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Papstbotschaft zum Missbrauchsskandal!

20. August 2018 in Weltkirche, 67 Lesermeinungen
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Papst Franziskus gibt Missbrauch und Vertuschung durch Kleriker zu: "Wir haben nicht rechtzeitig gehandelt, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten, der sich in so vielen Menschenleben auswirkte"


Vatikan (kath.net) kath.net dokumentiert das "Schreiben von Papst Franziskus an das Volk Gottes" in voller Länge:

»Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit« (1 Kor 12,26). Diese Worte des heiligen Paulus hallen mit Macht in meinem Herzen wider, wenn ich mir wieder einmal das Leiden vergegenwärtige, das viele Minderjährige wegen sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch seitens einer beträchtlichen Zahl von Klerikern und Ordensleuten erfahren haben. Es ist ein Verbrechen, das tiefe Wunden des Schmerzes und der Ohnmacht erzeugt, besonders bei den Opfern, aber auch bei ihren Familienangehörigen und in der gesamten Gemeinschaft, seien es Gläubige oder Nicht-Gläubige. Wenn wir auf die Vergangenheit blicken, ist es nie genug, was wir tun, wenn wir um Verzeihung bitten und versuchen, den entstandenen Schaden wiedergutzumachen. Schauen wir in die Zukunft, so wird es nie zu wenig sein, was wir tun können, um eine Kultur ins Leben zu rufen, die in der Lage ist, dass sich solche Situationen nicht nur nicht wiederholen, sondern auch keinen Raum finden, wo sie versteckt überleben könnten. Der Schmerz der Opfer und ihrer Familien ist auch unser Schmerz; deshalb müssen wir dringend noch einmal unsere Anstrengung verstärken, den Schutz von Minderjährigen und von Erwachsenen in Situationen der Anfälligkeit zu gewährleisten.

1. Wenn ein Glied leidet …

Vor einigen Tagen wurde ein Bericht veröffentlicht, in dem die Erfahrungen von mindestens tausend Personen beschrieben werden, die im Zeitraum der letzten siebzig Jahre Opfer von sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch durch Priester wurden. Auch wenn man sagen kann, dass der größte Teil der Fälle die Vergangenheit betrifft, sind wir uns doch im Laufe der Zeit über den Schmerz vieler Opfer bewusst geworden und müssen feststellen, dass die Wunden nie verschwinden und uns mit Nachdruck verpflichten, diese Gräueltaten zu verdammen, wie auch die Anstrengungen zu bündeln, um diese Kultur des Todes auszumerzen; die Wunden „verjähren nie“. Der Schmerz dieser Opfer ist eine Klage, die zum Himmel aufsteigt und die Seele berührt, die aber für lange Zeit nicht beachtet, versteckt und zum Schweigen gebracht wurde. Doch ihr Schrei war stärker als die Maßnahmen all derer, die versucht haben, ihn totzuschweigen, oder sich einbildeten, ihn mit Entscheidungen zu kurieren, welche die Sache verschlimmert haben, weil sie damit in Komplizenschaft gerieten. Ein Schrei, den der Herr gehört hat. Er lässt uns wieder einmal sehen, auf welcher Seite er steht. Der Hochgesang der Maria geht nicht fehl und durchläuft die Geschichte wie eine Hintergrundmusik weiter; denn der Herr denkt an seine Verheißung, die er unseren Vätern gegeben hat: »Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen« (Lk 1,51-53). Und wir schämen uns, wenn wir uns bewusst werden, dass unser Lebensstil das verleugnet hat und verleugnet, was wir mit unserer Stimme aufsagen.

Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, dass wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen und dass wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten, der sich in so vielen Menschenleben auswirkte. Wir haben die Kleinen vernachlässigt und allein gelassen. Ich mache mir die Worte des damaligen Kardinal Ratzingers zu eigen, der bei dem für den Karfreitag im Jahr 2005 verfassten Kreuzweg sich mit dem Schmerzensschrei so vieler Opfer verband und mit Nachdruck sagte: »Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison - Herr, rette uns (vgl. Mt 8, 25)« (Neunte Station, Betrachtung).


2 … leiden alle Glieder mit

Der Umfang und das Ausmaß der Ereignisse verlangt, sich dieser Sache in umfassender Weise mit vereinten Kräften anzunehmen. Obwohl es bei jedem Prozess der Umkehr wichtig und nötig ist, dass man sich des Vorgefallenen bewusst wird, reicht dies in sich selbst nicht aus. Heute sind wir als Volk Gottes gefragt, uns des Schmerzes unserer an Leib und Seele verwundeten Brüder und Schwestern anzunehmen. Wenn in der Vergangenheit die Unterlassung eine Form der Antwort werden konnte, so wollen wir heute, dass die Solidarität, in ihrer tiefsten und anspruchsvollsten Bedeutung, unsere Weise wird, die heutige und zukünftige Geschichte in einem Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und besonders die Opfer jeder Form von Missbrauch eine ausgestreckte Hand finden können, die sie beschützt und aus ihrem Schmerz erlöst (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 228). Diese Solidarität verlangt ihrerseits von uns, all das anzuprangern, was die Unversehrtheit irgendeiner Person in Gefahr bringen könnte. Es ist eine Solidarität, die zum Kampf gegen jede Art von Korruption, insbesondere der spirituellen, aufruft, »weil es sich um eine bequeme und selbstgefällige Blindheit handelt, wo schließlich alles zulässig erscheint: Unwahrheit, üble Nachrede, Egoismus und viele subtile Formen von Selbstbezogenheit – denn schon „der Satan tarnt sich als Engel des Lichts“ (2 Kor 11,14)« (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 165). Der Appell des heiligen Paulus, mit den Leidenden zu leiden, ist das beste Heilmittel gegen jeden Drang, weiterhin unter uns die Worte Kains zu wiederholen: »Bin ich der Hüter meines Bruders?« (Gen 4,9).

Ich bin mir der Bemühungen und der Arbeit bewusst, die in verschiedenen Teilen der Welt unternommen wurden, um die notwendigen Vermittlungen zu gewährleisten und auszuführen, die Sicherheit geben und die Unversehrtheit der Kinder und der Erwachsenen im Zustand der Anfälligkeit schützen. Dazu gehört auch die Verbreitung der „Null-Toleranz-Haltung“ und der Maßnahmen, Rechenschaft zu fordern von allen, die diese Verbrechen begehen oder decken. Wir haben diese so notwendigen Aktionen und Sanktionen mit Verspätung angewandt, aber ich bin zuversichtlich, dass sie dazu beitragen, eine bessere Kultur des Schutzes in der Gegenwart und in der Zukunft zu gewährleisten.

Verbunden mit diesen Bemühungen ist es nötig, dass jeder Getaufte sich einbezogen weiß in diese kirchliche und soziale Umgestaltung, die wir so sehr nötig haben. Eine solche Umgestaltung verlangt die persönliche und gemeinschaftliche Umkehr. Sie leitet uns an, in die gleiche Richtung zu schauen wie der Herr. So sagte der heilige Johannes Paul II.: »Wenn wir wirklich von der Betrachtung Christi ausgegangen sind, werden wir in der Lage sein, ihn vor allem im Antlitz derer zu erkennen, mit denen er sich selbst gern identifiziert hat« (Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte, 49). Lernen zu schauen, wohin der Herr geschaut hat. Lernen dort zu stehen, wo der Herr uns haben will, um das Herz, das in seiner Gegenwart steht, zu bekehren. Zu diesem Zweck helfen Gebet und Buße. Ich lade das ganze heilige gläubige Volk Gottes zu dieser Bußübung des Gebets und des Fastens entsprechend der Aufforderung des Herrn1 ein. Er weckt unser Gewissen, unsere Solidarität und unseren Einsatz für eine Kultur des Schutzes und des „Nie wieder“ gegenüber jeder Art und jeder Form von Missbrauch.

Es ist unmöglich, sich eine Umkehr des kirchlichen Handelns vorzustellen ohne die aktive Teilnahme aller Glieder des Volks Gottes. Mehr noch: Jedes Mal, wenn wir versucht haben, das Volk Gottes auszustechen, zum Schweigen zu bringen, zu übergehen oder auf kleine Eliten zu reduzieren, haben wir Gemeinschaften, Programme, theologische Entscheidungen, Spiritualitäten und Strukturen ohne Wurzeln, ohne Gedächtnis, ohne Gesicht, ohne Körper und letztendlich ohne Leben geschaffen2. Das zeigt sich deutlich in einer anomalen Verständnisweise von Autorität in der Kirche – sehr verbreitet in zahlreichen Gemeinschaften, in denen sich Verhaltensweisen des sexuellen Missbrauchs wie des Macht- und Gewissensmissbrauchs ereignet haben –, nämlich als Klerikalismus, jene Haltung, die »nicht nur die Persönlichkeit der Christen zunichte [macht], sondern dazu [neigt], die Taufgnade zu mindern und unterzubewerten, die der Heilige Geist in das Herz unseres Volkes eingegossen hat«3. Der Klerikalismus, sei er nun von den Priestern selbst oder von den Laien gefördert, erzeugt eine Spaltung im Leib der Kirche, die dazu anstiftet und beiträgt, viele der Übel, die wir heute beklagen, weiterlaufen zu lassen. Zum Missbrauch Nein zu sagen, heißt zu jeder Form von Klerikalismus mit Nachdruck Nein zu sagen.

Es ist immer gut, sich daran zu erinnern, dass der Herr »in der Heilsgeschichte ein Volk gerettet [hat]. Es gibt keine vollständige Identität ohne Zugehörigkeit zu einem Volk. Deshalb kann sich niemand allein, als isoliertes Individuum, retten, sondern Gott zieht uns an, wobei er das komplexe Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen berücksichtigt, das der menschlichen Gemeinschaft innewohnt: Gott wollte in eine soziale Dynamik eintreten, in die Dynamik eines Volkes« (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 6). Deshalb ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um auf dieses Übel, das so viele Leben geraubt hat, zu antworten, es als Aufgabe zu leben, die uns alle als Volk Gottes einbezieht und betrifft. Dieses Bewusstsein, dass wir uns als Teil eines Volkes und einer gemeinsamen Geschichte fühlen, gestattet uns, unsere Sünden und die Fehler der Vergangenheit in einer bußfertigen Offenheit zu erkennen, die fähig ist, sich von innen her erneuern zu lassen. Alles, was man unternimmt, um die Kultur des Missbrauchs aus unseren Gemeinschaften auszumerzen, ohne alle Glieder der Kirche aktiv daran teilhaben zu lassen, wird nicht dazu in der Lage sein, die nötigen Dynamiken für eine gesunde und wirksame Umgestaltung zu erzeugen. Die büßende Dimension des Fastens und des Gebets wird uns als Volk Gottes helfen, uns vor den Herrn und vor unsere verwundeten Brüder und Schwestern zu stellen – als Sünder, die die Verzeihung sowie die Gnade der Scham und der Umkehr erflehen und somit Maßnahmen erarbeiten, die Dynamiken im Einklang mit dem Evangelium erzeugen. Denn »jedes Mal, wenn wir versuchen, zur Quelle zurückzukehren und die ursprüngliche Frische des Evangeliums wiederzugewinnen, tauchen neue Wege, kreative Methoden, andere Ausdrucksformen, aussagekräftigere Zeichen und Worte reich an neuer Bedeutung für die Welt von heute auf« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 11).

Es ist unumgänglich, dass wir als Kirche die von Ordensleuten und Priestern begangenen Gräueltaten wie auch die von all jenen, die den Auftrag hatten, die am meisten Verwundbaren zu behüten und zu beschützen, anerkennen und mit Schmerz und Scham verdammen. Wir bitten um Vergebung für die eigenen und für die Sünden anderer. Das Bewusstsein der Sünde hilft uns, die Fehler, die Vergehen und die in der Vergangenheit verursachten Wunden anzuerkennen, und es gestattet uns, uns zu öffnen und in der Gegenwart stärker für einen Weg erneuerter Umkehr einzusetzen.

Zugleich werden uns die Buße und das Gebet helfen, unsere Augen und unser Herz für das Leiden der anderen zu schärfen und die Begierde des Herrschens und des Besitzens zu besiegen, die so oft die Wurzel dieser Übel sind. Möge das Fasten und das Gebet unsere Ohren öffnen für den leisen Schmerz der Kinder, die Jugendlichen und der Behinderten. Fasten, das uns Hunger und Durst nach Gerechtigkeit schaffen und uns antreiben möge, in der Wahrheit zu wandeln und uns auf alle Rechtsmittel zu stützen, die nötig sind. Ein Fasten, das uns schüttelt und uns dazu bringt, uns mit allen Menschen guten Willens und der Gesellschaft insgesamt in der Wahrheit und in der Liebe zu engagieren, um jede Art von sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch zu bekämpfen.

Auf diese Weise werden wir unseren Auftrag deutlich machen können, zu dem wir berufen sind, nämlich »Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit« (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogm. Konst. Lumen gentium, 1) zu sein.

»Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit«, sagte uns der heilige Paulus. Mittels der betenden und büßenden Haltung können wir in persönlichen und gemeinschaftlichen Einklang mit dieser Mahnung eintreten, auf dass unter uns die Gaben des Mitleids, der Gerechtigkeit, der Vorbeugung und der Wiedergutmachung wachsen mögen. Maria hat es vermocht, am Fuß des Kreuzes ihres Sohnes zu stehen. Sie hat es nicht in irgendeiner Weise getan, sondern sie stand aufrecht und direkt daneben. Mit dieser Haltung bekundet sie ihre Weise, im Leben zu stehen. Wenn wir die Trostlosigkeit erfahren, die uns diese kirchlichen Wunden verursacht, wird es uns mit Maria guttun, „mit Maria mehr im Gebet zu verharren“ (Ignatius von Loyola, Geistliche Exerzitien, 319), indem wir versuchen, in der Liebe und der Treue zur Kirche zu wachsen. Sie, die erste Jüngerin, lehrt uns Jünger alle, wie wir uns angesichts des Leidens des Unschuldigen zu verhalten haben, ohne Ausflüchte und Verzagtheit. Auf Maria zu schauen heißt entdecken lernen, wo und wie wir als Jünger Christi zu stehen haben.

