Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Leere der kirchlichen Lehre

„Politik der Europäischen Union leidet unter einem Werteverlust“

24. Juli 2018 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Forum Deutscher Katholiken kritisiert, dass eine Europäische Bürgerinitiative zum verbesserten Tierschutz mit 1,1 Mio. Unterschriften angenommen, während die Initiative „One of Us“ mit 1,9 Mio. Unterschriften verworfen wurde.


Fulda (kath.net) kath.net dokumentiert die Resolution des Forums Deutscher Katholiken beim Kongress „Freude am Glauben“ 2018 i nFulda in voller Länge:

„Die Staatengemeinschaft der Europäischen Union wurde aufgebaut auf christlichen Wurzeln, was vor allem die Würde eines jeden Individuums meint, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Menschenrechte und Menschenwürde wurden zur ethischen und moralischen Grundlage. Und diese Persönlichkeiten bestimmten als zentrale Akteure die Politik im Wiederaufbau Europas: Konrad Adenauer, Alcide De Gasperi und Robert Schuman. Alle 3 hatten eine Vision von einem neuen Europa als gläubige katholische Christen mit gemeinsamen religiösen Werten und Überzeugungen.“ Dies stellten die Teilnehmer des 18. Kongresses „Freude am Glauben“ am letzten Wochenende in Fulda fest, der unter dem Motto stand: „Selbstbewusst mit Christus“.


Wenn man diese kongruente Sicht von Mensch und Gesellschaft der Gründerväter – Romano Guardini bezeichnete diese Vision einmal als „Seele Europas“ – , mit der heutigen Politik der EU vergleicht, kommt man leider zu dem Ergebnis, dass Europa kein gemeinsames Wertefundament mehr hat und wohl auch nicht mehr haben will. Dies bewiesen zentrale Felder der europäischen Politik wie z. B. bei Ehe und Familie, bioethischer Forschung, Lebensschutz, vor allem Abtreibung und Suizid-Assistenz, Anerkennung des Rechts sowie der Entwicklungs- und Migrationspolitik.

In diesem Zusammenhang wurde u. a. auf den „Internationalen Tag der Familie“ am 15. Mai, der von den EU-Institutionen totgeschwiegen wurde ebenso hingewiesen wie auf den erschütternden Fall des Jungen Alfie Evans, der Ende April in einem Krankenhaus dem Tod preisgegeben wurde, obwohl die Eltern die Weiterbehandlung ihres Sohnes wollten und dafür sogar den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angerufen hatten, der ihren Antrag für unzulässig erklärte wie auch auf die Tatsache, dass eine europäische Bürgerinitiative zum verbesserten Tierschutz mit 1,1 Mio. Unterschriften angenommen und in konkrete Maß-nahmen umgesetzt wurde, während die EU-Kommission die Initiative „One of Us“ mit 1,9 Mio. Unterschriften zur Streichung von Finanzmitteln für Forschungsprojekte zum Töten menschlicher Embryonen verworfen hat. Dies alles beweise, dass die EU in ihrem derzeitigen Zustand weit davon entfernt ist, noch eine Wertegemeinschaft auf christlicher Grundlage zu sein.

Die Kongress-Teilnehmer betonten ausdrücklich, dass sie eine vertiefte Integration der EU wollen, aber unter Wahrung von Solidität, Solidarität und Subsidiarität und eine EU als Wertegemeinschaft, die in ihrer konkreten Politik nicht nur auf Wachstum und Transferunion setzt, sondern wieder eine Gemeinschaft von Staaten wird, „die auf eine christliche Gesinnung Wert legt und die Rechte und Würde des Menschen über alles stellt.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  2. EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“
  3. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  4. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  7. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  8. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  9. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  10. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  4. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  5. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  6. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  7. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  8. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  9. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  10. Maria, die Mutter des Friedens
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  13. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  14. Vergebung kennt keine Grenze
  15. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz