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Russisch-orthodoxer Patriarch: Putin verhinderte Genozid an Christen

9. Jänner 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Patriarch Kyrill vertritt: Russische Intervention in Syrien habe „Genozid” unter Christen verhindert - Russische Kirche will weiterhin den Wiederaufbau in Syrien unterstützen


Moskau (kath.net/Fides) Russlands militärische Intervention im Syrien-Konflikt habe einen „Genozid“ an Christen im Land verhindert und nun werde die russisch-orthodoxe Kirche die Aufgabe übernehmen, den Wiederaufbau von Kirchen, aber auch von Moscheen und historischen Denkmälern zu unterstützen. Dies betonte der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill von Moskau in seinem traditionellen Fernsehinterview zu Weihnachten, die der TV-Sender Rossija am gestrigen Sonntag, den 7. Januar, ausstrahlte. Mit Bezug auf die Lage christlicher Gemeinden im Nahen Osten erinnerte der Primas der russisch-orthodoxen Kirche auch persönliche Erfahrungen, wenn es darum geht den Ansatz Russlands im Umgang mit den Ereignissen im Nahen Ostens in den vergangenen Jahren zu erklären. „Im Jahr 2013“, so der Patriarch, „kamen die Oberhäupter der orthodoxen Kirchen nach Moskau, um den 1025. Jahrestag der Taufe der Rus zu feiern, und bei dem Treffen mit Wladimir Putin baten sie vor allem darum, dass die Russland für den Schutz der Christen im Nahen Osten eintreten sollte. Ich freue mich“, fügte Kyrill hinzu, „dass dies geschehen ist, und dank Russlands Intervention Genozid an Christen verhindert werden konnte“.


Das Oberhaupt der russischen versprach humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Nahen Osten und finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbau von „Kultstätten, Klöstern, Denkmälern, einschließlich der muslimischen Denkmäler und historischen Monumente“. Kyrill zog auch eine Parallele zwischen den jüngsten Ereignissen in Syrien und der Entwicklung im Irak nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein und deren Auswirkungen auf die Lage der christlichen Gemeinschaften vor Ort. „Bereits 2014 war klar, dass die in Syrien begonnenen Konflikte von extremistischen Gruppen geschürt wurden, die, sobald sie an die Macht kommen sollten, die christliche Präsenz in diesem Land beseitigt würden“, so der Patriarch. Deshalb haben Christen Assad und seine Regierung aktiv unterstützt und „zogen dabei in Betracht, dass mit ihm im Land ein gewisses Gleichgewicht der Macht herrschte und, was besonders wichtig war, dass sich die Menschen so sicher fühlten“.

Im Gegensatz dazu habe es nach den jüngsten Entwicklungen im Irak einen drastischen Rückgang der einheimischen Christen gegeben, deren Gemeinden seit der Zeit der Apostel in diesen Gebieten verwurzelt sind. „Während des Regimes von Saddam Hussein“, betont Patriarch Kyrill, „besuchte ich den Irak, einschließlich des nördlichen Teils des Irak, ich war in Mossul, ich besuchte die alten christlichen Klöster: Ich sah die Hingabe der Menschen dort und ihre Freude darüber, dass die christlichen Kirchen in einer muslimischen Umgebung in Sicherheit existieren konnten. Heute ist praktisch nichts mehr davon übrig: die Klöster wurden zerstört, die Tempel wurden in die Luft gesprengt. Und genau das hätte auch in Syrien passieren können“.


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