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Leiter von Papst-Wissenschaftsakademie würdigt Agnostiker Hawking

18. März 2018 in Aktuelles, 30 Lesermeinungen
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Verstorbener Astrophysiker sei "davon beseelt gewesen, dass etwas Unerklärbares hinter dem Entstehen der Welt steht".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Der Präsident der Päpstlichen Akademie für Wissenschaften, Joachim von Braun, hat den verstorbenen britischen Astrophysiker Stephen Hawking als herausragenden Forscher und "große Bereicherung" der Akademie gewürdigt. Hawking, der seit 1986 der päpstlichen Akademie angehörte, habe mit seinen Einsichten zu den sogenannten Schwarzen Löchern eine "riesige Horizonterweiterung in der Astrophysik und Kosmologie" bewirkt. Auch wenn er sich stets als Agnostiker bezeichnet habe, sei Hawking "davon beseelt gewesen, dass etwas Unerklärbares hinter dem Entstehen der Welt steht", sagte von Braun der Nachrichtenagentur "Kathpress" im Vatikan.

Den Prozess der Entstehung der Welt habe Hawking stark eingeengt, aber nicht ganz klären können, so von Braun. Dass das Weltall keinen Schöpfer brauche, wie Hawking zitiert wird, bleibe eine "Hypothese". Die Akademie habe sich der Suche nach wissenschaftlichen Wahrheiten verschrieben; "dazu gehört es zwar, Hypothesen zu formulieren, aber solange sie nicht bestätigt werden, bleiben es Hypothesen", so der deutsche Agrarwissenschaftler von Braun, der von Papst Franziskus vergangenen Juni zum Präsidenten der Akademie berufen wurde.

Auch religiöse Akademiemitglieder hätten Hawking als große Bereicherung im wissenschaftlichen Diskurs über Ursprünge des Kosmos erfahren. "Aber die Frage 'Wo gehen wir hin?' hat die Akademie nicht mit ihm diskutiert. Das wäre wohl fruchtlos gewesen", sagte von Braun. Forscher, die nicht an Gott glaubten, hätten auch einen Platz in der Akademie, denn die Päpste beriefen seit langem "beste Wissenschaftler in die Akademie, unabhängig von religiösem Bekenntnis, Nationalität oder Geschlecht". Insofern sei Hawking "keine Ausnahme gewesen, sondern ein Akademiemitglied, auf das wir sehr stolz sind", sagte von Braun.

Mit Blick auf die Lähmung Hawkings sagte von Braun, das Kollegium der Akademie habe "von ihm gelernt, dass der Umgang mit Behinderung und körperlicher Einschränkung einer Brillanz im Denken und Weiterentwickeln von Wissenschaft nicht im Wege stehen muss". Dies sei zugleich "eine großartige Botschaft an die rund 800 Millionen behinderten Menschen auf der Welt", für die Hawking ein Vorbild sein könne.

Zuvor hatte die Päpstliche Akademie den in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch verstorbenen Wissenschaftler bereits auf Twitter gewürdigt. "Wir sind zutiefst traurig über den Tod des bemerkenswerten Wissenschaftlers Stephen Hawking, der unserer Akademie so treu war", heißt es in einem Tweet der Akademie. "Vier Päpsten hat er versichert, dass er die Beziehung zwischen Glauben und wissenschaftlichem Verstand voranbringen will."

Hawking war 1986 von Johannes Paul II. (1978-2005) in die Wissenschaftsakademie berufen worden und nahm bei verschiedenen Gelegenheiten an deren Tagungen teil, zuletzt im Herbst 2016.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Federico R. 21. März 2018 
 

@Msgr. Franz Schlegl - In einem Ihrer Postings hier haben Sie erwähnt, den verstorbenen Hawking in Ihre hl. Messfeier mit eingeschlossen zu haben. Ich gehe davon aus, dass das im Rahmen der Fürbitten und nicht im Hochgebet geschehen ist. Da stellt sich mir nämlich die grundsätzliche Frage, ob für einen verstorbenen Nichtkatholiken oder gar Atheisten überhaupt eine Messe gelesen werden kann. Logischerweise ist das eigentlich nicht möglich, wie es ja auch grundsätzlich nicht möglich ist, in solchen Fällen die hl. Eucharistie zu empfangen. Oder gibt es auch bei Messintentionen irgendwelche Ausnahmefälle? Würde mich interessieren.
(Verehrter Msgr. Schlegl, noch eine ganz private Frage außerhalb des Themas „Hawking“: Sagt Ihnen der Name Franz Gruber etwas? Er war österr. Militär-GV, stammte aus der Buckligen Welt, gehörte dem Wiener Stadt-/Domklerus an und verstarb 2009 in Kirchschlag. Vielleicht hatten Sie ihn gekannt. Er war befreundet mit der Familie meiner Frau.)


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 Federico R. 20. März 2018 
 

Schwarze Löcher – lichte Höhen – Teil 5

Heute Abend (20. 3.) bei ARD Phönix den Dokumentarfilm „Hawking“ gesehen. Erschütternd, bedrückend. Hawking – ein Genie? Vielleicht. Er wusste sich gut in Szene zu setzen. „A Brief History Times“, 10 Mio. verk. Exemplare. War sein Wissen größer als das des Gottessohnes Jesus Christus? Was wusste er wirklich über die Entstehung des Universums? Wusste er mehr als Gott selbst? Oder wusste er letztlich - nichts?

„Es darf keine Grenzen des menschlichen Strebens geben“ (Zitat Hawking). Wie war das gleich mit dem Sündenfall nach dem Verbot, vom Baum der (letzten?) Erkenntnis zu essen? Ersetzt man das Wort „Streben“ durch „Sterben“, werden Grenzen gesetzt.

„Schwarze Löcher“ bringen der Menschheit nichts, das fleischgewordene Wort jedoch alles: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Bei Hawking war’s lediglich der Big-Bang.

Jesus IST der Ewige Hohepriester der Menschheit. Hawking WAR Priester einer vom Glauben abgefallenen Gesellschaft, mehr nicht.


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 bernhard_k 20. März 2018 
 

Es gibt keinen Widerspruch zw. Wissenschaft und Glaube

Es handelt sich hierbei um unterschiedliche, aber harmonierende Erkenntnisebenen.

Wenn sich (Natur-)Wissenschaftler an ihre Forschungsmethoden halten, widersprechen sie dem Glauben nicht. Wenn sie (jedoch) dem Glauben widersprechen, haben sie sich nicht mehr an ihre Methoden gehalten.


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 myschkin 19. März 2018 
 

Seine Verblüffung

wird groß gewesen sein, als diesen Atheisten nach dem Ende seiner irdischen Leiden die Engel und die Heiligen vor Jesus Christus geführt haben.

Sein beharrliches wissenschaftliches Tun machte ihn zu einem Menschen, der sein Talent nicht verschleuderte. Sein Umgang mit der Krankheit machte ihn zu einem Heroen.

Es kann ihm nicht vorgeworfen werden, dass religionsentfremdete Menschen ihn vergötzten. Die Extrembereiche der Astrophysik, denen er seine Aufmerksamkeit widmete, erklärte er durch bislang oft unbewiesen gebliebene Hypothesen. Für sie fand er außerhalb der Wissenschaft Gläubige, die daraus für sich eine private Ersatzreligion zimmerten. Die mögen nun in sich gehen, um ihrer Verwirrtheit innezuwerden. Als Christ bete ich nun in hohem Respekt für seine außergewöhnliche Lebensleistung für seine arme Seele.


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 Fatima 1713 19. März 2018 
 

Gott als Nachbar

Stimmt, Gott ist kein Nachbar, der mal vorbei schaut, Er ist vielmehr immer bei uns, ist uns näher als wir uns selbst es sind. Er wohnt in unserem Herzen, wenn wir es zulassen. Die christliche Offenbarung ist klar und eindeutig: Gott ist für uns vom Himmel herab gestiegen, d.h. Er, der Unendliche, für den es keine Zeit und keinen Raum gibt, hat sich zu unserem Heil in genau diese Dimensionen hinein begeben. Er hat Fleisch angenommen, ist Mensch geworden wie wir (ausgenommen die Sünde), hat gelitten, ist gekreuzigt und begraben worden und am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten. Damit hat Er uns das Tor zum Himmel geöffnet. Ein kleiner "Plausch" ist das wirklich nicht.
Was Stephen Hawking betrifft, möchte ich dazu aufrufen, nicht über seinen Seelenzustand, seine Beweggründe und schon gar nicht über sein jetziges Schicksal zu spekulieren. Das steht uns wirklich nicht zu. Vertrauen wir ihn in unserem Gebet der Barmherzigkeit Gottes an, auf die wir alle angewiesen sind!


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 Federico R. 19. März 2018 
 

@Antonius Bacci – Ja, Gott ist größer, ...

... als wir es uns vorstellen können, und somit sind auch unser Wissen und unsere Erkenntnisfähigkeit begrenzt. - Und weil das so ist, sollte man stets mit Ehrfurcht und Respekt auf dem Weg zu noch größerer Erkenntnis voranschreiten. (Darin kann das Genie Einstein ein Vorbild sein.)
War es eigentlich Hawkings Beweggrund, als bekennender Atheist Gottes Nichtexistenz nachzuweisen? Oder war er vielleicht doch auf der Suche nach Gott? Nicht selten, das ist bekannt, führt das angestrebte Ziel sogar zum erwünschten Ergebnis.
Wenn sich Gott auch im leidenden Menschen offenbart – das gehört mit zum christlichen Gottesbild -, dann hatte Hawking überraschend viel Zeit gehabt, Gott zu erfahren. Aber, soweit mir bekannt, ist der Astrophysiker primär von der Nichtexistenz ausgegangen. Und wenn es Gott doch geben sollte, so sei das erst im Urknall passiert, so einer seiner Gedankengänge. Ein Schöpfer, der sich quasi selbst erschaffen hat? Eine etwas paradoxe Vorstellung. Und wem soll das helfen?


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 Fink 19. März 2018 
 

@ Antonius Bacci -Ja, ja, das unbeschreibliche "Göttliche",

der bedingungslose liebende Gott, der unendlich barmherzige Gott, die Hölle ist leer, und so. Klingt richtig kuschlig. Und wissen tun wir sowieso nichts.
Allerdings hat Jesus uns einen anderen Gott verkündet! Einfach mal dem Evangelium glauben! Wie wär´s?


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 Senfkorn7 19. März 2018 
 

aufgrund von Indizien ist so manche

physikalische Theorie nachweisbar.

Warum übersehen manche gerne die Indizien und sogar Beweise für die Existenz Gottes.

Die sind tatsächlich so zahlreich und nicht natürlich erklärbar, das jeder, der sich damit beschäftigen würde gläubig werden würde.


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 Antonius Bacci 19. März 2018 
 

Unser Wissen und unsere Erkenntnisfähigkeit...

... ist notwendigerweise begrenzt, das gilt für Naturwissenschaftler, das gilt aber auch für Theologen. Wie die "andere", intelligible Welt Gottes ist, weiß im Letzten niemand von uns. Gott ist kein "Nachbar" des Menschen, der mal vorbeischaut für einen kleinen Plausch. Ein reifes Gottesbild weiß um den prinzipiellen Abstand von Schöpfer und Geschöpf, es weiß auch um die Verborgenheit Gottes. Eine direkte Gotteserfahrung dürfte für den allergrößten Teil der Menschheit unmöglich sein, da Gott jenseits von Raum und Zeit existiert. Auch die christliche Offenbarung übermittelt kein in sich geschlossenes Gottesbild, das alle Fragen beantwortet, sondern verschiedene Gottesbilder verschiedener Epochen, die Gemeinsames und Unterscheidendes aufweisen. Wenn wir uns die Defizienz des eigenen "Wissens" um die Welt des Göttlichen vor Augen halten, werden wir auch Stephen Hawking anders, vorsichtiger und differenzierender sehen. Und auch barmherziger...


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 Antonius Bacci 19. März 2018 
 

Gott ist größer...

... als wir es uns vorstellen können. Von daher sollten wir uns Gott nicht wie einen etwas kleingeistigen Verwaltungsbeamten vorstellen, der nach Paragraphen über das Leben eines Menschen urteilt. Gott ist der ganz Andere, die Unähnlichkeit jeder Aussage über Gott ist größer als die Ähnlichkeit. Wie Gott Stephen Hawking beurteilt, das weiß keiner von uns, Gottes Gedanken sind nicht die unsrigen. Ein wichtiges, vom göttlichen Schöpfer in seine Geschöpfe hineingelegtes Prinzip ist das Streben nach Erkenntnis von Zusammenhängen. Und darum hat Stephen Hawking sich wirklich bemüht, trotz eines immensen gesundheitlichen Handicaps. Gott schaut auf das ganze Leben des Menschen, und er tut dies mit Liebe und Barmherzigkeit. Wir sollten mit impliziten Verurteilungen sehr vorsichtig sein...


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 Diasporakatholik 19. März 2018 
 

Hawking war zeitlebens kein Agnostiker sondern Atheist (=Gottesleugner)

Insofern hat Federico R. recht, wenn er ihn entsprechend zitiert u.a. mit seiner materialistischen Sicht des Gehirns als natürlichem Computer.

Was mich nur wundert ist, dass ihn nicht neuere wissenschaftliche Erkenntnisse in seiner geistigen Hybris erschüttern konnten:

Z.B. die auch objektiv belegten Erlebnisse unzähliger Menschen mit einer sog. Nahtoderfahrung, die ja offensichtlich gegen das Gehirn als einem natürlichen Biocomputer und für die nachtodliche Weiterexistenz eines menschlichen Bewusstseins – sprich: einer Seele - sprechen.

Sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" habe ich seinerzeit selbst gelesen und dann enttäuscht weggelegt - eines der neuesten Hefte von GEOkompakt (Nr.29) mit dem Titel "Der Urknall ...und wie die Welt entstand" stellt das kosmische Geschehen m.E. viel anschaulicher als Hawking dar und kommt dabei noch ohne atheistische Polemik aus.


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 Rolando 19. März 2018 
 

Descartes

Es wäre besser, an die Realität Gottes zu glauben, die erfahrbar ist, als an die Realität der schwarzen Löcher, die nicht erfahrbar sind. Es nimmt kein schwarzes Loch die menschliche Schuld weg und schenkt ewiges Leben, wohl aber Gott. Wenn Sie an schwarze Löcher glauben, warum nicht an Gott?


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 Tonika 19. März 2018 
 

@Federico R.

Bei allem Mitgefühl für Hawkings,er hat viele Menschen zum Atheismus verführt. Ich habe einmal eine Dokumentation über das Universum mit Hawkings gesehen, wo er gegen Gott gehetzt hatte, seine Worte klangen derart dämonisch. Niemand kann Menschen, die Gott ablehnen durch die Hintertür an Jesus und ihrem freien Willen vorbei, in den Himmel, zu Gott, bugsieren. Viele Priester u. Theologen maßen sich an, Menschen, die Gott hassen freisprechen und in den Himmel beamen zu können.Es gibt viele Menschen, die sehr viel Leid, Not erleben, verkrüppelt sind und dennoch Gott nicht ablehnen, sondern erst recht sich an Gott klammern. Stefan Hawkings hatte eine Wahl, Ja oder Nein zu Gott zu sagen. Wir können nur hoffen und beten, dass Hawkings dennoch kurz vor seinem Tod doch noch ja zu Gott und Christus sagte und mit Gott versöhnt starb. Stolz, Verhärtung des Herzens, Eitelkeit, Rebellion machen auch vor schwer kranken und leidende Menschen nicht halt. Möge Gott der Seele von Hawkings gnädig sein.


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 Federico R. 18. März 2018 
 

@Descartes

Ich bin weder "studierter" Naturwissenschaftler noch Philosoph noch Theologe. Ich schreibe hier lediglich aufgrund meines Glaubens an Gott und seine letztverbindliche Offenbarung durch und mit und in Jesus Christus. Mehr vermag ich nicht.


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 Fink 18. März 2018 
 

@ Descartes -Schwarze Löcher

Sind die "Schwarzen Löcher" im Weltall eine wissenschaftliche Hypothese ODER eine wissenschaftliche Tatsache ?
Allzuoft wird da nicht so genau unterschieden, z.B. auch in Schulbüchern...


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 Senfkorn7 18. März 2018 
 

@Decartes

Gott akzeptiert den Willen des Menschen und Hawking hat sich öffentlich geweigert an Gott zu glauben. Jesus hat auch in seiner Heimatgegend kaum geheilt, weil sie wenig Glauben hatten.

Warum gibt Menschen ohne Haarschnitt? Gibt es keine Friseure? Nein, sie gehen da nicht hin.

Ich kenne das, dass einer gläubigen Verwandten das kürzere Bein gewachsen ist, andere haben Heilung von körperlichen Leiden nach 10, 20 oder mehr Jahren erhalten.

Nein, Gott ist nicht schuld am Bösen und am Leid.

Aber ohne Leid können wir auch kein Glück schätzen und Mitleid mit Anderen erlernen. Da hat Leid sogar eine gute komponente, wenn sie die christliche Nächstenliebe fördert.

Die zu schweren Lasten kommen aber oft durch die Abwendung von Gott und die Sünden. Der Teufel holt sich seinen Preis für die Sünden.


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 Descartes 18. März 2018 
 

@Federico R. - Die Natur ist nicht moralisch.

Die Menschen organisieren sich ihr Leben in oft bewundernswerter Manier. Das haben sie auch schon getan, bevor sich Jahwe Abraham zu erkennen gab. Die Menschen mussten sich schon immer mit der Natur arrangieren, manchmal gegen sie kämpfen, manchmal sich von ihr beschenken lassen. Nur weil die Natur uns nicht direkt sagt, wie wir es machen sollen, ist sie doch nicht "eiskalt". Mit derselben Berechtigung kann man sie auch als wohlig-warm ansehen, z.B. wenn wir die Erde im Vergleich zum umgebenden wirklich kalten Vakuum betrachten.
Man kann zwar Gott so definieren, dass es derjenige ist, der die Werte auf der Erde schafft, aber interessiert das die Werte, auf die die Menschen ihre Gesellschaften aufbauen?

"gnadenloser unpersönlicher Naturgesetze (einschließlich der Evolution), also letztlich die Durchsetzung/das Recht des Stärkeren."

Bitte nicht Gottes Natur dafür anklagen, dass er sie so gemacht hat, dass das besser an eine Situation angepasste Lebewesen eher überlebt.


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 Descartes 18. März 2018 
 

@Federico R. - "Nichts ist bisher wirklich nachgewiesen"

Schwarze Löcher sind real. Es hat zwar noch niemand ein schwarzes Loch in Händen gehalten, aber dass es sie gibt, ist aufgrund sehr vieler Beobachtungen bestätigt, nicht zuletzt durch die nachgewiesenen Gravitationswellen. Sie sind so real wie es die Gravitation ist.

Ich störe mich auch an dem Ausdruck, "verbissen" habe "sich Hawking der Existenz und dem Nachweis von „Schwarzen Löchern/Schwarzer Materie“ gewidmet." Demnach würde sich ein Priester verbissen der Theologie widmen.
Es heisst auch "Dunkle Materie", nicht "Schwarze Materie", auch im Englischen. Bei der weiß man bisher auch nur aufgrund ihrer (nicht hypothetischen!) Gravitationswirkung von ihrer Existenz.

Und dass er "keinem Behinderten, Sterbenskranken, Sterbenden auch nur einen Funken Hoffnung geben" kann, können Sie ihm nicht zum Vorwurf machen, solange Gott dem Leid gegenüber tatenlos bleibt, obwohl es doch ein Leichtes für ihn sein sollte...


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 Federico R. 18. März 2018 
 

@Msgr. Schlegl - Ich richte nicht, ...

... dazu fehlt mir jegliche Kompetenz. Es sind nur Fragen – letztlich auch an mich selber. Aber die Antworten gibt doch eigentlich nur der Herr selbst, so wie er ja auch nach unserem Glauben der letzte Richter ist/sein wird. Aber wenn ich mir nicht mehr die Maßstäbe des Evangeliums zu eigen machen will – ja welche denn sonst?

Leiden nicht Philosophie und Theologie heute darunter, dass es nichts Verbindliches mehr gibt? Wäre der Triumph der menschlichen Vernunft (gegenüber einer göttlichen) bereits in dieser Welt nicht eine grenzenlose Anmaßung, eine Selbst-Apotheose des Menschen? Nach unserem Glauben gelingt das volle Erkennen der göttlichen Größe nicht in dieser Welt. Gleichwohl kann ich mich angesichts von Hawkings Schicksal einfühlen in das sicher verzweifelte Suchen nach dem Sinn seines Daseins. Er selbst hatte ja für das allgemeine „Sterben auf Wunsch“ plädiert, aber es bei sich nicht angewandt. – Msgr. Schlegl, Vergelts Gott für Ihr Messgedenken für Hawking und für mich.


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 Fink 18. März 2018 
 

Kann ein Mensch, die bewußt im Unglauben bleibt, das ewige Heil erlangen?

Ich meine NEIN. Klingt hart, aber ist so.
Freilich gilt immer die Einschränkung: Wir wissen von keinem (scheinbar ungläubig) Verstorbenen, ob er in der "Sterbestunde" sich nicht doch noch bekehrt hat (und Jesus Christus als Heiland und Erlöser bekannt und angerufen hat).
Es wäre ja noch schöner, wenn Menschen, die gar nicht in den Himmel kommen WOLLEN, sozusagen gegen ihren Willen dorthin gelangen...


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 Xaverflo 18. März 2018 
 

@Schlegl: Der Satz den Sie aus Hawkings Buch zitieren ist interessant. Es ist nur so dass man als Christ die Grundlage und das Ergebnis dieser Theorie schon kennt. Ich bin seit 25 Jahren Physiker, ich habe viele Kollegen die mit den Problemen des Alterns zurecht kommen müssen und sich mit Dingen beschäftigen die weit weit von solchen "grossen" Themen entfernt sind. Irgendwie vergleiche ich Hawking auch mit Ludwig Boltzmann, dessen Problem erstrangig der Verfall seiner intellektuellen Fähigkeiten war.


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 Fatima 1713 18. März 2018 
 

Triumph des Geistes

Vorweg: Ich bete für Stephen Hawking, Gott möge sich seiner erbarmen. Wir alle sind in unserer letzten Stunde auf Sein Erbarmen angewiesen!
Davon unabhängig, ganz grundsätzlich:
Der Triumph des (menschlichen) Geistes über den Körper ist zwar bewundernswert, aber für mich trotzdem noch nicht automatisch ein rein positiver Wert. Der menschliche Geist hat seine Fähigkeiten von Gott und kann sie entweder in seinem eigenen Interesse oder im Bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen, einsetzen. In jedem Fall kann er nur so lange triumphieren, so lange es Gottes Willen entspricht, und auch wenn er einmal nicht mehr triumphiert (Demenz, Alzheimer etc.), ist dieser Mensch immer noch ein bewundernswertes Geschöpf Gottes.
Für mich zählt mehr der Triumph des Herzens:"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!" Möge die Muttergottes auch in Stephen Hawkings Herz triumphieren! Deshalb war mein erstes Gebet für ihn (so wie bei allen "prominenten" Verstorbenen) auch ein Ave Maria.


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 SCHLEGL 18. März 2018 
 

@Federico R.

Ich muss Ihnen sagen,dass mich ihr Text am Passionssonntag erschüttert hat! Prof. Hawking steht vor dem Gericht Gottes,nicht vor Ihrem!
Manche seiner Reaktionen sind wohl nur verständlich aus dem "Eingesperrtsein" in einem Körper,der dem Geist nicht mehr gehorcht,total abhängig von Menschen und Technik.
Ich zitiere Ihnen den letzten Satz aus seinem Buch: "Eine kurze Geschichte der Zeit": Zunächst beklagt er den Niedergang der Philosophie der Neuzeit bis Kant.Dann folgt:"Wenn wir eine vollständige Theorie entdecken,dürfte sie nach einer gewissen Zeit in ihren Grundzügen für jedermann verständlich sein,nicht nur für eine handvoll Spezialisten.Dann werden wir uns alle- Philosophen, Naturwissenschaftler und Laien-mit der Frage auseinandersetzen können,warum es uns und das Universum gibt.Wenn wir die Antwort auf diese Frage fänden,wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft- denn dann würden wir Gottes Plan kennen."
Meine heutige Messe war für Hawking,die morgige ist für Sie!


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 Federico R. 18. März 2018 
 

Schwarze Löcher – lichte Höhen - Teil 4

„Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“: Angelus am fünften Fastensonntag.

Seit 1963 litt Hawking an ALS, einer meist schon nach wenigen Jahren zum Tod führenden schrecklichen Erkrankung des Nerven-Muskel-Systems. Gott, an den wir glauben und von dem wir sagen, dass er barmherzig und gerecht ist, hatte ihm eine jahrzehntelange Chance gegeben. Vielleicht noch eine allerletzte an den Astrophysiker und leidenden Menschen Stephen Hawking gerichtete Frage: Ist er als Weizenkorn gestorben und welche Frucht wird sein Tod für die Menschheit bringen?


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 Federico R. 18. März 2018 
 

Schwarze Löcher – lichte Höhen - Teil 3

Zudem, das wissen wir, zumindest hier im Forum, gäbe es ohne den Gott der Christen absolut kein begründbares universal gültiges Wertebewusstsein, keinen verbindlichen Wertekanon auf Erden, sondern nur die eiskalte Kraft letztlich gnadenloser unpersönlicher Naturgesetze (einschließlich der Evolution), also letztlich die Durchsetzung/das Recht des Stärkeren. Mord an Ungeborenen, Vernichtung lebensunwerten Lebens, Ausrottung ganzer Völker und Nationen, Kriege, Hass, Ausbeutung des Schwächeren, Unterdrückung und so fort wären damit zu legitimieren. Somit wäre auch Jesus Christus völlig umsonst den Kreuzestod gestorben, und es gäbe keine „Macht der Liebe“.
Das sind meine schlichten Gedanken zum Tod eines berühmten und weltweit bewunderten Astrophysikers – heute am Passionssonntag


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 Federico R. 18. März 2018 
 

Schwarze Löcher – lichte Höhen - Teil 2

In einem Interview mit „Guardian“ sagte Hawking 2011: „Ich betrachte mein Hirn wie einen Computer, der zu funktionieren aufhören wird, wenn es an seinen Bestandteilen fehlt. Für kaputte Computer gibt es kein Paradies und kein Leben nach dem Tod. Das ist ein Märchen für jene, die Angst vor der Dunkelheit haben“.

