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US-Milliardär: Silicon Valley von politischer Korrektheit beherrscht

11. April 2018 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Die Technologieunternehmen seien in einem Gruppendenken verhaftet, das an Einparteienstaaten erinnere. Dies verhindere offene Debatten in den Unternehmen und in der Gesellschaft, sagt Peter Thiel.


San Francisco (kath.net/LSN/jg)
Silicon Valley, die Heimat der meisten führenden Hochtechnologieunternehmen, ist ein „totalitärer Ort“, der von „politischer Korrektheit“ beherrscht wird. Das sagt der Milliardär Peter Thiel, der selbst viel in Technologieunternehmen investiert.

Er habe kein Problem, wenn die meisten Menschen an einem bestimmten Ort linksliberal seien oder andere Ansichten hätten als er, sagte Thiel im Interview mit Maria Bartiromo von Fox Business (siehe Video am Ende des Artikels). Es sei aber etwas völlig anderes, wenn es sich nicht mehr um eine große Mehrheit handle, sondern um Einstimmigkeit, stellte er fest.

Silicon Valley sei in einem „Gruppendenken“ verfangen, das mit einem „Einparteienstaat“ vergleichbar sei, in dem abweichende Ansichten nicht erlaubt seien, kritisierte Thiel, der als einer von wenigen der Hochtechnologiebranche Donald Trump und nicht Hillary Clinton im Wahlkampf 2016 unterstützt hat. Der Nachrichtensender NBC News hat recherchiert, dass Mitarbeiter von Unternehmen im Silicon Valley 3 Millionen Dollar für Hillary Clinton gespendet haben, aber nur 50.000 Dollar für Donald Trump.


Thiel, der selbst homosexuell ist und sich zum libertären Flügel der Republikanischen Partei zählt, ist gesellschaftspolitisch liberal, hat aber Donald Trump unterstützt, weil er sich von ihm weniger staatliche Einflussnahme auf Gesellschaft und Wirtschaft erwartet.

Er hält die angesprochene Einseitigkeit für höchst problematisch für das Land. Eine eng geführte Debatte würde es verhindern, jede mögliche Lösung für ein Problem einzubeziehen. Für diese Situation seien die amerikanischen Universitäten mitverantwortlich, betonte er.

Hier sei die Meinungsfreiheit in vielen Fällen de facto eingeschränkt, schreibt LifeSiteNews und bringt einige Beispiele aus den letzten Monaten. Ein Student sei von einem Kurs ausgeschlossen worden, weil er die Ansicht vertreten habe, es gebe nur zwei Geschlechter. Im Dezember 2017 hat die University of Minnesota ihre Mitarbeiter aufgefordert, keine auffallend jüdischen oder christlichen Symbole zu zeigen. Immer wieder gibt es Berichte über die Behinderung von Lebensschutzveranstaltungen auf Universitätsgelände.

Auch in den sozialen Netzwerken, von denen viele im Silicon Valley beheimatet sind, ist die Zensur unerwünschter Inhalten eine wachsende Sorge geworden. Facebook, Twitter, Google und dessen Tochter YouTube sind immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, bei Themen wie dem Lebensschutz ihre Benutzerrichtlinien sehr rigoros auszulegen. Manche Inhalte werden nach Protesten wieder freigeschaltet.




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