31 Januar 2018, 12:02
Der Wortgottesdienst
 
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Franziskus: das Wort Gottes hören – der Tisch des Wortes, um unser spirituelles Leben zu beleben. Vom Ohr zum Herz zu den guten Werken. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Vielfältig und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; am Ende dieser Tage hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben von allem eingesetzt, durch den er auch die Welt erschaffen hat“ (Hebr 1,1-2).

Papst Franziskus setzte bei der heutigen Generalaudienz seine Katechesenreihe über die heilige Messe fort. Die achte Katechese stand unter dem Thema: „Der Wortgottesdienst“.

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Die Lesungen, die in der Eucharistiefeier vorgetragen werden, „sind inspirierte Texte, in denen Gott selbst zu seinem Volk spricht“, so Franiskus. Denn der Geist Gottes habe die Autoren der Heiligen Schrift inspiriert und lasse das Wort Gottes in uns wirksam sein.

Auch Jesus selbst messe der Heiligen Schrift eine ganz besondere Bedeutung zu: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt 4,4). So sei das Wort Gottes Nahrung, Speise für unser geistliches Leben, denn es eröffne uns immer wieder neu das Geheimnis Christi.

Von daher werde auch verständlich, warum die Texte der Heiligen Schrift nicht verändert oder durch andere Texte ersetzt werden könnten. Der Psalmist sage: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade“ (Ps 119,105).

Das Sprechen Gottes zu uns „gibt uns Orientierung und Kraft, den Mühen und Herausforderungen unserer irdischen Pilgerschaft zu begegnen und unser Ziel, das er selbst ist, nie aus den Augen zu verlieren“.

„Wie könnten wir unserem Pilgerweg auf Erden entgegentreten, mit seinen Mühen und Prüfungen, ohne regelmäßig vom Wort Gottes genährt und erleuchtet zu werden, das in der Liturgie erklingt?“, so der Papst abschließend. Gewiss reiche es nicht, mit den Ohren zu hören, ohne im Herz den Samen des göttlichen Wortes aufzunehmen.

Das Wort Gottes „legt einen Weg in uns zurück. Wir hören es mit den Ohren, es geht durch das Herz, es bleibt nicht in den Ohren, es muss durch das Herz gehen und vom Herz kommt es zu den Händen, zu den guten Werken. Das ist der Weg, den das Wort Gottes nimmt: von den Ohren zum Herzu zu den Händen. Wir wollen diese Dinge lernen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache. In den biblischen Texten spricht Gott selbst zu uns. Nehmen wir sein Wort bereitwillig auf, damit der Same, den der Herr in unser Herz einsenkt, wächst und reiche Frucht bringt. Gott segne euch alle.



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