Offensichtlich verbissen hat sich Hawking der Existenz und dem Nachweis von „Schwarzen Löchern/Schwarzer Materie“ gewidmet. Nach wie vor sind sie dennoch bis heute rein hypothetischer Natur. Nichts ist bisher wirklich nachgewiesen, und beileibe nicht alle Astrophysiker teilen seine Meinung.

Von einer metaphysischen Suche nach „lichten Höhen“ keine Spur. Seine Forschungsergebnisse und seine Mitteilungen an die Welt sind wohl Millionen Lichtjahre von hoffnungsvollen Antworten entfernt. Bleibt in der Tat nur für Hawking die Hoffnung, dass er nicht für “immer und ewig“ in eines jener „Schwarzen Löcher“ verschwunden sein wird.


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 Federico R. 18. März 2018 
 

Schwarze Löcher – lichte Höhen - Teil 1

Was S. Hawking im Grunde seines Herzens (oder doch nur seines Gehirns?) dachte und war, wissen wir nicht. Aufgrund vieler seiner Äußerungen war er ja offenbar nicht einmal Agnostiker, sondern schlichtweg ein Atheist. Und als solcher konnte er – das bleibt sein „Vermächtnis“ - eigentlich auch keinem Behinderten, Sterbenskranken, Sterbenden auch nur einen Funken Hoffnung geben. Für ihn waren die Heilige Schrift, das Evangelium nichts anderes als „Märchenbücher“, mit denen sich auseinanderzusetzen nicht lohnt. Wie könnte er somit für irgendjemanden, der seine Ansichten nicht teilt und nicht über eine so hohe, aber „kalte“ Intelligenz verfügt wie er, je ein Vorbild sein, wie von J. v. Braun formuliert?


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 st.michael 18. März 2018 
 

Hawking

Ja er hat sicherlich grossartiges geleistet und trotz seiner schlimmen krankheit niemals resigniert.
Das verdient allerhoechsten respekt und macht behinderten menschen mut.
Aber klar ist auch das er das goettliche immer abgelehnt und verworfen hat.
Wenn man seine einlassungen zu Gott mitbekam war klar hier ist jemand der Gott nicht nur nicht sucht sondern sich auch nicht finden lassen will.
Das ist die freiheit des menschen, fuer ihn zu beten ist sicher edel aber man muss davon ausgehen das Gott den willen des menschen ernst nimmt.
Denken wir an die schaecher am kreuz zur rechten und linken seite von Jesus.


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 SCHLEGL 18. März 2018 
 

Ein berühmter Mathematiker

Ich lese gerade wieder sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit". Naturwissenschaftliche Zusammenhänge werden äußerst gut erklärt, ohne allzu viel mathematischer Formeln!
Im Leben dieses Naturwissenschaftlers sehen wir ähnlich wie in der letzten Lebensphase von Papst Johannes Paul II den TRIUMPH des GEISTES ÜBER DEN KÖRPER!
In den letzten Jahren konnte der Naturwissenschaftler nurmehr seine Augen bewegen und damit einen Computer bedienen. ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine furchtbare Krankheit, die normalerweise nach ein paar Jahren zum Tod (oft durch Ersticken) führt.
Möge sich Gott, der barmherziger Vater, Professor Hawking, der sicher viel gelitten hat,und gemeint hat, man könne Gott aus seiner Schöpfung nicht erkennen, in seinem menschgewordenen Sohn und dessen verklärtem Leib mit den Wundmalen, zu erkennen geben.Msgr. Franz Schlegl


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 Senfkorn7 18. März 2018 
 

Oh Nein der Arme

Ich hoffe er verstarb nicht in der Ablehnung Gottes. Herr erbarme Dich.

Denn drüben im Himmel gibt es keine Krankheit, keine Lähmung, keine Verstümmelung.

Nicht so in der Hölle und dann noch ewige Qualen.

Herr erbarme Dich.


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