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Gekreuzigter Hase: Christlicher Medienverbund beschwert sich beim ZDF

20. April 2018 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Ein Plüschhase statt Jesus am Kreuz: So hatte die Satiresendung „heute-show“ die Passionsgeschichte gezeigt. Der Christliche Medienverbund hat dagegen eine Programmbeschwerde eingelegt. Von proMedienmagazin


Wetzlar (kath.net/Christliches Medienmagazin pro) Der Christliche Medienverbund KEP hat am Donnerstag Programmbeschwerde zur ZDF-Satiresendung „heute-show“ eingelegt. In einem Beitrag der Sendung vom 6. April wurde in einer Nacherzählung der Passionsgeschichte ein Plüschhase statt Jesus ins Bild gesetzt. So ist beim letzten Abendmahl der Hase im Kreis der Jünger zu sehen, auch am Kreuz hängt das Plüschtier. Nach Auffassung des Christlichen Medienverbundes KEP verstößt das „eklatant gegen den Programmgrundsatz, ‚die sittlichen und religiösen Überzeugungen‘ in der Bevölkerung ‚zu achten‘ und sie nicht herabzuwürdigen“.

Diese Sequenz der Sendung sei keine zulässige satirische Überzeichnung von Kirchenvertretern oder Kritik an kirchlichen Institutionen. Stattdessen werde das biblische Passions- und Ostergeschehen sowie die Person des gekreuzigten Jesus „trivialisiert und ins Lächerliche gezogen“. „Der Beitrag der heute-show macht somit den zentralen Glaubensinhalt des Christentums buchstäblich zur Lachnummer“, schrieb Geschäftsführer Christoph Irion an den ZDF-Fernsehrat.


Irion machte in der Beschwerde des Christlichen Medienverbundes zudem deutlich, dass es auch gegen die Achtung der Menschenwürde generell verstoße, einen am Kreuz derart gedemütigten und hingerichteten Menschen auf eine solche Weise darzustellen. „Das heißt, auch wenn hier nicht auf die Person Jesus angespielt worden wäre, so wäre es auch in jedem anderen Fall äußerst respektlos, einen solchen Foltertod eines Menschen auf diese Weise der Lächerlichkeit preiszugeben.“ Insofern verletze der Beitrag der „heute-show“ Grundsätze der Verfassung sowie der Rundfunkstaatsverträge und sei zudem in Hinsicht auf den Jugendschutz problematisch.
Begründung des ZDF überzeugt nicht

Dem Christlichen Medienverbund liegen mehrere kritische Zuschauerreaktionen auf den Beitrag vor, ebenso wie die Antworten des ZDF. Der Sender argumentiert, es habe ferngelegen, „die christliche Osterbotschaft in irgendeiner Art und Weise zu verunglimpfen“ und Christen in ihrem Glauben zu treffen. Die „heute-show“ habe mit der Darstellung Bezug genommen auf eine Äußerung von AfD-Chef Jörg Meuthen: Der hatte sich darüber mokiert, dass der Schokoladen-Osterhase von Lindt auf den Kassenbons von Supermärkten als „Traditionshase“ statt als „Osterhase“ ausgewiesen wurde. Darin sah er eine „Unterwerfung“ gegenüber dem Islam. „Die AfD tut hier so, als sei der Osterhase die eigentliche Symbolfigur des Osterfestes. Um dies satirisch zu widerlegen, haben wir diese Idee konsequent zu Ende gedacht und mit den verfremdeten Bildern der Passionsgeschichte deutlich vor Augen geführt“, schreibt das ZDF. Das sei nicht über ein „satireübliches Maß hinausgegangen“.

Der Christliche Medienverbund erkennt diese Absicht in seiner Beschwerde an. Jedoch verfange die Argumentation nicht, erklärt Geschäftsführer Irion und verweist dabei auf die Reaktionen, die dem Verein vorliegen: „Zahlreiche Zusendungen unserer Leser haben uns bestätigt, dass das ZDF deren religiöse Überzeugungen nicht nur nicht geachtet, sondern verletzt hat.“
Mehrere Anzeigen gegen das ZDF

Die Programmbeschwerde geht zunächst an den Fernsehrat, dessen Vorsitzende Marlehn Thieme sie an den Intendanten des ZDF, Thomas Bellut, weiterleitet. Innerhalb eines Monats ist mit einer Stellungnahme des Intendanten zu rechnen. Sollte diese Antwort nicht zufriedenstellend ausfallen, kann der Christliche Medienverbund den Fernsehrat dazu auffordern, die Beschwerde im Programmausschuss zu prüfen.

Laut Evangelischem Pressedienst sind bei der Staatsanwaltschaft Mainz mehrere Anzeigen von Privatpersonen wegen des Beitrags eingegangen. Der Christliche Medienverbund KEP ist auch Herausgeber des Christlichen Medienmagazins pro.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Mariat 23. April 2018 

Man könnte eine Petition an das ZDF senden!

Die satirische "Heute Show" mit einem Plüschhasen, anstelle von Jesus Christus, unserem Herrn und Erlöser, war eine Beleidigung der Christen, eine schwere Sünde gegen die Allerheiligste Dreifaltigkeit.
Deshalb sollte man sich mit Namen an das ZDF wenden.
Hier der Kontakt:
http://zdf-service.de/kontakt/


1
 
 christine.klara.mm 20. April 2018 
 

Vor Jahren konnte man in der Wiener Jesuitenkirche ein Fastentuch,unter dem Motto "Kunstförderung",mit einem aus einer Vase (?)oder Urne (?) lugenden riesigen Hasen fassungslos erleben...
Ich fragte damals den Priester wieso der arme Hase ganz schuldlos zur Ehre der Altäre erhoben werde....Das sei zu fördernde Kunst kam prompt als Antwort.
Ich flüchtete.


3
 
 Kleine Maus 20. April 2018 
 

Ganz nebenbei...

...wäre mir die Bezeichnung "Traditionshase" auch lieber als "Osterhase", denn mit Ostern (also, ich meine wirklich das Fest der Auferstehung Jesu) hat der Osterhase doch nun wirklich nichts zu tun.


4
 
  20. April 2018 
 

Unerhört....

...und geschmacklos!

Man versuche solche Aktionen mit dem Koran und Mohammed!


5
 
 karol520 20. April 2018 
 

Das war abgeschmackt - Ignorieren!

Habe die Sendung gesehen und beschlossen, die "heute-Show" nie mehr anzusehen.
Ansonsten ist es doch besser, die Sache zu ignorieren, damit man dieser Methode nicht auf den Leim geht.


4
 
 cyberoma 20. April 2018 
 

Alles hat seine Grenzen,

auch Kunst und Satire haben ein Mindestmaß an Respekt und Anstand zu beherzigen.
Bei Religion hört dieser Spaß auf.
Die Muslime lassen nicht mit sich spaßen. Wir Christen auch nicht!!!


8
 

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