Oktober 2017).

[24] Ansprache an die Vollversammlung der Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, 10. November 2016.

[25] Ebd.

[26] Ansprache an die Teilnehmer der internationalen Friedenskonferenz, Al-Azhar Conference Centre, Kairo, 28. April 2017.

[27] Ebd.

[28] Andertes Buch, Nr. 53. (Kritische Ausgabe, hg. von Louise Gnädinger, Reclam, Stuttgart, 2000).

Papst Franziskus - Weihnachtsansprache an die Kurie 2017 (ohne Übersetzung)


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Lesermeinungen

 Federico R. 28. Dezember 2017 
 

Bösartige Worte

Jeder, der entweder selbst an einer bösartigen und unheilbaren Tumorerkrankung leidet oder in dessen Familie oder Freundes-/Bekanntenkreis ein Mensch gegen den Krebs zu kämpfen hat, weiß, um was es hier geht. Das „sanfte Entfernen“ von Personen ist daher per se eine höhnische und bösartige (und dazu noch mit Bedacht benutzte) Wortwahl. Das erlaubt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt und Psyche des so Sprechenden.


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 Diasporakatholik 27. Dezember 2017 
 

Die Predigt des Papstes in der Christmette reichte mir,

Ich habe über die Verunglimpfung der Hirten von Bethlehem als angeblich "vertrauensunwürdige Heiden" seitens Papst Franziskus an anderer Stelle hier auf kath.net geschrieben - m.E. billigste politische Polemik.

Und so habe ich mir seine Weihnachtsansprache sowie Urbi et Orbi diesmal wie angekündigt geschenkt und NICHTS VERPASST.


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 JBE 27. Dezember 2017 
 

Einfach nur traurig

Wenn ein " Chef" während Jahren nichts Besseres weiss,als seine Untergebenen zusammenzustauchen lässt das tiefe Einblicke in das " Betriebsklima" zu. In einem weltlichen Betrieb wäre wohl hier nicht mehr viel Personal übrig.
Und dies alles an Weihnachten-einfach nur traurig. Fest der Liebe, gilt dies auch in der Kirchenspitze??


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 Karlmaria 23. Dezember 2017 

Und dem Schuldi gern vergeben

Es geht bei jedem Streit gar nicht in erster Linie darum wer da nun recht hat. Sondern was Gott von uns in erster Linie verlangt ist dass wie unserem Schuldi gern vergeben. Die großen Dinge lenkt Gott sowieso Selbst. Da brauchen wir uns gar keine Sorgen machen. Es geht wirklich fast gar nicht darum wer da nun recht hat. Wir sollen die Liebe zu Gott und den Menschen pflegen und der Rest wird uns nachgeworfen!


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 Karlmaria 23. Dezember 2017 

Ein bisschen pädagogische Erfahrung

Bei der Pädagogik geht es ja um die Kinder. Vielleicht sollten wir alles nicht so verbissen sehen. Jetzt kommt der Weihnachtsfriede. Und da müssen wir auch bedenken dass es wirklich wichtigere Dinge gibt. In einer Zeit wo der Atomkrieg wieder wahrscheinlich wird braucht es Beter. Dass niemand vom Beten entmutigt wird ist so eine wirklich wichtige Frage!


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 Hadrianus Antonius 22. Dezember 2017 
 

Game over

Bei sorgfältiger Analyse des Textes der Ansprache v. P. Franziskus fällt die äusserst schwulstige Sprache auf, die einem stets auch wieder begegnet in den Originaltexten des 2. Vat. Konzils und die zugleich äusserst zeitlastig (1.Hälfte der '60er Jahren) ist.
Mérode ist auch eine sehr ambivalente Figur, die jedoch sehr gut zu den Peronisten paßt.
Echt knackig wird diese Predigt jedoch bei dem Wissen, daß die gewaltige Skandale von P.Franziskus'Freund und Hauptberater Maradiaga schon seit April P. Franziskus bekannt waren und er persönlich dazu entscheiden wollte; und nichts entschieden hat, sondern heute, nach der Publikation in Il Espresso(Nicht La Republicca, Leibblatt v. P.Franziskus), nur sagt, daß "er traurig ist".
Das ist sehr wenig- das ist zu wenig.
Hypocrisie und Unglaubwürdigkeit sind tödlich bei Evangelisierung.
@Schlegl: der Teufel agiert im Verdeckten, der Gerechte fürchtet das Licht nicht.
Die FFI wurden vertuscht malträtiert- Schande!
Exoriatur ex ossibus ultor


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 ottokar 22. Dezember 2017 
 

Credo in una sancta catholica et apostolica:

Solange wir mit diesen Worten unser Glaubensbekenntnis noch beten "dürfen" ist für mich meine katholische Welt in Ordnung. Warten wir ab, was Papst Franziskus mit seinen angekündigten ökumenischen Bestrebungen noch im Sinn hat.Am "Vater unser" bastelt er schon herum. Wird es in Zukunft die im protestantischen Glaubensbekenntnis genannte"christliche " Kirche sein, an die wir zu glauben haben und nicht mehr die "una sancta catholica"? Das sind für mich die Messlatten für meinen Gehorsam.
Unabhängig davon verstehe ich bei Papst Franziskus nicht den eklatanten Gegensatz zwischen dem fast kindlichen, von Güte geprägten Glauben , den seine täglichen Predigten ausstrahlen und seinen Entscheidungen oder Reaktionen bezüglich den Mitarbeitern der Kurie (siehe seine obige Ansprache). Vielleicht könnte hier ein Psychologe Auskunft erteilen?


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 SCHLEGL 22. Dezember 2017 
 

Darüber kann man diskutieren

Leider ist es eine Tatsache,dass es in großen Organisationen illoyales Verhalten und Intrigen gibt.Das ist in größeren Schulen so,ebenso in Spitälern, Ordinariaten und größeren Firmen. Schmerzhaft für die Leitung,den Chef, natürlich auch für korrekte Mitarbeiter.
Die Frage aber ist,ob man damit Erfolg hat,diese Dinge bei einer solchen Gelegenheit öffentlich zu kritisieren? Was ist die Folge: Die Medien stürzen sich darauf,der ORF hat dies gestern in der Nachrichten ganz Gebracht.Ein Zuckerschlecken für Kirchenfeinde!Die zweite Frage besteht darin zu überlegen, ob die in dieser Weise öffentlich bloßgestellten Personen dadurch ihr Verhalten ändern werden?Dies ist sehr zu bezweifeln,sie werden höchstens vorsichtiger,aber das Problem ist damit nicht gelöst.
Es kann nur geraten werden,diese Dinge im kleinen Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit anzusprechen,auch die Gegenseite muss das Recht haben Stellung zu nehmen.Ein bisschen pädagogische Erfahrung schadet nicht.Msgr.Franz Schlegl


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 huegel76 22. Dezember 2017 

Berechtigte Hoffnung

Herr, ich vertraue darauf, dass die Zeit der Prüfung, die wir in diesem Pontifikat durchleben, gute Früchte trägt. Doch für den nächsten Papst wage ich zu bitten: Führe uns nicht in Versuchung.


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 Diasporakatholik 22. Dezember 2017 
 

Ich werde weiter für den gewählten Papst beten,

denn das geziemt sich für einen Katholiken.

Aber die Weihnachtsansprache und auch seinen Segen schenke ich mir diesmal.

I mog nimmer...


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 elisabetta 22. Dezember 2017 
 

Alle Jahre wieder...

kommt der päpstliche Rüffel für die Kurie bei der so genannten Weihnachtsansprache, die keine ist. Wenn´s schon sein muss, dann bitte nicht in dieser Form und schon gar nicht bei dieser Gelegenheit. Wo bleibt da die vielgepriesene Barmherzigkeit des Papstes? Und von Weihnachtsfrieden kann man auch nur träumen.


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 Archangelus 22. Dezember 2017 

Zu ergänzen

ist noch,dass der Vatican ein
Priesterliches Primat haben sollte.
Diakone mögen wichtig sein; sie sind aber
nicht entscheidend .


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 Federico R. 22. Dezember 2017 
 

Mitten in der Zerstörungsphase?

Statt dieser wiederum öffentlichen Mitarbeiterschelte wäre dem Papst dringlichst zu empfehlen, so bald wie möglich ein außerordentliches Konsistorium aller Kardinäle, auch der über Achtzigjährigen, einzuberufen und hinter verschlossenen Türen eine schonungslose und offene Aussprache zuzulassen. Freilich mit dem feierlichen Versprechen vor dem Dreifaltigen Gott, dass anschließend keiner für seine Wortmeldung gemaßregelt, gemieden, in die Wüste geschickt oder sonstwie entwürdigt wird. Und jeder müsste die innere Sicherheit haben, dass Franziskus dieses unbedingt vorauszusetzende Vertrauen auch erfüllt. Oder sind wir tatsächlich bereits mitten in der Zerstörungsphase der „Stadt auf den sieben Hügeln“, der Metapher für die auf Petrus gegründete heilige katholische Kirche?


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 Laus Deo 22. Dezember 2017 

Machen wir dem Jesus Kind ein GESCHENK

Beten wir für den Papst und Kirche täglich einen Rosenkranz anstatt alles zu kommentieren! Gott hat seine Pläne, er hat diesen Papst zu gelassen um uns auch zu prüfen. Unsere Liebe soll immer gross zum Papst sein, nicht wegen der Person sondern wegen des Amtes. Der Heilige Josemaria Escriva sagt, wir sollen nach Jesus und Maria am meisten den Papst lieben. Auch mich schmerzte es wenn ich manchmal lese was der Heilige Vater von sich gibt, aber wie hat Jesus gebetet: VATER VERGIB IHNEN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN. Wir sollen immer und überall die unverfälschte Wahrheit bekennen, aber auch wir werden gerichtet wenn wir aus Wut(teils zurecht) hier über den Heiligen Vater herziehen. Gebet bringt mehr. Und wenn wir hier alle zusammen täglich ein Gesätz oder sogar ein Rosenkranz für den Heiligen Vater beten wir die Muttergottes mit dem Jesuskind einschreiten. JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH


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 freya 22. Dezember 2017 
 

Der Mensch geht immer von sich selber aus!

Ich sehe hier nur ein Krebsgeschwür, das vom Haupt her den Lebensstrom der Kirche immer mehr unterbindet: Apostasie und Häresie.
Nächstes Jahr wird Franziskus die berühmte 5-Jahres-Grenze erreichen. Damit endet für ihn nach hausgemachten Gepflogenheiten seine Amtszeit. Hoffen wir auf einen würdigeren Nachfolger.


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 Rolando 22. Dezember 2017 
 

Gandalf

Meist macht der Mensch das, was er bei anderen kritisiert, will uns der Herr nicht unser Fehlverhalten durch die Anderen aufzeigen, mir ging es so, ich versuche mittlerweile mein Verhalten gegenüber anderen zu prüfen, die ich meine, kritisieren zu wollen


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 Esperanza 22. Dezember 2017 

Gebet für die Priester (Fortsetzung)

Lehre uns, sie ganz
einfach zu lieben, sie zu achten und sie wie ein Geschenk
aus deiner Hand anzunehmen, damit wir gemeinsam
noch mehr dein Werk vollenden, zum Heil aller. Amen


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 Esperanza 22. Dezember 2017 

Schönes Gebet für alle Priester

Gebet für die Priester

Herr Jesus Christus, mit dem heiligen Pfarrer von Ars
vertrauen wir dir an: alle Priester, die wir kennen, denen
wir begegnet sind, die uns geholfen haben, die du uns
heute als Seelsorger gibst.

Du hast jeden bei seinem Namen gerufen. Für jeden
danken wir Dir und für jeden bitten wir Dich: bewahre sie
in der Treue zu Deinem Namen. Du, der Du sie geweiht
hast, damit sie Hirten seien in Deinem Namen. Verleihe
ihnen Kraft, Vertrauen und Freude bei der Erfüllung ihrer
Sendung.

Die Eucharistie, die sie feiern, möge sie stärken und
ihnen Kraft geben, damit sie sich zusammen mit Dir
einsetzen für uns, die Seelen. Sie mögen geborgen sein
in Deinem barmherzigen Herzen, damit sie immer Zeugen
deiner Vergebungsbereitschaft sind. Sie mögen den Vater
wahrhaft anbeten, damit sie uns den wahren Weg zur
Heiligkeit lehren.

Vater, zusammen mit ihnen, den Priestern, schenken wir
uns Christus und der Kirche, dass sie missionarisch sei
im Atem Deines heiligen Geistes. Lehre uns,


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 Esperanza 22. Dezember 2017 

Nasser Waschlappen

Von Herzen hätte ich der Kurie ein Danke schön, eine positive Ermunterung gewünscht auf dem steinigen Weg der Kirche von heute und nicht einen nassen Waschlappen um die Ohren. Doch... ich schliesse mich sehr den Worten von Ulrich Moskopp an... und möchte hier ein Gebet empfehlen:


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 silas 22. Dezember 2017 

Eine große Ansprache, die zeigt warum Gott Mensch wird...

Gott wird Mensch, um die Menschheit aus den Verstrickungen des Bösen zu befreien!

Der Papst zeigt Verstrickungen des Bösen einiger Vertreter in der Kurie auf. Klar und Richtungsweisend,,,

Darum ist er gewählt worden, damit er die Kurie erneuere - im Sinne Jesu -

,Die Mächtigen stößt er vom Thron.‘ singt schon die Gottesmutter.

Sollten sich solche ,Machthaber‘ in den vatikanischen Kurien ,eingenistet‘ haben, trifft auch auf diese, die hervorragende Ansprache des Papstes zu.

Damit Weihnachten möglich werden kann...

Nicht den Papst kritisieren,

sondern das Wirken des Bösen im ,Machtapetat der Kirche‘,
denn um den Satan zu vernichten ist Gott in Menschengestalt gekommen!


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 Talitha kumi 22. Dezember 2017 
 

@Cremarius

"Jesus sagte, nicht der Gesunde, der Kranke bedürfe des Arztes. Er machte die Menschen aber nicht selbst zu Krankheiten, Übeln!"//
Richtig! Und, darüber hinaus, der wirklich Suchende sucht alles andere als politische Interpretationen und Willensbekundungen. Die Kirche ist nicht deswegen attraktiv, sondern (ganz im Gegenteil) auf Grund von Antworten auf ganz andere Fragen. Das alles kostet, wie eben auch die öffentliche Beschäftigung mit sich selbst, missionarische Kraft, weil das letztlich dem engagierten Laien vor die Füße fällt.


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 Rosenzweig 22. Dezember 2017 

“Wir werden geprüft, Dinge, die uns stören..

nicht mit Hass, sondern mit Liebe und in Liebe zu begegnen.”

Danke werter @ulrichmoskopp für diesen wertvollen Schlusssatz Ihres Kommentars!–
Ach- könnten wir hier doch alle nun DEM! ZUstimmen und diese letzten Tage des Advents zum kommenden Fest Christi-Geburt, mit unserer Liebe füllen für alle uns Anvertrauten nah u.auch fern
und darüber hinausstrahlen in “alle WELT!"-
Wo ganz sicher auch diese Liedzeilen vielerorts bekannt sind u.gesungen verinnerlicht werden?!
--
”In den Herzen ist's warm,
Still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt,
Freue Dich Christkind kommt bald!

Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,(...)”

So im Bereiten unserer Herzen mit Segenswünschen verbunden..


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 Federico R. 22. Dezember 2017 
 

Pathologisch

Könnte es vielleicht sein, dass der Papst pathologische Probleme hat, vielleicht im paranoiden Bereich? Normal ist ein solches Verhalten gegenüber den eigenen Mitarbeitern mit Sicherheit nicht. Und christlich gleich gar nicht. Das ist wohl eher hinterlistig zu nennen. Papst und Kirche scheinen sich in aller Öffentlichkeit zu blamieren und zu demontieren. Wer kann den Mann noch stoppen?


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 Hadrianus Antonius 22. Dezember 2017 
 

...Alle Jahre wieder...

Inzwischen hinlänglich bekannt: eine tiefe Aversion gegen die Kurie, verbunden mit Verfolgungswahn; eine extreme Neigung zu Autorität mit wenig zivilisiertem Umgang mit Untergebenen und Andersdenkenden, viel Stillosigkeit und spontanes und extrovertiertes Handeln.
In Kombination mit den selbst zugegebenen psychiatrischen Antezedenten ein gefährlicher Cocktail.
Pater-General Kolvenbach SI war ein sehr weiser, freundlicher und besonnener Mann.
Don Vallejo Balda, Francesca Chaouqui, Don Mercedes, Jozef DeKesel, EB Nunzio Galantino, Mario Battista Ricca, EB Paglia...die Einschläge summieren sich.

Und jetzt ist unter Maradiaga eine Mine explodiert.
Was "Heuchler" betrifft: "Gotcha!"- (Zynischer Kommentar v. The Sun 1982 bei der Versenkung des Capitan Belgrano)


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 ThomasR 21. Dezember 2017 
 

Verheerende Folgen von Nichtumsetzung bzw.

nur einer fragmentarischen Umsetzung vom Pontifikat von Papst Franziskus in Deutschland
(Pontifikate von Papst Wojtyla und von Papst Benedikt blieben in Deutschland weitgehendst bedauerlich auch weigehendst insbesonder in der Liturgie nicht umgesetzt=Spätfolge der Königsteiner Erklärung?)
Zuwendung Christus unter den Armen (und in den Armen) unter den (in den) Kranken und unter den (in den) Bedürftigen entspricht der Zuwendung IHS in der Liturgie
Erzbistum München verfügt über 3 beheizte Tagungs-und Exerzitienhäuser in München (Kard Döpfner Haus, Schloss Fürstenried, Kard Wendel Haus) mit Wohnmöglichkeit praktisch ab sofort (ausreichend Personal ist auch vorhanden) bei der Umwandlung von EZ in DZ für rd 300 Personen.
Trotzdem es ist nicht bekannt, dass wenigstens ein von diesen Häusern wenigstens im Winter und/oder wenigstens zu Weihnachten für die Obdachlosen geöffnet wird.
Täglich übernachten selbst im Winter um 1000 Obdachlose in München in der Ubahn und in den Hauseingängen.


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 wandersmann 21. Dezember 2017 
 

@Cremarius

... wenn ein Papst Menschen, Geschöpfe Gottes, mit einem Krebsgeschwür vergleicht, ...

Auch ein Krebsgeschwür ist ein Geschöpf Gottes.

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... ihre menschliche Würde ... genommen wurde

Ich bezweifele, dass es eine menschlich Würde gibt. Sofern der Mensch überhaupt Würde hat, so hat er die von Gott.

Hätte der Mensch eine eigene Würde, so könnte Gott ihn nicht in die Hölle werfen.

----------

Ein Papst sollte dagegen in der Tradition des biblischen und des humanistischen Menschenbildes stehen


Ich meine, dass biblisch und humanistisch Gegensätze bilden.

Ich glaube, dass der Antichrist, wenn er kommt, ein Humanist sein wird.


-----------


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 wandersmann 21. Dezember 2017 
 

Wortwahl Papst finde ich in Ordnung

Ich habe nichts dagegen, wenn der Papst Menschen (er nennen ja niemanden persönlich) als Krebsgeschwür bezeichnet.

Jesus hat ähnliche Worte gewählt, siehe unten.

Die Kirche ist der mystische Leib Christi und natürlich gibt es Glieder an diesem Leib, die ähnlich wie ein Tumor im biologischen Organismus wirken und den ganzen Leib schädigen.
Das kann man ruhig offen sagen.

Allerdings sind das nicht diejenigen, die der Papst meint.

Die Wortwahl des Papstes finde ich völlig in Ordnung.

Allerdings bin ich mit den Inhalten sehr oft nicht einverstanden. Meiner Ansicht nach widerspricht er in einigen Punkten der gesicherten Lehre der Kirche.

----

Mt 23,33 Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?


Mt 23,27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind!


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 Zeitzeuge 21. Dezember 2017 
 

Aus dem Gebetbuch "Aufblick zu Gott" von 1845:

Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr!

Sei uns gnädig, erhöre uns o Herr !

Daß Du den apostolischen Oberhirten und alle Ordnungen der Kirche im heiligen Glauben bewahren wollest,

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Daß Du die Feinde Deiner heiligen Kirche
demütigen wollest

Wir bitten Dich erhöre uns!

Interessant hierbei ist u.a., daß unsere
Vorfahren offensichtlich davon überzeugt waren, daß auch der hl. Vater des Gebets
zur Bewahrung im Glauben der Kirche bedarf und daß bzgl.der Kirchenfeinde um
deren Demütigung und nicht etwa um einen
zu Nichts führenden "Dialog" gebetet wurde!