Der Heilige Geist schenke uns die Gnade der Umkehr und die innere Stärkung, damit wir unsere Reue angesichts dieser Verbrechen des Missbrauchs zum Ausdruck bringen können und unsere Entscheidung, sie mutig zu bekämpfen.

Aus dem Vatikan, am 20. August 2018

FRANZISKUS

_____________

1 »Diese Art kann nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden« (Mt 17,21).

2 Vgl. Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Chile, 31. Mai 2018.

3 Schreiben an Kard. Marc Ouellet, Präsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, 31. März 2016.

Archivfoto: Papst Franziskus



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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 25. August 2018 
 

@Selene : Quo deus perdere vult, prius dementat


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 Selene 24. August 2018 
 

Laut katholisch.de

sei aus dem Vatikan zu erfahren, dass Papst Franziskus es bei diesem Schreiben bewenden lassen will.

Dh., er gedenkt offenbar, sonst nichts zu unternehmen.

Falls das stimmt, wäre das sehr bedenklich.


8

0
 
 lakota 23. August 2018 
 

@Hans Josef

Zu Ihrem Kommentar brauche ich nichts mehr sagen, den hat @Ad Verbum Tuum schon ganz in meinem Sinn beantwortet, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
Nur zu Ihrem letzten Satz noch etwas:
"Aus dieser Gottesliebe resultiert, das ich, um bei Ihrer Ausdrucksweise zu bleiben, ein " Anhänger" jedes Menschen bin, so natürlich auch von Ihnen und von Kardinal Marx."
"Zugewandter" wie Sie es nennen, schien mir zu altmodisch, darum schrieb ich "Anhänger".
Glauben kann ich Ihre Worte leider nicht, dafür haben Sie zuviele gehässige, beleidigende Posts in Richtung Piusbruderschaft und ihre Sympathisanten geschrieben.
Auch Ihnen Gottes Segen.


2

0
 
 Labrador 23. August 2018 
 

Klerikalismus - Wirklich? (2) oder ist das einfach framing

+ Ein Vater, der den Täter mit der shotgun aus der Stadt weist, scheint mir nicht sehr eingeschüchtert
+ eine Mutter deren 2 Töchter Opfer waren und die von der Einen erwischt wurde, wie sie mit dem Prister Oralverkehr hat; Klerikalsimus? echt?
+ den Jungs aus schwierigen Verhältnissen, die mit Kultur/Zuwendung/Aufmerksamkeiten/ etc. zuerst beeindruckt und dann verführt wurden, auch da fällt es mir schwer "Klerikalismus zu entdecken

Ich will nicht ausschließen, dass Klerikalismua
- früher eine Rolle gespielt hat
- heute in LA, Asien oder Afrika eine Rolle spielt
- vereinzelt auch heute noch in Europa oder in NA eine Rolle spielt,

Da ich nicht annehme, das PF in einem Boot mit einem grossen Loch sitzen und anstelle das große Loch zuzuhalten, lieber mit einem Teelöffel das eindringende Wasser ausschöpfen will, (man würde erwarten, dass der größte Brocken zuerst aus dem Weg geräumt wird) erscheint mir die Diagnose Klerikalismus als ein Versuch, Denken einzugrenzen (framing).


6

0
 
 Labrador 23. August 2018 
 

Klerikalismus - Wirklich? (1)

- Worin PF den Unterschied zwischen ganz normalem Machtmissbrauch wie er immer und überall eine Komponente bei sexuellem Missbrauch ist und Klerikalismus sieht, ich kann es nicht nachvollziehen
- inwieweit die Situation in Lateinamerika anders ist als jetzt und hier (oder in Nordamerika) kann ich nicht beurteilen, vielleicht werden dort die Priester noch auf händen getragen.
- für mich geht Klerikalsimus über Machtmissbrauch hinaus, weil er aus der spirituellen/sakramentalen Dimension zusätzliches Potential für den Missbrauch bezieht.
- den einzigen "Klerikalismus", den ich seit ca. 1975 erlebt habe, kam von einem Laien in einer kirchlichen Organisation. Von den Ordensfrauen bis zu Kardinälen, alle waren freundlich und zugänglich.
- Im Report der Grand Jury findet man vereinzelt (vor allem vor allem in den frühen Fällen) auch Opfer oder deren Eltern, die einen Priester aufgrund seines Amtes nicht bneschuldigen wollen. Man findet aber sehr viele Fälle, wo das keine Rolle spielt


4

0
 
 Labrador 23. August 2018 
 

Lieber landpfarrer, Sie sollten vielleicht den Report

der Grand Jury lesen, da erfahren Sie etwas mehr als in der FAZ. Zirwas wurde zB nicht nach Miami versetzt, sondern er wollte dorthin versetzt werden, wurde es aber nicht. Der Report sagt klar "After being placed on a leave of absence in 1995, Zirwas relocated to Florida before ultimately moving to Cuba."

Warum 1988 das Alegheny County District Atorney's Office Zula, Pucci und Wolk, nicht aber Zirwas angeklagt hat, geht aus dem Report nicht hervor.

Andernorts nach einem anderen Verfahren, bedauert Zula (nachdem er aus dem Gefängnis frei kam), dass er seine Tat so schnell zugegeben hatte.

Drei der 4 Missetäter wurden ziemlich rasch aus dem Verkehr gezogen, sowohl von der Kirche, als auch von den Behörden, Zirwas jedoch nicht.
Hatte Zirwas einen besseren Rechtsbeistand, hat er sich effektiver "verteidigt", waren die Anschuldigungen gegen ihn schwächer/schlechter begründet... ???
Ich konnte keine wirklich überzeugende Erklärung dafür finden.


1

0
 
 Ad Verbum Tuum 22. August 2018 

Urteilt nicht ?

@Hans Joseph
Ich hoffe für Sie, dass Ihr letzter Post nicht ernst gemeint ist.
Was Sie beschreiben ist Beliebigkeit und nicht Lehre und Führen auf den rechten Pfad.
Die Zurechtweisung und ggfs. der Ausschluss aus der Gemeinde und sogar die VERurteilung findet sich bei Matt 18,15 mit dem Schlusssatz "Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein."
Was nun Ihren Vergleich mitder Bemerkung BXVI angeht entbehrt dieser der Vergleichbarkeit. O.k. beides ging um Homosexualität. Bei BXVI ging es nur darum, dass wenn jemand absolut nicht von der Todsünde lässt, dass er dann wenigstens nicht noch Dritte zi-Tode-infiziert. KEINERLEI Relativierung der Sünde an sich!
Die von Papast Franziskus benutzte Formulierung jedoch war eindeutig eine Relativierung der Sünde der gelebten Homosexualität. Uns, und vor allem dem Papst, ist es nicht freigestellt zu urteilen, das Gute vom Schlechten zu scheiden.


8

0
 
 Philipp Neri 21. August 2018 

Das 8. Kapitel des Johannesevangeliums gibt eindeutige Antworten!

Bitte meditieren!
Die ganze Wahrheit muss offenbar werden!


3

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 Fides Mariae 21. August 2018 
 

Hilflos

Ich finde den Papstbrief vor allem hilflos. Nichts Neueres als das, was früher schon kam, viele Worte, aber keine klaren, der vage Begriff "Klerikalismus" als angebliche Ursache. (Da beschleicht mich immer das unangenehme Gefühl, wir sollen keinen Respekt vor dem Priesteramt mehr haben dürfen - der volksgerecht kleingestutze Priesterkumpel wird mit Ring durch die Nase handzahm vorgeführt, und die "Verräter" aus dem Volk, welche die Priester ehren, als unsolidarisch denunziert. Welch linksgerichtete Bildersprache. Ich wünschte, der heilige Vater hätte nie von "Klerikalismus" angefangen. Die Sünde des Hochmuts ist NICHTS Berufsspezifisches.)
Die Verantwortlichen bis hin zum Papst haben nicht verstanden, dass das Kirchenvolk wütend über die aufoktroyierte Homosexualitätskultur im Priesterstand ist. Dieser Brief hätte auf den Skandal vor 20 Jahren gepasst, nicht jetzt.
Aber ich habe Hoffnung, die Muttergottes ist in Medjugorje mit uns, und die Klerikerzucht wurde immer wieder gehoben.


7

0
 
  21. August 2018 
 

@ Lakota

Das ausgelebte Homosexualität eine schwere Sünde ist, steht zweifelsfrei für den Heiligen Vater, Sie und mich fest. Der Heilige Vater hat mit seiner Äußerung keinem Homosexuellen einen Freibrief ausgestellt, sondern mit dieser unmissverständlich, scheinbar nicht für jeden, klargestellt, das es GOTT ist dem dieses Recht zusteht und sonst niemandem. Seine Äußerung hat für mich eine gewisse Parallele zu eine Äußerung von Benedikt XVI, seinerzeit auf seiner Afrikareise. Auch diese wurde damals ihm angekreidet, das er ANGEBLICH unter gewissen Umständen für Kondome sei. Sie erinnern sich vielleicht? Nein ich bin kein Priester. Ich bete GOTT an. Aus dieser Gottesliebe resultiert, das ich, um bei Ihrer Ausdrucksweise zu bleiben, ein " Anhänger" jedes Menschen bin, so natürlich auch von Ihnen und von Kardinal Marx. Liebe Grüße und Gottes Segen.


0

0
 
  21. August 2018 
 

Schuld und Vergeltung einerseits- Sühne und Liebe andererseits sind kein Widerspruch

Den Ruf nach Buße durch unbeteiligte finde ich unangemessen. Der reuige Sünder muß Buße tun.

Nach dem Verständnis der Kirche ist Sühne die freiwillige Teilnahme an den Leiden Christi, dessen letzter Sinn und Zweck in der Erlösung aller Menschen besteht.
Sühne ist die Offenheit und Freiwilligkeit, sein Leben in das Leiden Christi hineinverfügen zu lassen, um anderen das Heil zu ermöglichen.
Dabei meint „Hineinverfügen lassen“ bereit sein für die kleinen und großen Sühneopfer, die unser Lebensweg bereithält. Es sind Liebesopfer für unsere Nächsten und für den einen Leib unserer Kirche.


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 Hadrianus Antonius 21. August 2018 
 

Argentinien

Nach diesem Schreiben hängt das Schicksal von PFranziskus von seinen Taten als (Erz)Bischof in argentinien ab.
Wie hat Bergoglio damals bei möglichen Fällen von Pädophilie durch Kleriker reagiert?
Und wie hat er ggf. kirchlich-juristische Schritten unternommen und z.B. Laisierungen durchgeführt, speziell um den von PFranziskus stets wieder und hier auch besonders hervorghobenen "Klerikalismus" zurechtzustützen?


12

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 griasdigott 21. August 2018 

Sühne

Werter IMEK, auch ich schätze P. Karl Wallner sehr.

Das Kreuzesopfer Jesu Christi, zur Sühne für unsere Sünden, muss ja vom reuigen Sünder angenommen werden, um wirksam zu werden.

Das Opfer Christi war vollkommen, er hat die ganze Schuld bezahlt.

Ehrlich gesagt, ich habe ein Problem, jetzt sofort darauf hinzuweisen, das Volk Gottes hätte diese schrecklichen Taten des Kleriker zu sühnen.

Die Schuldigen müssen Busse tun, bereuen und umkehren!

Paulus hat gesagt, was an den Leiden Christi noch fehle, wolle er ergänzen. Damit hat er meiner Meinung nach nicht Sühne gemeint, sondern, was er an Leid für die Verkündigung zu ertragen hat, als Glied am Leib Christ zu tragen bereit ist.


6

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 Hadrianus Antonius 21. August 2018 
 

Chkm Abscheulich!

In Ihrem Posting setzen Sie Vertuschung und entschärfender Manipulierung von pädophilen Verbrechen in einem (Erz)bistum gleich mit "einem Haar in de Suppe".
Unfaßbar!
Diese Relativierung steht komplett im Gegensatz zu den Aussagen und Geboten Unseres Herrn Jesus Christus (Mühlensteinen usw.).
Weiterhin scheinen Sie den Ernst der Situation nicht kapiert zu haben:
tatsächlich sind hier viele große Perücken in die "Suppe" gefallen.
On les aura


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  21. August 2018 
 

Aufforderung zur Sühne wäre viel angemessener und für gläubige Katholiken nachvollziehbar

Bei der Sühne geht es im Gegensatz zur Buße darum, dass ich stellvertretend versuche, die Sünden von anderen zu tilgen, als Liebeswerk für andere.
Wir sind durch die Hingabe Christi am Kreuz mit Gott „ver-sühnt“, also versöhnt.
Kern des Erlösungsgeheimnisses ist die Sühne. Paulus spricht im 1. Korintherbrief vom „Sinn des Kreuzes“ als Schlüssel zu allem.

Schwierigkeiten mit dem Sühnegedanken haben nicht wenige moderne Theologen, da es bei der Sühne um das Bewältigen von „Sünde“ geht, die so gerne banalisiert oder geleugnet wird und damit das stellvertretende Kreuzesopfer Christi.

Unsere Sühne ist das Eintreten für andere, die fern sind von Gott, die Sünder, durch Gebet und Werke der Liebe aktiv zu werden.
Wenn wir sühnen wollen, dann ahmen wir die Liebe Christi nach.
Gedanken aus dem Buch "Sühne" von P. Karl Wallner, erschienen in den 90er Jahren und 2015 neu aufgelegt.)

Selten zuvor war der Sühnegedanken aktueller. Pater Karl predigt oft darüber.


5

0
 
  21. August 2018 
 

Begriffe Buße und Sühne auseinandhalten und Sünde beim Namen nennen

Um Irritationen zu begegnen sollten die Begriffe Buße und Sühne auseinandergehalten werden.
Der Papst mahnt die Getauften zur Buße für die himmelschreienden Sünden von Klerikern bis in die höchsten Ämter, die er verschleiernd als Klerikalismus bezeichnet.
Buße leisten muß der reuige Sünder um seine Sünden abzuarbeiten. Büßen kann ich nur für mich.

Eine Aufforderung zur Sühne wäre dagegen viel angemessener und für gläubige Katholiken nachvollziehbar.
...


7

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 wedlerg 21. August 2018 
 

@Petrusbinsfeldus: nicht ganz

Schuld sind die, die empirisch belegt die verbrechen anrichten. Und das sind zu 80% homosexuell praktizierende Priester.

Es kann nicht sein, dass Menschen mit sexuellen Ausschweifungen in Netzwerken die Kirche und insbesondere die Priesterseminare unterwandern und dann soll man so tun, als hätte nichts mit nichts zu tun.

Heiliges Leben und sexuelle Orgien sind nun mal nicht kompatibel. Und homosexuelle Netzwerke zeichnen sich leider durch Ausschweifungen und praktizierte sexuelle Ausschweifungen aus.

Menschen mit heiligem Lebenswandel sind nun mal keine Missbrauchstäter.


13

0
 
 Aegidius 21. August 2018 
 

Petrusbinsfeldus, manchmal muß man der Wahrheit aber auch ins Auge sehen, auch wenn sie einfach und offensichtlich ist und es schmerzt, wenn die eigenen Truggedankengebäude zerstört. Wohlan, vielleicht erkennen dann auch Sie den rosa Elephanten, der da seit 70 Jahren im Wohnzimmer der Kirche steht.


8

0
 
 Petrusbinsfeldus 21. August 2018 
 

@ Alle

Wenn ich mir die meisten Kommentare hier im Forum durchlese, hat man ja offenbar schon eine feine Lösung gefunden:"Die Schwulen sind schuld!"
Das ist natürlich toll, denn dann muss niemand mehr nach der Rolle von Gläubigen fragen, die womöglich Dinge mitbekommen aber aus falschem Respekt vor dem Priester geschwiegen haben, abgesehen natürlich von denen, die das alles ja sowieso für eine Pressekampagne halten, mit der man nur der Kirche schaden / viel Geld verdienen will. Nicht zu vergessen natürlich die "Vor dem Konzil war alles besser und da wäre sowas nicht passiert!" Fraktion (Konzil kann man wahlweise in dem Satz durch "68" ersetzen).
Wie schön, wenn es für jedes Problem so eine einfache Lösung gibt: Immer sind die anderen Schuld....


2

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 Lautensack1 21. August 2018 
 

Antwort eines Politikers

Das ist die Antwort eines Politikers, der um seinen Posten bangt, nicht die eines Seelenhirten.

Solange Mißbrauchsvertuscher wie Daneels, Maradiaga oder Wuerl(und natürlich zuallererst ihr Freund und Förderer, der Bewohner von Santa Marta selbst) nicht aller Ämter und Titel enthoben worden sind, wird es kaum eine glaubhafte Erneuerung geben.

Es ist die Aufgabe des Gottesvolkes, das einzufordern.


8

0
 
 hape 21. August 2018 

Klerikalismus

In der Tat, dieser Begriff macht mich in der Stellungnahme des Papstes auch stutzig. Cupich hatte dass ja schon vorher gesagt, Ackermann hat gestern nachgezogen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man das Phänomen der Ephebophilie allein mit Klerikalismus erklären kann.

Haben Priester, die in sich selbst diesen sittlichen Verfall über Jahre hinweg geradezu kultiviert haben, haben diese Männer überhaupt noch Glauben? Führen sie noch ein Gebetsleben, dass eines Priesters würdig ist? Wieso meldet sich ihr Gewissen nicht?

Wissen diese Männer überhaupt, was das Priesteramt bedeutet? Glauben sie überhaupt an das Weihesakrament? Sind das am Ende nur zynische klerikale Karrieristen?

M.M.n. handelt es sich hier doch um die Pervertierung des Klerus.

Der Stand des Klerus an sich aber ist doch von Gott gewollt, oder?

Daher sehe im aktuell massenhaften Gebrauch des Begriffes Klerikalismus die Gefahr, den Klerus an sich infrage zu stellen. Das kann's doch auch nicht sein!


15

0
 
 Bernhard Joseph 21. August 2018 
 

Werter @Ad Verbum Tuum

Sie sprechen da ein Kernproblem dieses Pontifikates an.

Papst Franziskus kritisiert zwar immer Klerikalismus, gleichzeitig ist er aber selbst jemand, der diesen Klerikalismus fördert, ja brillant beherrscht. Die sogenannte "Sankt Gallen Mafia" ist ja nichts anderes als ein Ausdruck für hoch entwickelten Klerikalismus in Reinkultur. Klerikalismus meint letztendlich nichts anderes als innerkirchliche Seilschaften.

Im Bilden von konspirativen Seilschaften haben aber gerade die Jesuiten seit je ein hohes Geschick gezeigt, insofern klingt die Kritik von Papst Franziskus am Klerikalismus für aufmerksame Hörer seiner Worte mehr als befremdlich.

Man kommt der Sache näher, wenn man untersucht, wen Papst Franziskus mit seiner Kritik am Klerikalismus eigentlich meint; ihm nicht genehme Gruppierungen in der Kirche. Es geht ihm also nicht um Klerikalismus als solchem, sondern um die alleinige Priorisierung des jesuitischen Klerikalismus.


20

0
 
 amor crucificada 21. August 2018 
 

Limburg

@Pilgervater
Wir wussten ja schon lange, warum Tebart van Elst wirklich gehen musste.


6

0
 
 Ad Verbum Tuum 21. August 2018 

Trotzdem ...

so nachvollziehbar unser Zorn, unsere Wut auf diese so offensichtlichen Untäter, Verbrecher, ist, so groß unser Schmerz am Schmerz den sie unserer Kirche, diesem einen Leib Christi zufügen - so gilt auch für sie die Menschenwürde, die es bei aller notwendigen Härte verbietet sie einzeln, namentlich, "ans Licht zu zerren", an den medialen Pranger zu stellen.
Laisierungen und rechtstaatliche Verfahren sind i.A. die Mittel der Wahl.
Dass sich die Öffentlichkeit bei besonders exponierte Persönlichkeiten nicht vermeiden lässt, versteht sich von selbst.
Hl. St. Michael .. deine Stunde!


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 Ad Verbum Tuum 21. August 2018 

Erschütternd ...

.., dass so vieles was hier kommentiert wird, allzu plausibel ist
..., dass die homosexuellen Netzwerke und Seilschaften unerwähnt bleiben
..., dass mein eigenes Vertrauen in das Petrusamt durch den aktuellen Petrus schon so beschädigt wurde, dass ich mich auch fürchte vor den Konsequenzen die er ziehen wird. Die Angst, dass er als Folge eher das zerschlagen wird, was an Heiligem geblieben ist, und dem Weltlichen, Politischen noch mehr Macht zuschlägt.
Was meint er genau mit Klerikalismus? Ist der Verfall wirklich eine Frage von Strukturen & Ämtern - oder eben von Seilschaften? Schaue ich mir die aktuelle Politik & Gesellschaft an, spricht dies eine deutliche Sprache: Minderheiten bestimmen das Handeln einer eigentlich dem Gemeinwohl verpflichteten Politik. Ergo es ist die Stunde der Seilschaften, welche TROTZ Strukturen die Macht haben. Nur so kann ich mir diese wahrhaft satanische Macht innerhalb der Heiligen Kirche erklären. Ausnutzung & Missbrauch der Strukturen.


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 phillip 21. August 2018 
 

"Wir haben nicht rechtzeitig gehandelt"

Was heißt: "Wir"? Sie, der sie ständig und in allen wichtigen Missbrauchs-, Glaubens- und Leitungsfragen untätig bleiben, tragen die (Haupt)Schuld daran, dass der Schmutz, den schon der (subito) Heilige Vater PBXVI angesprochen und bekämpft, jedoch die von ihnen - so scheint es jedenfalls - geförderte und unterstützte Homo- und Pädophilenlobby jedwede Reinigung verhindert hat. Sie können sicher sein, dass, hätte ich genügend Macht, meine erste Handlung, sie und ihre Kumpanen abzusetzen wäre. Es reicht: ziehen sie die Konsequenzen bevor Gott es tut. An die Redaktion: Es würde mich nicht wundern, wenn Sie mein Posting nicht veröffentlichen würden - wäre ja nicht das erste Mal. Aber bei aller Bemühung, angesichts der diabolischen Ungeheuerlichkeiten, die dieser Papst sich anmaßt, noch ruhig zu bleiben und zuzusehen, wie die heilige Römische Apostolische Katholische Kirche in eine Afterkirche umgewandelt wird, verlangt schon heroisches.


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 Rob Albers 21. August 2018 
 

lauwarm

So muss man wohl die Worte des Papstes nennen! Je öfter ich sie lesen, um so klarer wird mir die Absicht. Man bittet bereits um Vergebung, bevor alle Taten bekannt sind! Auf Vorrat! Doch Vergebung gibts es nur bei der Umkehr und davon ist ja noch nicht viel zu sehen. Und ob Vergebung genügt, um solche kriminellen Taten zu sühnen? Nicht nur Gott hat das Recht auf Sühne, sondern auch die Opfer und die Gesellschaft! Ok, in der weltlichen Gesellschaft sieht es definitv schlimmer aus, als in der kirchlichen und aus der Welt kommt ja auch das Problem. Trotzdem muss die Kirche die Täter der weltlichen Justiz ausliefern, zumindest dann, wenn die Opfer weltlich waren. Und noch eine Frage zur Todesstrafe, die hier ja in Verbindung gebracht wurde vom Papst, wenn auch verdeckt (sie gilt in den USA auch fur Sexualverbrechen). Gibt es im Vatikanstaat die Todesstrafe?


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 Pilgrim_Pilger 20. August 2018 
 

@Pilgervater, wieder einmal Pater Klaus Mertes SJ

@Pilgervater, das ist doch der Pater Klaus Mertes SJ, der Anfang 2010 in seiner Funktion als Rektor des Jesuitengymnasiums Canisius-Kolleg Berlin. Durch einen Brief über Berliner Medien eine Welle von Aufdeckungen sexuellen Missbrauchs junger Menschen an kirchlichen Bildungseinrichtungen in Deutschland auslöste. Dieser ist wie Bergoglio Jesuit (Mertes trat im Jesuitenorden in Münster ein) Pater Mertes ist meines Erachtens eine schwer durchschaubare Persönlichkeit.


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 Kostadinov 20. August 2018 

Viele Worte,, andere Taten

alle drei bisherigen Kardinalserhebungen durch PF in den USA betreffen Leute, die James Martin loben: Farrell, Cupich, Tobin. Letzterer hat in seiner Kathedrale eine LGBT-Wallfahrt empfangen, Cupich hat vor kurzem eine Auszeichnung an McCarrick verliehen, Farrell teilte mit McCarrick 6 Jahre eine Wohnung, hat nix gemerkt, kann sogar sein, aber für sein Amt wäre er dann auch ungeeignet. Über Danneels, deKesel etc. haben wir schon genug geschrieben hier. So lange PF Maradiaga im Amt lässt, ist es schade um das Papier, auf das er dieses Politikergewäsch gebracht hat. Statt die Sache beim Namen zu nennen, sind irgendwie plötzlich alle schuld und damit keiner


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 landpfarrer 20. August 2018 
 

Kardinal-Skandal

Hier der neue Link zu einem Fall aus Pennsylvania wo ein schwerst belasteter Priester zuerst innerhalb den USA verschoben wurde (möglicherweise drohte er damit, die Untaten anderer Priester aufzudecken) und dann nach Kuba ging, wo er mit einem jungen Mann zusammenlebte und schliesslich von einem Callboy brutal ermordet wurde. Sein zuständiger Bischof (Kardinal) lobte bei seiner Beisetzung den heldenhaften Einsatz für die Armen seitens dieses Priesters ! http://www.faz.net/aktuell/politik/missbrauch-in-pennsylvania-erkennungsmerkmal-kruzifix-15745979.html


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 Benno Faessler-Good 20. August 2018 
 

Warum wurde das Priesterseminar von St. Pölten geschlossen

Es besteht die Gefahr das jeder, der sich zum Priester berufen fühlt "gesiebt" wird, bis nur noch ein Staubkorn übrig bleibt!

Oder das auf dem Weg durch die Siebe das Salz des Glaubens schal wird!


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 wedlerg 20. August 2018 
 

@Hans Josef: was wollen Sie uns sagen?

Die Frage ist doch, was ist die Ursache des Missbrauchs. Die Mitgliedschaft in der Piusbruderschaft wohl nicht. Zölibat sicher auch nicht. Offen ausgelebte Zügellosigkeit wohl schon. Perverse sexuelle Vorstellungen und überbordende sexuelle Freizügigkeit: ja. Praktizierte Homosexualität durch Netzwerke in Priesterseminaren (Chile, Honduras, Belgien, Pennsylvania) mit Sicherheit statistischer Faktor Nr. 1.

Reaktion des Papstes: In Belgien keine - im Gegenteil: KArdinalsernennung von DeKezel und Bestätigung des "Weiter so", im Fall Don Merzedes (ein selbsternannter ital. Armenpriester, mit Cabrio und Neigung für kleine Jungen): strafrechtlich relevante Behinderung der italienischen Justiz gegen den Willen der Glaubenskongregation, im Fall Chile: Angriff auf die Opfer, keinerlei Einsicht im Fall Barros - gegen den Willen seines Missbrauchbeauftragten, im Fall Honduras: keine Konsequenzen für Maradiaga. Im Fall Pennsylvania: Pauschalverurteilung aller, Ausschluss der wahren Ursachen.


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 Benno Faessler-Good 20. August 2018 
 

Die "Legionäre Christi"

Standen oder stehen unter ähnlichen Vorwürfen.

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Legion%C3%A4re_Christi


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  20. August 2018 
 

@ Beat

Ich denke das reicht um Sie eines Besseren zu überzeugen.
Vor diesem Hintergrund ist man erst recht geschockt über die Dreistigkeit, mit der manche Hetze und Verleumdung gegen den Heiligen Vater betreiben.


