Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  11. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  12. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  13. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  14. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“
  15. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar

Papst würdigt Einsatz von Sant'Egidio für Arme und Frieden

11. März 2018 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus stattete der katholischen Gemeinschaft mit Sitz in Trastevere einen Besuch aus Anlass ihres 50-Jahr-Jubiläums ab


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat am Sonntag die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio in Rom besucht. Die vor 50 Jahren von dem Historiker Andrea Riccardi gegründete Vereinigung setzt sich international für Arme, Friedensarbeit und Ökumene ein. An der Begegnung an ihrem geistlichen Zentrum in der Basilika Santa Maria di Trastevere nahmen neben Repräsentanten der Gemeinschaft aus zahlreichen Ländern auch Obdachlose und Flüchtlinge teil, die über von Sant'Egidio initiierte sogenannte humanitäre Korridore nach Italien einreisen durften.

Franziskus warb bei dem Anlass für eine "Globalisierung der Solidarität". Ungeachtet einer engeren wirtschaftlichen und medialen Vernetzung seien weltweit neue Mauern entstanden, vor allem gegen die Armen. Mit Blick auf aktuelle Kriege und die syrischen Flüchtlinge fragte der Papst, wie man "nach den Tragödien des 20. Jahrhunderts erneut in dieselbe absurde Logik zurückfallen" könne. Vor der Angst gegenüber dem Fremden, Anderen und Armen seien auch Christen nicht gefeit, beklagte er.


Die Zukunft der Erde liege im Zusammenleben, erklärte Franziskus. Nötig seien dafür Dialog und Begegnung. Über politisches Handeln hinaus bedürfe es eines "barmherzigen Blicks" jedes einzelnen. "Sagt nie: 'Was habe ich damit zu tun?' Ein barmherziger Blick verpflichtet uns zum kreativen Wagemut der Liebe", sagte der Papst. Die katholische Kirche müsse als "Zeichen der Einheit des Menschengeschlechts" Völker und Kulturen verbinden.

Der Gründer der Gemeinschaft, Riccardi, sprach von einem gegenwärtigen "Zeitalter der Wut". Die Aggression richte sich gegen Andersartige und sozial Schwache. Eine von Angst und Opferdenken bestimmte Logik des Eigennutzes äußere sich in einem individuellen wie nationalen Egoismus und Abschottungspolitik. Dagegen gelte es die "Bürden" von Misstrauen, Fundamentalismus und Hass abzulegen. Ein Zusammenleben für eine brüderliche Welt sei eine "machbare Revolution", so Riccardi.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio ging aus einer Initiative des damals 18-jährigen Schülers Andrea Riccardi und einiger Freunde hervor, die sich 1968 in Rom zu sozialem Engagement und Gebet zusammenschlossen. 1973 fand die Gruppe ihren Ort in der ehemaligen Klosterkirche Sant'Egidio in Trastevere. 1981 übertrug Johannes Paul II. (1978-2003) der Gemeinschaft die Basilika Santa Maria in Trastevere. Heute zählt Sant'Egidio nach Eigenangaben mehr als 60.000 Anhänger weltweit.

Bekannt wurde die Gemeinschaft unter anderem durch ein Aids-Programm in afrikanischen Ländern, interreligiöse Friedenstreffen und den Einsatz gegen die Todesstrafe. Größter diplomatischer Erfolg von Sant'Egidio war die Vermittlung eines Friedensabkommens in Mosambik 1992. Vor dem Hintergrund des Syrienkriegs machte sich die Gemeinschaft für humanitäre Korridore stark, die Flüchtlingen eine legale Einreise nach Europa ermöglichen. Riccardi wurde 2009 für sein Friedens- und Sozialengagement mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.

Papst Franziskus besucht die Gemeinschaft Sant´Egidio 11.3.2018


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  9. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  10. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  11. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  12. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch
  13. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  14. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  15. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz