02 Juli 2018, 08:00
Schönborn: Bekenntnis zum Papst gehört zur DNA von Katholiken
 
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"Dass der vorhergehende Papst gut war und der jetzige nicht so gut ist, höre ich schon, seit ich Päpste erlebe", relativiert der Wiener Erzbischof bei der Festmesse zu Peter und Paul im Stephansdom Kritik an Papst Franziskus

Wien (kath.net/KAP) "Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen": Diese im Matthäusevangelium überlieferte Garantie Jesu gegenüber dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern gehört "zur DNA eines Katholiken". Das betonte Kardinal Christoph Schönborn beim Pontifikalamt zum Hochfest Peter und Paul am Freitagabend im Wiener Stephansdom. Das entscheidende Fundament, auf dem die Kirche steht, sei dabei das auch von Petrus bewahrte Bekenntnis zu Jesus Christus als dem Sohn Gottes, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz bei der Messe, die im besonderen Zeichen des Dankes für die bisherigen fünf Amtsjahre von Papst Franziskus stand.

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Im Beisein des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, äußerte sich der Kardinal in seiner Predigt auch vor dem Hintergrund mancher Kritik an Franziskus. "Es gibt eine Tendenz zu sagen, dass der vorhergehende Papst gut war und der jetzige nicht so gut ist. Das höre ich aber schon, seit ich Päpste erlebe, dass immer der frühere Papst der bessere gewesen sei", meinte Schönborn dazu. Die Zusage Jesu an Petrus und dessen Nachfolger aber halte, und zwar "heute und auch in Zukunft", hob der Kardinal hervor.

Päpste würden kritisiert und machten auch Fehler, sagte Schönborn mit Blick auf die zweitausendjährige Kirchengeschichte. "Nicht alles was sie sagen und tun ist unfehlbar." Päpste hätten auch moralische Schwächen gehabt oder sich politisch geirrt. "Aber im Glauben sind sie fest gestanden. Das ist die Garantie, die Jesus dem Petrus gegeben hat - und diese Garantie hält", so der Kardinal.

Schönborn rief dazu auf, den Glauben wie die Apostel als "Geschenk Gottes" anzunehmen. "Weder Petrus noch Paulus haben den Glauben einfach als Meinung irgendwo aufgeschnappt, sondern sie haben den Glauben an Christus empfangen", sagte der Wiener Erzbischof. "Wenn wir uns zu Christus bekennen, dann ist das nicht eine Meinung unter anderen, sondern ein Bekenntnis - das wir aber nicht sprechen können ohne die Hilfe Gottes."

Nuntius Zurbriggen lädt jedes Jahr anlässlich der Papstwahl, die am 13. März 2013 stattfand, zeitversetzt zum Festtag der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) in die Apostolische Nuntiatur in Wien zu einem Empfang. Der Gottesdienst im Stephansdom ist dann jeweils der Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten.

An der Messe nahmen neben zahlreichen Gläubigen heuer u.a. auch die Bischöfe Alois Schwarz, Wilhelm Krautwaschl und Franz Scharl, der emeritierte Linzer Bischof Maximilian Aichern, mehrere Äbte und Leiter geistlicher Gemeinschaften sowie Vertreter der Ökumene und des öffentlichen Lebens teil.

Zentrales Anliegen der Feier sei der Dank wie auch die Fürbitte für das weitere Pontifikat von Franziskus, betonte Kardinal Schönborn in seinen Begrüßungsworten, denn: Der Papst selbst "wird nicht müde, von uns allen immer wieder das Gebet für ihn zu erbitten".

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Archivfoto Kardinal Schönborn (c) kath.net

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