Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

Zweifelhafte Aussagen eines vatikanischen Flüchtlings-Experten

4. Jänner 2018 in Weltkirche, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zuständiger für Migration- und Fluchtfragen, P. Czerny behauptet: Die Sicht, wonach Migranten Staaten belasten, mögliche Terroristen seien und Leuten die Jobs wegnehmen, entspreche nicht der Wahrheit"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan will die Internationale Gemeinschaft bei den Überlegungen zu aktuellen Migrationsbewegungen noch stärker unterstützen als bisher. Das hat der Chef der Abteilung Flucht und Migration am päpstlichen Dikasterium für die ganzheitliche menschliche Entwicklung, Michael Czerny, im Interview mit Vatican News (Dienstag) erklärt. P. Czerny leitet das Büro stellvertretend für Papst Franziskus selbst, der sich bei der Einrichtung des Dikasteriums vorbehalten hatte, persönlich für die Agenden des Heiligen Stuhles in der Frage von Flucht und Migration zuständig zu sein.

Die Haltung des Heiligen Stuhles "sowohl in der globalen Flüchtlingsfrage als auch in der ganz neuen Frage der sicheren Migration" werde "von vielen Staaten hoch geschätzt", weshalb sich der Kirchenstaat künftig auch in der internationalen Politik für die betroffenen Menschen und Länder einsetzen werde, kündigte der kanadische Jesuit an. An den beiden diesjährigen großen UN-Konferenzen zum Thema werde man "groß vertreten sein".


Czerny wies auf das Novum hin, dass sich der Papst zum am 1. Jänner begangenen kirchlichen Weltfriedenstag erstmals in der 51-jährigen Geschichte der päpstlichen Friedensbotschaften dem Thema Flüchtlinge und Migranten gewidmet habe. Franziskus habe somit "ein traditionelles Format für diesen Bereich geöffnet, der eine tiefe Sorge der ganzen Welt ist." In seiner Botschaft habe der Papst die Migranten und Flüchtlinge nicht bloß als Hilfeempfänger, sondern auch als aktive Friedensbauer und Handwerker des Friedens bezeichnet.

Bei den Fragen Migration und Flucht suchten viele Nationen nach Leadership und schauten dabei auf den Heiligen Stuhl, so die Darstellung Czernys. Der Vatikan habe einen Aktionsplan in 20 Punkten entwickelt und zur Vorbereitung der Konferenzen bereits an die Vereinten Nationen geschickt. Zentral gehe es dabei darum, dass das Thema "zwar ein globales Phänomen, aber in Wirklichkeit eine Vielzahl von besonderen Situationen, die nicht auf der globalen Ebene behandelt werden können" sei. Könne man Flucht-, Durchreise- und Ankunftsländer zur Zusammenarbeit bewegen, "dann wären wir einer Besserung der Situation schon näher", so der vatikanische Migrationsexperte. Bessere Abkommen für die betroffenen Menschen und Nationen könnten die Politik und Praxis verbessern.

Klar distanzierte sich der kirchliche Fachmann von Polemiken und Streitigkeiten. Die Sicht, wonach Migranten Staaten belasten, mögliche Terroristen seien und Leuten die Jobs wegnehmen, entspreche nicht der Wahrheit. Czerny: "Ein solches Bild wird benutzt und weitergegeben für kurzfristige politische Zwecke. Viele Leute, die ruhig nachdenken, werden realisieren, dass ihre Vorfahren genau das waren: Menschen, die vor nicht zu bewältigenden Situationen flüchteten und dann an anderen Orten neue Chancen fanden." Der Vatikan ziele darauf ab, "ruhig und gelassen die positiven Erfahrungen vorzutragen", von denen es "Abertausende" gebe. Wie sich dabei zeige, könne man "mit weniger Investment und mehr gutem Willen viel weiter kommen als mit der Vorstellung, man könne sich von dem Problem loskaufen".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Die große Täuschung
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz