Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

Du sollst neben mir keine anderen Götter haben!

1. August 2018 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in der ersten Generalaudienz nach der Sommerpause: die Gefahr der modernen Götzenbilder und des versklavenden Götzendienstes. Der ‚Supermarkt’ der Götzenbilder. Was ist mein Idol? Beseitige es! Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Kultbild machen und keine Gestalt von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, ein eifersüchtiger Gott: Ich suche die Schuld der Väter an den Kindern heim, an der dritten und vierten Generation, bei denen, die mich hassen“ (Ex 20,3-5).

Erste Generalaudienz nach der Sommerpause. Die Audienz, an der rund 7000 Pilger und Besucher teilnahmen, fand wegen der großen Sommerhitze in der klimatisierten Audienzaula „Paolo VI“ statt. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zu den Zehn Geboten fort. Die vierte Katechese stellte der Papst unter das Thema: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“. Franziskus sprach von der Bedeutung, den der Götzendienst gerade heute habe.

„Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“ (Ex 20,3), so laute das Erste Gebot. Wir meinten oft, dieses Gebot betreffe uns weniger, weil wir ja an den Gott der Bibel glaubten. Doch in Wirklichkeit „ist es auch für uns aktuell, weil wir eine gewisse Neigung haben, uns unsere eigenen Götter zu machen“.


Der Mensch könne nicht ohne einen Bezugspunkt leben, ohne etwas, das ihm wertvoll sei. Da biete ihm die Welt einen „Supermarkt“ an Ersatzgöttern an: materielle Dinge, Bilder, Ideen, Rollen. So könne der Mensch leicht einer Art von Götzendienst verfallen. Dagegen stehe der „existentielle Gott“, der im Mittelpunkt des Lebens stehe und von dem alles abhänge, was man tue und denke. Es sei möglich, in einer Familie aufzuwachsen, die dem Namen nach christliche sei, die sich aber auf Punkte konzentriere, die dem Evangelium fremd seien.

Dabei schaffe er letztlich Projektionen von sich selbst und seinen Wünschen in die Dinge, die absolut gesetzt würden. Die Gefahr bestehe dann, sich davor niederzuwerfen, das heißt, einen Kult daraus zu machen, dafür alles andere zu opfern. Franziskus warnte vor dem Götzendienst des Kartenlesens, um etwas über die Zukunft zu wissen.

Dieser Dynamik bediene sich zum Beispiel auch die Werbung. Man sehe nicht den Gegenstand an sich, sondern bleibe bei seinen Wahrnehmungen und meine, es handle sich um etwas, das mir diene, um mich zu verwirklichen und meinen wesentlichen Bedürfnissen zu entsprechen.

Und noch schlimmer: „Manche dienen diesen Götzenbildern, sie werden zu ihren Sklaven“. Die Götzen forderten den Kult. Schönheit, Ruhm, wirtschaftliche Vorteile: sie forderten „Blut“. So lebe man in der Heuchelei. Die Dinge, die zu sehr in den Mittelpunkt gerückt würden, machten unfrei und würden zu einer Belastung werden.

Die Idole „versprechen das Leben, nehmen es aber in Wirklichkeit weg“. Sie lassen in den Strudel der Selbstzerstörung fallen. Der wahre Gott hingegen fordere nicht das Leben, sondern er schenke es. Der wahre Gott „bietet uns nicht eine Projektion unseres Erfolges, sondern lehrt uns zu lieben“. Der wahre Gott lehre, in der Wirklichkeit aller Tage zu leben: „die Konkretheit des wahren Gottes gegen die Flüssigkeit der Idole“.

Die eigenen Götzenbilder zu erkennen sei ein Beginn der Gnade und setze auf den Weg der Liebe. Die Liebe nämlich sein unvereinbar mit dem Götzendienst. Wenn etwas absolut und unberührbar werde, dann „ist ein Ehepartner, ein Kind oder eine Freundschaft nicht mehr wichtig“. Wenn man an einem Gegenstand oder einer Idee hänge, mache dies blind für die Liebe. Um wirklich zu lieben, „muss man frei von den Götzenbildern sein“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache, besonders an die vielen Jugendlichen. Der Heilige Geist begleite euch in dieser Ferienzeit, damit ihr die Freude und den Frieden des Herrn zu allen bringen könnt, denen ihr auf euren Wegen begegnet. Gott segne euch und eure Familien!





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  13. Irrtümer über den Jakobsweg
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz