08 August 2018, 07:30
Niedrigere Versicherungsprämie: Kanadier ändert offizielles Geschlecht
 
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Um jährlich 1.100 Dollar Versicherungsprämie zu sparen, änderte ein junger Kanadier sein Geschlecht offiziell von ‚männlich’ auf ‚weiblich’.

Edmonton (kath.net/jg)
Ein junger Kanadier hat sein Geschlecht offiziell auf „weiblich“ geändert, um in den Genuss einer niedrigeren Versicherungsprämie zu kommen. Dies berichtet der kanadische Nachrichtensender CBC auf seiner Internetseite.

Laut Auskunft des Verbandes der kanadischen Versicherungen sind die Prämien bei Autoversicherungen für Männer unter 25 Jahren höher als die gleichaltriger Frauen, weil die Männer ein höheres Unfallrisiko haben.

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Bei „David“, wie der Mann im Bericht von CBC genannt wird, betrug die Versicherungsprämie für das gewünschte Auto 4.500 kanadische Dollar pro Jahr. Eine gleichaltrige Frau hätte nur 3.400 Dollar bezahlt.

„David“, der damals 23 Jahre alt war, fühlte sich benachteiligt und beschloss, sein offizielles Geschlecht auf „weiblich“ zu ändern. Die Versicherung teilte ihm mit, dass er dazu sein Geschlecht auf seiner Geburtsurkunde und seinem Führerschein ändern lassen musste.

Für die Änderung war eine ärztliche Mitteilung erforderlich. Für „David“ war es einfach, diese zu bekommen. Er habe dem Arzt einfach gesagt, er identifiziere sich als Frau. Der Arzt stellte ihm die gewünschte Bestätigung ohne weiteres aus.

Mittlerweile hat die Regierung des Bundesstaates Alberta die ärztliche Bestätigung als Voraussetzung für eine Änderung des offiziellen Geschlechts gestrichen.

„David“ sandte die notwendigen Unterlagen an die Behörden des Bundesstaates Alberta und erhielt einige Wochen später eine neue Geburtsurkunde, in welcher er als „Frau“ geführt wird. „Ich war schockiert, aber ich war auch erleichtert. Ich hatte das Gefühl, das System geschlagen zu haben“, sagte er wörtlich.

Aufgrund der neuen Geburtsurkunde ließ er sich einen neuen Führerschein ausstellen und erhielt die günstigere Versicherungsprämie.

„David“ betonte, er habe die Aktion nur wegen der niedrigeren Versicherungsprämie gemacht. Er wolle damit keine Kritik an der Genderbewegung üben, sagte er. „Ich bin ein Mann, zu hundert Prozent. Rechtlich bin ich eine Frau“, sagte er wörtlich gegenüber CBC.


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