Diese Fürbitten sind heute sicher noch
aktueller und dringlicher als zur Regierungszeit Papst Gregor XVI., das o.a. Gebetbuch erschien ein Jahr vor dessen Tod.

Papst Gregor XVI. war ein unerschrockener Kämpfer gegen den Liberalismus, vgl. seine Antrittsenzyklika "Mirari vos" von 1832,
hier z.B. Kap. VI über die Unauflöslichkeit der Ehe.

Ehre seinem Andenken!


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 Tonika 21. Dezember 2017 
 

Interne Kirchenfeinde,liberale Häretiker, die der Papst fördert,verhalten sich wie "Krebsgeschwüre "

Es ist nun einmal Tatsache, dass Franziskus Abtreibungsbefürwortern, Homosexuellen - Aktivisten, interne Kirchenfeinde und liberale Häretiker hofiert, während er glaubenstreue Katholiken drangsaliert. Der Papst kann immer nur andere schonungslos kritisieren aber sieht seinen eigenen Beitrag nicht. Er fördert doch selbst all die anti-katholischen liberalen und destruktiven Kräfte, die wie Krebsgeschwüre das Antlitz der kath. Kirche verstümmeln wollen.

Wer nicht den katholischen Glauben, das Evangelium verraten will, wird vom Papst als hartherziger und gesetzlicher Pharisäer beschimpft.

Wer treu zur Lehre steht, dem wirft Franziskus vor der Barmherzigkeit und dem Wirken des Heiligen Geistes, im Wege zu stehen.


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  21. Dezember 2017 
 

Sebst Herrlichkeit -Herzlichkeit sieht anders aus

Irgendwie klingt das wie, wenn sich die Pestbeule über das Krebsgeschwür auslässt oder gemäßigter, wie wenn jemand der selbst Knoblauch gegessen hat beurteilt, ob ein anderer Knoblauch gegessen
hat oder nicht.


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 ulrichmoskopp 21. Dezember 2017 

Und noch eins

anders als in der Politik müssen wir achtgeben mit der zwar berechtigten aber auch leicht für unchristliche Zwecke verwendbaren Kritik.Nach aussen schwächen wir uns, wenn wir unser Fundament anklagen. Ich selbst bin Hin und Hergerissen zwischen dem offensichtlichen Unsinn, Unrecht, den Coudillo-Manieren und dem Vertrauen auf den Heiligen Geist, der in der Person des Petrusnachfolgers wirkt. Er konfrontiert uns mit der Fratze des pseudoguten linksliberalen Geschwätzes, aber er bleibt dennoch doch der Papst und ist damit unbedingt als unser "Papa" und Oberster der Katholiken zu würdigen. Ein Paradox mehr also. Ein launiger Papa halt diesmal. Der nächste darf ruhig wieder so beredt-fromm sein wie sein phantastischer Vorgänger, unser Benedikt XVI!


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 Herrliberg 21. Dezember 2017 

Was ist das für ein Führungstil?

Was sind das für peinliche Ausfälle voller Unbarmherzigkeit und Kälte!? Und das alles an Weihnachten, wo er seinem Amte nach von der Ankunft des Erlösers sprechen sollte.

Seine Worte richten ihn selbst!


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 Tonika 21. Dezember 2017 
 

Wann kommt endlich das Mea Culpa vom Papst selbst der seit 4 Jahren nur streit u.Verwirrung stiftet?


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 ulrichmoskopp 21. Dezember 2017 

Dummheit allerorten

und doch,bei aller berechtigter Verärgerung über diesen „schrägen“ Papst. Wir dürfen unser Fundament nicht vergessen! Und das fußt sicher auch auf dem Glauben an die Petrusnachfolgeschaft des Papstes. Franziskus talkt ohne Ende, verwechselt Begriffe, brüskiert fromme Menschen, vertraut anscheinend zweifelhaften Menschen, aber er hat(bislang!) nicht ex Cathedra Nonsens von sich gelassen. GOTT SEI DANK! Das sind Prüfungzeiten sondergleichen. Wir werden geprüft, Dinge, die uns stören, nicht mit Hass, sondern mit Liebe und in Liebe zu begegnen.


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 Bernhard Joseph 21. Dezember 2017 
 

Wie war das noch mit den Heuchlern in der Kirche?

Ist nicht Kardinal Maradiaga der engste Vertraute von Papst Franziskus?

Ich gebe zu, diesen Papst nehme ich nicht mehr ernst, ich lese auch seine Predigten nicht mehr, denn wo eine derartige Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft, kann man nur noch Schmerz empfinden.

Das alles ist sehr traurig!


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 W.S. 21. Dezember 2017 

Das verschenkte Buch ist super!

Ich will Gott schauen


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 Gandalf 21. Dezember 2017 

Upps, der größte Skandal wird gerade vom engsten Papstberater abgeliefert!

Ausgerechnet Kardinal Maradiaga, der jahrelang die Armut gepredigt hat. Es ist wirklich unfassbar!

www.kath.net/news/62151


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 Michmas 21. Dezember 2017 
 

Zitat aus der Ansprache

Diese stellen in Wirklichkeit usw. ein Krebsgeschwür dar usw.
Frage : Wie ist denn die Papstwahl gelaufen und wie steht es dann um die Gruppe "St Gallen?"


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 Chris2 21. Dezember 2017 
 

Nochmal: Bin ich zu dumm,

zu verstehen, was der Papst meint? Meint er vielleicht jedes Jahr wirklich nur Karrieristen, Intriganten, Opportunisten und Sesselpupser jeder Couleur? Oder weigert sich einfach mein Verstand, das Unbegreifliche zu begreifen?


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 Archangelus 21. Dezember 2017 

Ich bitte in Demut

darum,meinen ersten Beitrag zu canzeln;
Er beruhte auf Desinformation.
In der Tat sollte sich die Hauptrichtung
der Evangelisation und Diplomatie der Kirche ad extram,weniger ad intram rich-
ten,es sei denn zu Neuevagelisation
der Kurie.
Im Übrigen bin ich der Meinung, das
Vaterunser stehen zu lassen wie es ist.
Außerdem ist es notwendig, dem Antisemitismus in der Welt und in Deutschland entgegenzutreten!


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 Aloe 21. Dezember 2017 

Ich möchte mich dafür bedanken, dass die übersetzte Papstansprache hier in voller Länge zu lesen ist!


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 imanfange 21. Dezember 2017 
 

Ich weiß nicht, wieviele der Kommentatoren die Rede gelesen haben. Da ich Italienisch spreche, habe ich sie (schon vor Abdruck der Übersetzung hier in voller Länge. Danke dafür!) mir im Video angehört. Eine großartige Ansprache!


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 sartone 21. Dezember 2017 
 

Momentan fühlt man sich, wenn man die Kuria betrachtet, an Zustände des schlimmsten Renaissance-Papsttums erinnert. Leo X. und Julius II. lassen grüßen. So viele Intrigen, so viel Verderbtheit, ein absolutistischer Papst, der seinen Nepotismus nicht einmal vertuscht, sondern öffentlich feiert, Orgien und Homosexualisten. Da braucht man gar nicht "Die Borgias" gucken.
Und für die Kirchenfeinde natürlich ein gefundenes Fressen!


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 Selene 21. Dezember 2017 
 

Alle Jahre wieder!

Seit 2014 ist diese öffentliche Weihnahtskritik an der Kurie inzwischen Tradition geworden.

So kann man Mitarbeiter natürlich nicht motivieren und ich hoffe, dass der nächste Papst mit dieser unschönen "Tradition" brechen wird.


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 Smaragdos 21. Dezember 2017 
 

Hagan lío! (Macht ein Durcheinander in der Kirche!)

... sagte der Papst so salopp zu den argentinischen Jugendlichen in Rio de Janeiro 2013. Warum sollten das Kurienmitarbeiter dann nicht auch tun dürfen?


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 Dalmata 21. Dezember 2017 
 

Was sich wie ein roter Faden durch die ganze Rede des Papstes zieht,

ist die Forderung nach bedingungslosem Gehorsam ihm selbst gegenüber mit verklausulierenden Begiffen wie "diakonaler Primat" etc., ohne dass Franziskus auch nur andeutungsweise seine eigene beschämende Rolle in der Kirchenkrise reflektieren würde.

Ganz im Gegenteil schimpft er selbst und wieder einmal ohne Hemmungen über angebliche "Personen, die sorgfältig dazu ausgewählt wurden, um dem Leib der Kirche und ihrer Reform mehr Kraft zu geben, die sich aber dadurch, dass sie die Größe ihrer Verantwortung nicht verstehen, von Ambitionen oder Eitelkeiten korrumpieren lassen und sich selbst, wenn sie dann sanft entfernt werden, fälschlicherweise zu Märtyrern des Systems erklären".

Alle von ihm "sanft" aus dem Amt Entfernten werden das als blanken Zynismus empfinden müssen.


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 Archangelus 21. Dezember 2017 

Das eine ist

Gehorsam einzufordern- aber bitte nicht
in der Vorweihnchtszeit-
das andere ist,die Höflichkeit zu wah-
ren-sprich,die Kurie nicht in cumolo
zu verteufeln-
Das Dritte ist, den Mut zu haben mit
jedem vermeintlichen Gegner persönlich
zu sprechen-- und auch zuzuhören.
Das bedeutet, Frieden zu schaffen--
Pacem in terris!!
Ein Papst sollte sich nicht wie ein
Rumpelstielzchen benehmen und sich dann
wundern, daß er viel Widerspruch
erntet!
Die wichtigsten Dinge sind nicht allein
Soziales , sondern die liebevolle
Verkündigung des Evangeliums und der
2000-jährigen Traditionen der Kathol.
Kirche.
Es geht um den Erhalt der Kath. Kirche
und der christlichen Philosophie
und Theologie !!! Ich wünsche Ihnen allen Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr!


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 girsberg74 21. Dezember 2017 
 

„Autoreferentialität“ - Eine neue Sache?

Nein, nichts Neues. Die Sache und die Leiden daran sind uralt. In herkömmlicher Sprache heißt das „selbstbezogen“, solange man nicht zu drastischeren Ausdrücken greift.

Meist stellt sich der Sachverhalt im Zusammenhang mit Loyalitätskrisen (Autoritätskrisen) ein. Die Rede darüber eignet sich als Totschlagargument aber nur, wenn die Machtverhältnisse einseitig sind. Denn Loyalität ist dem Grunde nach nie einseitig.


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 Cremarius 21. Dezember 2017 

Die Sprache des Papstes - Eine Zumutung.

Ich finde es sehr befremdlich, vorsichtig formuliert, wenn ein Papst Menschen, Geschöpfe Gottes, mit einem Krebsgeschwür vergleicht, welches oftmals den Tod bringt bzw. durch die moderne Medizin entfernt, abgetötet wird.

Dass Menschen mit Tieren (Ungeziefer)oder Krankheiten gleichgesetzt wurden, ihnen dadurch bewusst ihre menschliche Würde und ihr menschliches Antlitz genommen wurde, das gab es bereits mehrfach in der Geschichte.

Ein Papst sollte dagegen in der Tradition des biblischen und des humanistischen Menschenbildes stehen und derartige Ausfälle tunlichst unterlassen. Ferner dürfte der der Vergleich wohl eine Zumutung für Menschen sein, die an Krebs erkrankt sind.

Jesus sagte, nicht der Gesunde, der Kranke bedürfe des Arztes. Er machte die Menschen aber nicht selbst zu Krankheiten, Übeln!

Was diese Rede im Mainstream auslöst, selektiv und zugespitzt wiedergegeben, lässt sich bereits jetzt gut beobachten.

Die Kurie wird hier öffentlich vorgeführt,- wenig barmherzig...


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 felix1 21. Dezember 2017 
 

Es ist nötig, zu beten !

Der Papst macht Sachen, die ein Papst nie machen dürfte.
Er bezeichnen diesen, welche die Tradition und Bibeltreu schützen, als "Geschwür".
Nun müssen wir BETEN, dass der Papst nicht die ganze Kirche zerstört.

Beten, beten und beten!


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 Ottaviani 21. Dezember 2017 

es wäre zu wünschen


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 Elija-Paul 21. Dezember 2017 
 

Keine blinde Gefolgschaft!

Der Papst kann nicht erwarten, daß wenn er selbst in Bezug auf die Lehre der Kirche und der Orthopraxis zweifelhafte Dinge tut, fördert und nicht verhindert, daß ihm Gläubige blind folgen! Die Entfremdung zu ihm entsteht nicht durch die Gläubigen, sondern durch viele mehr als fragwürdige Handlungen und durch die ganze Richtung des Pontifikates!
Krebsgeschwüre gibt es, es sind Irrtümer, versteckte Ideologien, antichristlicher Geist, der in der Kirche immer präsenter wird!
Der Papst kann dann Gefolgschaft erwarten, wenn er selbst die Tradition schützt und fördert: Mit anderen Worten, wenn er den Papstdienst in Übereinstimmung mit dem bisherigen Weg geht und nicht abseits!


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 Chris2 21. Dezember 2017 
 

Soll ich das jetzt verdrängen

und schönreden, oder soll ich es tatsächlich so verstehen, dass der Papst sich als absolutistischer Monarch sieht, den andere hindern den "Mief" von mindestens 2000 Jahren (Gebote Gottes und der Kirche, Worte Jesu, Dogmen, Sakramente...) über Bord zu werfen, wie in Schleichs Neuvertonung des ersten Treffens mit Benedikt ("Das hier muss alles raus")? Hier wie in anderen Medien vermisse ich jedenfalls den Hinweis des Papstes darauf, dass wir alle nur Verwalter der göttlichen Stiftung sind, auch, und ganz besonders der Stellvertreter Christi auf Erden.


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 Lämmchen 21. Dezember 2017 
 

Führungsqualitäten

sehen anders aus


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 Kostadinov 21. Dezember 2017 

"großzügig in den Prozess des Zuhörens und der Synodalität eintreten"

könnte man ja auch mal mit den Dubia-Kardinälen?


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 GerogBer 21. Dezember 2017 

In wenigen Monaten

ist Papst Franziskus 4 Jahre im Amt. Offensichtlich hat er nach diesen Ausführungen sein Haus bis heute nicht bestellt. Ich werde nachdenklich.


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 siebenschlaefer 21. Dezember 2017 
 

Könnte es sein,

dass er von sich auf andere schließt?


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 Kurti 21. Dezember 2017 
 

Kein Chef einer Firma wird seine Mitarbeiter

pauschal und öffentlich abqualifizieren. Ist Kritik nötig und berechtigt, dann muß man an denjenigen herantreten, der zurechtgewiesen werden muß, also an den Einzelnen und nicht an die ganze Kurie wie geschehen oder Teile der Kurie und das auch noch öffentlich.
Der Papst scheint wenig Ahnung von Anständigkeit und ordentlichem Benehmen zu haben wie er das offenbar auch intern immer wieder macht. Das neue Buch über den Papa dittatore bestätigt das ja erneut.


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 chriseeb74 21. Dezember 2017 
 

Das Problem liegt m.E. viel tiefer...

In gewisser Weise hat der Papst sicherlich recht: Die Homolobby im Vatikan, von der ja schon früher die Rede war, ist ein Krebsgeschwür...
Das Problem betrifft Personalentscheidungen der letzten 3 Päpste. JP II hat sich um derartige Dinge wenig bis gar nicht gekümmert, sondern eher delegiert: Und zwar an seine beiden wichtigsten Mitarbeiter: Kardinal Casaroli bzw. später Kardinal Sodano und Kardinal Ratzinger.
Sodano und Ratzinger waren und sind, um es einmal so auszudrücken, nie beste Freunde gewesen.
Somit gibt es seit ca. 25-30 Jahren zwei gegensätzliche theologische Richtungen in der Kurie...gut Gegensätze hat es immer gegeben, aber so fundamental wie derzeit haben sie sich nie präsentiert.
Darüber hinaus hat Kardinal Ratzinger (auch später als Papst B. XVI)nicht immer ein gutes Händchen bei wichtigen Personalentscheidungen gehabt.
So versucht P. Franziskus in dieser Situation knallhart "seine Leute" in Position zu bringen...und in dieser Hinsicht ist sehr erfolgreich...leider!


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 Smaragdos 21. Dezember 2017 
 

"... müssten die Dikasterien der Römischen Kurie deshalb "großzügig in den Prozess des Zuhörens und der Synodalität eintreten"".

Bei Papst Franziskus heißt, "in den Prozess der Synodalität eintreten" wohl, ihm in seiner (von ihm euphemisch "Reform" genannten) schleichenden Dekonstruktion der Kirche blind zu folgen, siehe die Nichtanhörung der Dubia-Kardinäle! Soviel zur Synodalität!


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 Palmsonntag 21. Dezember 2017 
 

Ist das die Antwort des Papstes auf das Buch

"Il Papa Dittatore" ??!!


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 Smaragdos 21. Dezember 2017 
 

Il Papa dittatore?

Wenn man diese nette "Weihnachtsansprache" liest, könnte man versucht sein zu sagen: Und Marcantonio Colonna hatte doch recht!


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 Zeitzeuge 21. Dezember 2017 
 

Leider bleiben auch mitunter Päpste nicht vor Altersstarrsinn verschont

Vgl. Hubert Jedin: Spätleistungen und Altersdefekte in der Papstgeschichte,
Trierer theol. Zeitschrift, 1964, kann man so auch googeln!

Das eigentliche Krebsgeschwür ist ein
auch in Rom anzutreffender, beratungsresistenter Neo-Modernismmus,
der dort zum Schaden der Seelen sein Unwesen treibt!

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 Mr. Incredible 21. Dezember 2017 
 

hope springs eternal

aber es hört sich ein bißchen wie der Anfang vom Ende an. Leider.
Beten wir für den Papst.


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 st.michael 21. Dezember 2017 
 

Wo gehobelt wird.......

Franziskus teilt einmal wieder aus und das oeffentlich.
Wenn es so ist,warum nicht kirchenintern?
Dadurch jubeln wieder die Kirchenhasser.
Seine Personalentscheidungen und vor allem, wie er sie durchsetzt zeigen die Gefuehllosigkeit, die er seinen Feinden vorwirft.
Erstaunlich !
Sein Stil ruft nach Widerspruch, es waere der Wuerde des Amtes mehr als angemessen, wenn er endlich die Konflikte intern und ohne Geschrei loeste.
Und ganz ehrlich wie waere es einmal mit etwas Theologie ?
Ich war mal ein grosser Papstfan habe jede Audienz geschaut von Joh Paul II bis Benedikt, sorry das ich das sage aber jetzt schalte ich nur noch ab, ich kann ihn nicht mehr sehen.


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 jaeger 21. Dezember 2017 
 

Dienst und Treue

Den höchsten Dienst, den die Kurie in ihrem Dienst dem Nachfolger Petri erweisen kann, ist es, ihn davor zu bewahren, von der Treue zu den unveränderlichen Geboten des Evangeliums und der Lehre der Apostel abzuweichen und damit seiner vornehmsten Aufgabe, die Kirche in Einheit und Treue zum Evangelium zu führen, gerecht zu werden. Wenn der Papst die Personen, die diesen wahrhaft Mut erfordernden Dienst erbringen, als "Krebsgeschwür" schmäht, ist dies vielsagend für das Unvermögen des Papstes, den unumgänglichen Dialog mit seinen Kritikern zu führen. Statt sich mit deren Argumenten in der Sache auseinanderzusetzen, nur beleidigende Invektiven und Unterstellungen auf persönlicher Ebene. Um einen viel missbrauchten Begriff hier anzuwenden: ein solches Verhalten ist wahrlich erbarmungsbedürftig.


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 wedlerg 21. Dezember 2017 
 

Kopfschütteln

Da lässt der Papst Denunzianten für sich arbeiten und Mitarbeiter der Kurie rauswerfen, weil ihm diese Denunzianten etwas zutragen (siehe die Glaubenskongregation) und dann kommt so eine Ansprache: ist das jetzt Kritik an seinen eigenen Leuten? Oder wieder die primitive Abwehrkritik, die wir schon 2014 erlebt haben?

Tatsache scheint jedenfalls zu sein, dass das Klima in der Kurie schlecht ist, weil der Geist, der dort eingezogen ist, keiner von Familie und Freude ist, sondern einer von Angst und politischer Überwachung.


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 huegel76 21. Dezember 2017 

Mt 7, 3


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