Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  10. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Begegnung mit dem Licht

9. Februar 2018 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kürzlich las ich: „Beten heißt: Ich halte meine Seele in die Sonne.“ Das zu versuchen, lädt uns je der Sonntag ein. Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/pbf) Viele von uns sind in ihrer Stimmung sehr vom Wetter abhängig. Dunkle Tage, wie im Januar häufig, bringen Verstimmung, nagen an der Seele, machen depressiv. Helles und sonniges Wetter dagegen kann auch den Alltag zum Strahlen bringen.

Sonnenlicht ist mehr als die Ursache biologischen Lebens. Die Sonne ist Symbol für das Leben überhaupt. Wir sagen manchmal: „Es ist mir ein Licht aufgegangen“, wenn uns etwas klar wurde und Durchblick geschenkt, ein Problem bewältigt wurde.

Licht in einem umfassenden Sinn ist offensichtlich ein Geschenk, das nicht als selbstverständlich angesehen werden darf. Wir Menschen selbst sind keine Sonnen, wir werfen eher Schatten. Und nicht wenige leben wie in der Kälte der Nacht, aussichtslos. Ihre Hände suchen nach Halt und finden ihn nicht. Der Morgen beginnt bei ihnen nicht mit dem Sonnenaufgang, sondern mit einer immer neuen Sonnenverfinsterung.


Wir alle sehnen uns nach Sonne als Heilmittel gegen Dunkelheit und Kälte. Ist nicht das Bild Dantes aus der „Göttlichen Komödie“ zutreffend, wenn er als Vision der Hölle schildert, wie die Menschen eingefroren bis zu den Hüften in einem Sumpf aus Eis stecken und die Flut der Tränen auf ihren Gesichtern zu einer gläsernen Maske erstarrt ist?

Diesen Menschen der Nacht, sagt das Evangelium, ist Christus erschienen als Licht, das im Dunkel leuchtet. „Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein helles Licht auf.“ Dieses Weihnachtswort des Propheten Jesaja (Kapitel 9, Vers 1) ist erfüllt seit der „Nacht“ von Bethlehem.

Es ist kein Wunder, wenn das Sonnenlicht in den meisten Religionen auch zum Symbol für das Göttliche wurde, wenn man es sogar als Gottheit selbst verehrte wie im alten Ägypten und frühen Persien.

Als Christen glauben wir, dass Gott uns in seinem menschgewordenen Sohn das heilbringende Licht bereitet hat. Der greise Simeon sagte, als er im Tempel zu Jerusalem Jesus begegnete: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet…“ (Lukas Kapitel 2, Verse 30-32). Später nahm Jesus das Wort vom Licht auf und sagte von sich, er sei das Licht der Welt. Und so war es: Menschen bekamen seine Nähe wie heilbringende Strahlen zu spüren. Menschen in seiner Nachfolge übermitteln bis auf den heutigen Tag Wärme hinein in eine Welt, in der Gleichgültigkeit und Einsamkeit zunehmen.

Kürzlich las ich: „Beten heißt: Ich halte meine Seele in die Sonne.“ Das zu versuchen, lädt uns je der Sonntag ein. Darum ist dieser erste Tag der Woche als Tag der Auferstehung so wichtig, darum dürfen wir ihn nicht noch mehr zum dümmlichen „Wochenende“ verkommen lassen. Er führt uns nämlich hin zur Sonne eines Tages, der keinen Abend kennt. So wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für den kommenden Sonntag das frohmachende Licht des auferstandenen Christus.

Interview mit Bischof Algermissen / Fulda am Rand der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Über das Dämonische
  2. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  3. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  4. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  5. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  6. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  7. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  8. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  9. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  10. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  3. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  4. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  5. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  8. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  11. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  12. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  13. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  14. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz