17 April 2018, 06:30
Evangelische Landessynode gegen geschlechtergerechte Sprache
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'gender mainstreaming'
Umarbeitung der Kirchenverfassung von Synodalen der mitteldeutschen EKM abgelehnt

Frankfurt (kath.net/KAP) Nach kontroversen Diskussionen hat die in Drübeck (Sachsen-Anhalt) versammelte Landesynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) eine Umarbeitung der Kirchenverfassung in eine geschlechtergerechte Sprache knapp abgelehnt. Für das Gesetz wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig gewesen. Dies wären von den am Wochenende von den Synodalen in der Tagungsstätte Kloster Drübeck abgegebenen und gültigen 70 Stimmen genau 47 gewesen. Da aber nur 46 Synodale dafür stimmten, scheiterte das Vorhaben. 22 Synodale stimmten mit Nein, zwei enthielten sich, wie der deutsche Evangelische Pressedienst (epd) am Montag berichtet.

Werbung
ninive 4


Die textlichen Änderungen, die vorgesehen waren, sahen vor allem den Zusatz der weiblichen Form wie etwa Pfarrerin, Bischöfin und Mitarbeiterin zu den männlichen Formulierungen vor. Zuletzt hatte der Kirchenrechtler Prof. Michael Germann die geplanten Änderungen unter anderem "als schwerwiegende Verschlechterung" deutlich kritisiert und seinen Austritt aus der EKM-Verfassungskommission erklärt. Darauf hatte die EKM-Gleichstellungsbeauftragte Dorothee Land verärgert reagiert und die Wertschätzung für die vermisst, für deren Lebensweg die Benennung beider Geschlechter existenziell bedeutsam geworden ist.

Die Landessynode besteht aus 80 gewählten, berufenen und solchen Mitgliedern, die ihr von Amts wegen angehören. In der Regel tritt die Landessynode zweimal im Jahr zu mehrtägigen, öffentlichen Sitzungen zusammen. Der mitteldeutschen Kirche gehören derzeit etwa 733.000 evangelische Christen an, rund 450.000 davon in Thüringen und etwa 240.000 in Sachsen-Anhalt. Die übrigen Mitglieder stellen Gemeinden in den Randgebieten von Brandenburg und Sachsen.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten








kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Der Skandal von Altomünster (202)

Papst Franziskus lehnt pastorale Handreichung der DBK ab! (101)

Die Freiheit der Kinder Gottes: nicht das Gesetz, der Heilige Geist! (64)

Bode: Dann auch verheiratete Priester in Deutschland? (57)

Kardinal Marx fordert „Denken im Horizont der Gegenwart“ (53)

Keine einsame Romreise für Kardinal Marx - Woelki und Genn kommen mit (45)

Bischof Feige greift Kardinal Woelki an (45)

Alfie: Krankenhaus stellte Geräte ab, doch ER will nicht sterben (41)

Bischof Ackermann greift die sieben Bischöfe an (33)

Berufungsgericht verweigert Ausreise von Alfie (32)

Welcher DBK-Maulwurf hat Joachim Frank den Brief zugespielt? (28)

Evangelisierung – von Situationen ausgehen, nicht von ‚Theorien’ (26)

Bayern: Künftig ein Kreuz in jeder staatlichen Behörde (25)

Moslems bitten katholischen Priester um Exorzismus (22)

Zu viel vorgetäuschte Harmonie zwischen Kirchen wäre kontraproduktiv (18)