Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Voll in die Falle getappt
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  15. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!

Ohne Rechtsbewusstsein kein Lebensschutz

30. Mai 2018 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lobenswert, aber gescheitert: Zum Entwurf eines Lebensschutz-Informationsgesetzes der AFD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag. Gastbeitrag von Bernward Büchner


Freiburg (kath.net) Die Beratung im Schwangerschaftskonflikt soll dem Schutz des ungeborenen Lebens dienen. Sie soll der Frau helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen, bei welcher ihr bewusst sein muss, „dass das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat“. So steht es im Gesetz. Das Vorhandensein eines solchen Bewusstseins versteht sich nicht von selbst, gerade in einer Gesellschaft, in der Abtreibung als Menschenrecht propagiert wird.

Sein Schutzauftrag, so das Bundesverfassungsgericht, verpflichte deshalb den Staat auch, „den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewusstsein zu erhalten und zu beleben. Deshalb müssen die Organe des Staates in Bund und Ländern erkennbar für den Schutz des Lebens eintreten.“ Verpflichtet hierzu sind also der Staat und seine Organe. Hieran hat die AFD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag mit ihrem Entwurf eines Lebensschutzinformationsgesetzes zu Recht erinnert.


Fraglich erscheint allerdings, ob der Staat seiner Verpflichtung dadurch hinreichend genügen kann, dass er es grundsätzlich privaten Organisationen überlässt, öffentliche Informations- und Aufklärungsarbeit über die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit ungeborener Kinder zu leisten, und diese Arbeit finanziell fördert. Denn bei der sich aus der grundrechtlichen Garantie der Menschenwürde und des Rechts auf Leben ergebenden Schutzpflicht für das menschliche Leben handelt es sich um die grundlegendste Verpflichtung des Staates, für deren Erfüllung er selbst die volle Verantwortung tragen muss. Private Initiativen können staatliches Handeln ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Die Debatte über den Gesetzentwurf der AFD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hat gezeigt, wie wenig Problembewusstsein bei den anderen Fraktionen vorhanden ist. Das von der AFD aufgezeigte Defizit an Aufklärung und Bewusstseinsbildung lässt sich nicht bestreiten. Wer sich die Mühe macht, sich beispielsweise das Aufklärungsmaterial der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anzusehen, wird darin nichts finden, was geeignet ist, das Bewusstsein für das Lebensrecht ungeborener Kinder zu fördern. Eine parlamentarische Anfrage hierzu im Bundestag ist überfällig.

Der Verfasser ist Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht a. D. und war von 1985 bis 2013 Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. (Köln).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Catherine 30. Mai 2018 
 

Wenn die Amtswalter eines Staates

den ethischen Kompass verloren haben, ihren Amtseid - zum Wohle des eigenen Volkes zu wirken - gebrochen haben, das Naturgesetz der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ebenso missachten, wie das Recht der Kinder auf ihre eigenen, bipolaren Eltern, dann muss man sich nicht wundern, wenn das menschliche Leben nicht mehr unantastbar ist.
Auch die Hoheit über die Erziehung durch den Staat von Geburt an bis zum Ende der Ausbildung, die politisch-korrekte, aber unchristliche Erziehung durch ideologisierte Lehrer, die Frühsexualisierung in den Schulen lassen erkennen, dass die Umkehr mehr als eine Generation dauern wird.

Übrigens wissen nicht allzu viele Menschen, dass ein Kind im Mutterleib erbberechtigt ist, obwohl man es rechtswidrig, aber nach einer "Beratung" straffrei abtreiben darf.


1
 
 M.Schn-Fl 30. Mai 2018 
 

Michael Frisch, der kirchenpolitische Sprecher der AfD

im Mainzer Landtag war viele Jahre einer der besten und kirchentreuesten Religionslehrer an einem Gymnasium in Trier und Vorsitzender der Alfa. Er ist einer der engagiertesten katholischen Lebensschützer in Deutschland.


10
 
  30. Mai 2018 
 

Noch ein langer Weg

Der Staat überfordert sich mit der Verpflichtung zum Schutz der ungeborenen Kinder bewußtseinsbildend zu wirken offenbar selbst wie die Tatsachen es leider zeigen. Das befremdet, denn "gegen HIV/Aids" ließ es der Staat nie an bewußtseinsbildenden Maßnahmen fehlen, selbst wenn das oft so schief und schräg war oder ist: "machs mit (Kondom)" wie das dann auf Plakaten heißt. Von richtiger Aufklärung, nämlich die Sünden zu meiden, keine Rede.
Weil der sog. Staat und seine Organe also sich nicht zuständig sehen für den Schutz der Kinder, wäre das, ja wäre das eine schöne und gute Aufgabe für jeden persönlich und, ja, auch für die Hirten der Kirche. Aber auch da oft Stillschweigen und Wegschauen. Es kann nur besser werden.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  2. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  3. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  4. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  5. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  6. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  7. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  8. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik
  9. Lebensschützerin Lila Rose: ‚Ich werde Trump wählen’
  10. Deutsche Grüne - Angriff auf die Meinungsfreiheit im Wahljahr 2025






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  7. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Voll in die Falle getappt
  10. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz