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Die Taufe – die Neuschöpfung

9. Mai 2018 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: die Berufung des Christen besteht darin, in der Kirche in Einheit mit Christus zu leben, an seiner Würde teilzuhaben und seine Sendung in dieser Welt zu leben und Früchte zu tragen, die immer dauern. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln“ (Röm 6,3-4).

Papst Franziskus setzte bei der heutigen Generalaudienz seine Katechesenreihe zum Sakrament der Taufe fort. Die fünfte Katechese befasste sich mit dem Thema: „Die Neuschöpfung“.

Der wesentliche Ritus des Sakraments der Taufe bestehe im dreimaligen Eintauchen in das Wasser unter der Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit. Der Täufling tauche gewissermaßen in das Pascha-Mysterium Christi ein. Der alte Mensch werde auf Jesus Christus, auf seinen Tod getauft und mit ihm begraben, damit er als neue Schöpfung wiedergeboren werde.


So sei der Taufbrunnen der Ort, an dem Ostern geschehe. Er „ist sozusagen Grab für die Sünde und Mutterschoß für das neue Leben“. In der Taufe habe uns die Mutter Kirche zum ewigen Leben geboren, und wir seien für immer Kinder Gottes. Grab und Mutterschoß - zwei bedeutende Bilder.

Die Taufe werde ein für alle Mal gespendet; sie könne nicht wiederholt werden und bezeichne den Christen mit einem unauslöschlichen geistlichen Siegel, das keine Sünde auslöschen könne. Er gehöre für immer Christus an, weil er durch die Taufe Christus eingegliedert sei.

Dies werde auch durch die Salbung mit dem heiligen Chrisam deutlich. Im Heiligen Geist habe der Getaufte Anteil an Christus, der zum Priester, König und Propheten gesalbt sei. Der Heilige Geist „formt die vielen zu dem einen Leib Christi, der Kirche“.

Die Berufung des Christen „besteht darin, in der Kirche in Einheit mit Christus zu leben, an seiner Würde teilzuhaben, seine Sendung in dieser Welt zu leben und Früchte zu tragen, die immer dauern“.

Beseelt vom einzigen Geist „nimmt das Volk Gottes an den Funktionen Jesu Christi teil, ‚Priester, König und Prophet’, und trägt die Verantwortung der Mission und des Dienstes, die sich daraus ergibt“. Die Teilhabe am königliche Priestertum Christi bedeute, aus sich ein Gott gefälliges Opfer zu machen und für ihn Zeugnis abzulegen durch ein Leben des Glaubens und der Liebe im Dienst an den anderen, dem Beispiel des Herrn folgend.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Grabesritter der Komturei St. Hildegard und die Schwestern vom Göttlichen Erlöser, die ihr 25-jähriges Professjubiläum feiern. Als Getaufte sind wir wiedergeboren zu einem neuen Leben in Christus und berufen, seine Sendung weiterzuführen, indem wir seine Liebe und sein Evangelium zu unseren Mitmenschen bringen. Von Herzen segne ich euch alle.


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