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Säkularinstitut öffnet sich probeweise auch für Verheiratete

29. Jänner 2018 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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Experiment der "Frohbotinnen von Batschuns" zunächst auf zwei Jahre angelegt - Leiterin Knünz: "Wichtig ist unsere Botschaft. Wir müssen sie nicht nur als zölibatär lebende Frauen weitergeben"


Salzburg-Feldkirche (kath.net/KAP) Das Säkularinstitut "Die Frohbotinnen von Batschuns" wagt ein Experiment: Auch Männer und Verheiratete sollen künftig ihrer Gemeinschaft beitreten können. Bisher nahm die 1947 gegründete Gemeinschaft nur ledige Frauen auf, wie mehrere österreichische Kirchenzeitungen in ihren aktuellen Ausgaben berichten. "Wichtig ist unsere Botschaft. Wir müssen sie nicht nur als zölibatär lebende Frauen weitergeben", sagte "Frohbotinnen"-Leiterin Brigitte Knünz im Gespräch mit der Salzburger Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen. Eine erste Veranstaltung für Interessenten findet am Ostermontag (2. April) statt.

Das Projekt startet zunächst als Versuch, "weil wir für das, was wir planen, keine Vorbilder haben. Wir probieren diesen Weg für zwei Jahre aus und reflektieren dann, ob und was in unserer Regel geändert werden soll", schilderte Knünz, die als gewählte Leiterin dem Werk vorsteht. Konkret bedeutet das, dass die Gemeinschaft neben den bisher rein weiblichen Interessenten nun auch Männer und Frauen in den verschiedenen Lebensformen offensteht. Zudem wird auf die bisherige Eingrenzung verzichtet, wonach ein Eintritt nur zwischen 20 und 40 Jahren möglich ist.


"Bei unserem Experiment geht es darum, wie unsere Botschaft weitergegeben werden kann: Auf verschiedene Art bedürftige Menschen von nebenan sollen spüren, dass Gott diese Welt und seine Geschöpfe liebt", sagte Knünz. Anstoß für das Ausprobieren eines neuen Weges ist auch, dass die Gemeinschaft mit ihren 52 Mitgliedern zwar einen Freundeskreis, aber seit 15 Jahren keinen nachhaltigen Neuzugang hat. "Wir haben daraufhin unsere Möglichkeiten ausgelotet. Am Ende stand der einstimmige Beschluss für unseren Versuch", erläuterte die Leiterin der "Frohbotinnen von Batschuns".

Säkularinstitute sind in der katholischen Kirche neben Ordensgemeinschaften die zweite Form der sogenannten "Institute des geweihten Lebens". In beiden sind die evangelischen Räte Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit Teil der Gemeinschaftsregel. Anders als Ordensgemeinschaften leben die Mitglieder von Säkularinstituten ihre Weihe und Sendung "mitten in der Welt", ohne Klausur und Ordenskleid, wobei sich dieser Unterschied mittlerweile vielfach verwischt hat.

"Unser Apostolat besteht im Präsentsein in allen gesellschaftlichen Strukturen, im Begleiten der Menschen", heißt es auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Säkularinstitute. Die Mitglieder der Weltinstitute verdienen ihren Lebensunterhalt und leben allein, in ihrer Familie oder in einer Wohngemeinschaft des Instituts. Allerdings haben sie ihre täglichen Gebetszeiten und leben in bewusster Regelmäßigkeit aus den Sakramenten.

Der österreichischen Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute gehören neben dem "Werk der Frohbotschaft Batschuns" acht weitere Gemeinschaften an, darunter die Schönstätter Marienschwestern oder die Frauengemeinschaft "Ancillae Christi Regis".

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 mphc 30. Jänner 2018 

Die "Frohbotinnnen" sind meines

Erachtens überaltert, deshalb müssen sie schauen, wie sie Nachwuchs bekommen.


2
 
 mirjamvonabelin 29. Jänner 2018 
 

Ich verstehe nicht ganz

was die "Frohbotinnen" wollen.
So eine Gemeinschaft gibt es doch schon: Legion Mariens. Das ist die, die ich kenne, es gibt sicher noch andere.


4
 

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