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  20. August 2018 
 

@Beat

siehe

katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/missbrauch-piusbruder-muss-16-jahre-in-haft


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  20. August 2018 
 

Wie gehabt.

Hetze und Verleumdung! Von wem wohl??? Richtig !!!


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 wedlerg 20. August 2018 
 

Der Papst in der Defensive

Offenbar ist Pennsylvania ein klarer Fall Homosexueller Netzwerke.

Der Papst tut wieder nichts gegen diese Lobby.

Er hat es in Chile nicht gemacht, in Honduras nicht. Von den Belgiern hat er massivst profitiert als er gewählt wurde. Seither wird in Belgien weiter weggeschaut.

Die Glaubenskongregation wollte in der Aufarbeitung anders handeln als der Papst. Entsprechend wurden Mitarbeiter ohne Angabe von Gründen entlassen.

Die Wahrheit lässt sich nicht länger verbergen.

Am Ende wird der Papst mit denen in den Abgrund der Vertuschung gerissen, die er deckt oder decken will.


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 jaeger 20. August 2018 
 

Klerikalismus?...

Der Papst übernimmt also die schon letzte Woche von dem von ihm ernannten Bischof von Chicago Kardinal Cupich verwendete Argumentation, der Missbrauchsskandal sei auf das Unwesen des "Klerikalismus" zurückzuführen, was immer damit auch gemeint sein soll. Demgegenüber werden die aufgrund der Zahlen tatsächlich sich aufdrängenden Zusammenhänge nicht einmal erwähnt. Denn vermutlich würde eine klare Benennung der eigentlichen Ursachen die Pläne unterlaufen, beginnend mit dem sog. "Weltfamilientreffen" weitere Umwälzungen der kirchlichen Morallehre anzustoßen. Angesichts dessen ist nicht damit zu rechnen, dass in diesem Pontifikat dem unseligen Treiben ein Ende gesetzt wird. Denn wie wir inzwischen alle wissen: wer ist dieser Papst, um darüber zu urteilen...


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 [email protected] 20. August 2018 
 

Von Kardinal Cupich abgeschrieben?

Auffallend ist die Ähnlichkeit des Papst-Statements mit einem Statement von Kardinal Cupich in einem Interview mit dem America Magazine der Jesuiten in den Vereinigten Staaten am 7. August 2018: "In the weeks since allegations were made against Archbishop McCarrick, some commentators and clergy have suggested that allowing gay men to be priests has created a culture ripe for .. abuse... Cardinal Cupich said he ‘would be very careful’ in accepting that conclusion ... ‘I really believe that the issue here is more about a culture of clericalism in which some who are ordained feel they are privileged and therefore protected so that they can do what they want,’ Cardinal Cupich said."
Siehe: https://www.newwaysministry.org/2018/08/08/cardinal-cupich-on-sexual-abuse-its-clerical-culture-not-gay-priests-at-fault/


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 Kirchental 20. August 2018 

Viel zu viele Worte

Mir geht es wie @griasdigott.

Wie zu viele Worte für einen klaren Tatbestand. Und was fehlt ist ein klares Wort des Ausmistens.

Die Kirchenleitung kommt überhaupt nicht vor - getreu dem alten Motto: die kleinen hängt man....

Natürlich können wir einfache Gläubige den Prozess der Reinigung durch unser Gebet und Fasten unterstützend begleiten. Und natürlich leiden wir alle, wenn unsere Kirche ein so schlechtes Bild abgibt.

Aber WIR haben die Suppe doch nicht eingebrockt. Wo bleibt sein eigenes mea culpa. Franziskus wusste doch seit seinem Amtsantritt, was Sache ist - und was ist bislang passiert?


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 Der Gärtner 20. August 2018 

@ hape

Normalerweise schreibe ich zu diesem Thema gar nicht mehr, weil ich es schon lange nicht mehr hören kann. Sie schreiben hier genau das, was ich schon lange denke. Danke dafür!
Nach Lektüre dieses Artikels war meine erste Frage, wer der Adressat sein soll. An die Opfer und deren Familien, ja überhaupt an Familien mit Kindern kann das ja wohl kaum gerichtet sein. Das wäre der reine Hohn. So hätte eine Botschaft 2010 noch aussehen können. Mit dem heutigen Wissen ist mir das nicht mehr vermittelbar. Dies zeigt aber sehr schön, dass dieser Papst nicht im Ansatz in der Lage ist, sich in Familien hinein zu denken.
Für diese Woche hätte ich einmal erwartet, dass Kardinal Cupich für seine Aussage der letzten Woche gewaltig öffentlich zurück gepfiffen wird. Für seine Aussage sollte man diesen einmal fragen, wo er ab nächsten Monat gedenkt, sein Geld zu verdienen.


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 Pilgervater 20. August 2018 

Vertuschung bei uns

Im Bistum Limburg betreiben Kleriker unter der Duldung des neuen Bischofs weiterhin das Segnungsprojekt für homosexuelle Paare (in Kirchen solle das stattfinden!.) - Bei einer Veranstaltung in der Theolog.-Philosoph. Hochschule Sankt Georgen mit dem Thema "Lesbisch sein.Schwul sein.Katholisch sein." forderte Pater Klaus Mertes SJ anwesende homosexuell veranlagte Seminaristen auf, ihr Schwulsein zu verbergen bis nach ihrer Weihe; ein klarer Verstoß gegen die Forderung des Papstes vor ca. zwei Monaten, keine homosexuellen jungen Männer in die Seminare aufzunehmen. Mertes heißt der Mann; er ist der Leiter des Jesuiteninternats St.Blasien. Erschütternd stimmt, dass sowohl das Segnungsprojekt, als auch die Schwulenveranstaltung mit Limburg (=Bischof) abgestimmt wurde. - Beim Christopher Street Day in Frankfurt wurde die Gay-Comunity in den Dom eingeladen.
So spielen sich Homolobbyismus und Vertuschung in unserer Kirche ab. Viele Kleriker unterstützen das, viele wissen darum.


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 phillip 20. August 2018 
 

selten so gelacht!

Da wirft Chkm dem Poster Hadrianus Antonius aufzurufen vor, dem Papst "an die Karre zu fahren", ohne zu bedenken, dass der Papst die Karre schon - absichtlich oder aus Unvermögen - seit längerem in den Straßengraben gefahren hat und schön langsam beginnt, seinen Kopf aus der sicher nicht von Hadrianus Antonius oder anderen Kritikern angerichteten Modernisten-, Relativisten-, und Subjektivisten-,Homo-und Pädophilensuppe herauszuziehen. Dieser Papst ist angesichts der dubia, correctio filialis und so mancher Kommentare und Postings nicht mehr in der Behauptung glaubwürdig, spät und richtige Informationen aus seinem Umfeld erhalten zu haben und daher nicht eher reagieren habe können. Für den Schaden und - so es so wie bisher weitergehen sollte und er seinen ureigensten Aufgaben, ja Verpflichtungen, den Glauben und die Lehre der Kirche sowie Einheit zu wahren, nicht nachkommt und die Homoklüngel nicht vollständig entfernt -noch massiver werdende Kritik wird er schon selber sorg.


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 Alpinyeti 20. August 2018 

"Unsere" Reue??!

"Wir als Kirche müssen etc."

Bitte immer schön bei der Wahrheit bleiben, heiliger Vater. Am besten damit beginnen, dass
1. der bei weitem größte Teil der Missbrauchsfälle von HOMOsexuellen begangen wurde.
2. durch die Netzwerke von Schwulen die Kirche beinahe unregierbar geworden ist.
3. schon Ihr Vorgänger Benedikt daran verzweifelt ist und es seither unzählige Absichtserklärungen zur Behebung der Missstände gab, aber kaum etwas bewirkt wurde.
4. der allergrößte Teil der Kirche, so auch meine Wenigkeit, sich diesbezüglich nicht schuldig gemacht hat und somit keinen Handlungsbedarf - abgesehen von Gebet etc. - hat.
5. das Gerede von "unserer Reue" von den vielen Schuldlosen eher als Verarschung angesehen wird.


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 Chkm 20. August 2018 
 

@Beat

Vielleicht könnte Hadrianus Antonius auch für diesen Kreis aufrufen, dort einmal genauer hinzuschauen !


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 Alpinyeti 20. August 2018 

Allein mir fehlt der Glaube.


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 Alpinyeti 20. August 2018 

Die Botschaft hör' ich wohl


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 Beat 20. August 2018 
 

FSSP + FSSPX

Ich habe noch nie gelesen, dass Priester der Petrusbruderschaft und Piusbruderschaft sexuelle Missbräuche begangen haben. Und trotzdem macht man ihnen das Leben derart schwer!
Auch die Franziskaner der Immakulata haben keine sexuellen Missbräuche begangen!


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 Chkm 20. August 2018 
 

@Hadrianus Antonius

Das ist jetzt aber ganz klar ein offener Aufruf, dem Papst an die "Karre" zu fahren, ganz bewust das Haar in der Suppe zu suchen, nur um ihm zu schaden.

Finden Sie das christlich?


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 Hadrianus Antonius 20. August 2018 
 

Und Bergoglio selbst?

Wie schon Origines sagte, ist es besonders wichtig, nicht nur die Worte Unseres Herrn Jesus Christus anzuhören, sonder auch in Taten zu verwirklichen.
Alles andere ist heißer Dampf und Schaumschlägerei und wirkt zutiefst scheinheilig.
Bei dem Haupt der Kirche wirkt es nicht nur nicht authentisch sondern unterminiert seine eigene Position.
Jorge Bergoglo wurde in 1992 mit 55 Jahren zum Bischof geweiht und war dann sehr lange im Erzbistum Buenos Aires tätig.
Hat EB J.Bergoglio in dieser Zeit mit Mißbrauch von Klerikern zu tun gehabt?
Und falls ja, wie waren dann seine Aktionen?
Und war dies dann auch in Rom beim Vatikan bekannt?
Auf Wikipedia habe ich dazu nichts gefunden, wobei es auch eine Lücke zwischen 1980 und 1989 gibt.
Danke für einen Hinweis.


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 Kathole 20. August 2018 
 

Einige Reaktionen von bekannten Priestern auf das Schreiben auf Twitter

Fr. Dwight Longenecker:

"1. Legt das Hauptaugenmerk auf die Betreuung der Opfer
2. Wälzt die Schuld auf 'uns alle' ab
3. Vertuscht ungeheuerliche bischöfliche Verbrechen
4. Erwähnt niemals Homosexualität."

Fr. Ryan Hilderbrand:

"Durch ausschließliche Erwähnung von Priestern, macht er die Priester zum Sündenbock (wörtl. 'schmeißt sie unter den Bus').

Die Worte 'Bischof' und 'Kardinal' kommen nicht einmal vor."

Armin Schwibach:

"Schöne Geistliche Theorie, allgemeine Einladung zu Exerzitien (die richtig ist) aber nichts Konkretes. Zum Beispiel hierzu

[Es folgt eine Grafik, welche den homosexuellen Hintergrund der allermeisten im Pennsylvania-Untersuchungsbericht gelisteten Missbrauchsfälle geradezu ins Auge springen lässt]".


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 hape 20. August 2018 

@Stefan Fleischer

Es geht nicht mehr darum, die Verkündigung zu optimieren und den eigenen Hochmut selbstmitleidig verbal anzuprangern. Der Zug ist endgültig abgefahren. – Genug geschwätzt!

Es geht jetzt nur noch um Taten und Werke. Nur harte Fakten machen die Kirche wieder glaubwürdig. Glaubt denn im Ernst noch jemand den weitschweifigen, leeren Wortkaskaden so vieler Prediger und Bischöfe? Es reicht!

Missbrauch ist Chefsache. Missbrauch gehört weltweit an die erste Stelle der Reformagenda. Hier können sich die Strukturreformer mal austoben. Jetzt muss die Kirche Handlungsfähigkeit zeigen. Keine Phrasendrescherei mehr! Es reicht!

Wegen mir muss der Papst überhaupt nichts mehr predigen. Ich hoffe, dass ihm das mehr Zeit gibt, die Homo-Kamarilla ein für alle mal platt zu machen. Schluss mit der Vertuschung. Schluss mit der Mauer des Schweigens. Ich will Taten sehen. Und zwar vom Papst an erster Stelle. Sonst glaube ich dem kein Wort mehr.

Sorry - aber das musste jetzt einfach mal raus.


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 edith7 20. August 2018 
 

PF steckt selbst mit drin

Leider steckt PF selbst mit drin in der Vertuschung oder zumindest in der gezielten Verzögerung der Aufklärung der Missbräuche, von seiner Mitwisserschaft (z. B. Chile) abgesehen.
Er ist mitnichten ein glaubwürdiger Verfechter des Null-Toleranz-Prinzips, wie es Benedikt XVI. in der Tat war.
Trotz der unterdrückten skandalösen Homo-Zustände im honduranischen Priesterseminar (siehe u. a. http://www.kath.net/news/64599), in die Kardinal Maradiaga verstrickt ist, hält PF seinen Berater weiter im Amt, weil dieser seine ideologische Linie vertritt und ihm nützt.
Es ist zu befürchten, dass PF den jetzt erneut aufflammenden Missbrauchsskandal dazu benutzt, missliebige Bischöfe aus ihren Positionen zu entfernen und durch seine Gefolgsleute zu ersetzen, um sein Regime weiter zu festigen.


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 Stefan Fleischer 20. August 2018 

Es gibt so viel zu tun

In der ganzen Diskussion aber kommt m.E ein Aspekt oft zu kurz. Unser Heiliger Vater zitiert sehr zu Recht: "Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen." Es gilt, den Kampf gegen den Hochmut nicht zu vernachlässigen. Und was ist dieser Hochmut, wenn nicht zu glauben, Gottes Gebote würden für mich selber nicht gelten, und wenn doch, so hätten wir einen Rechtsanspruch auf Gottes Barmherzigkeit. Ich glaube, keiner von uns ist vor der Versuchung dieses Hochmuts gefeit. Deshalb glaube ich, dürfen wir in der Verkündigung nicht länger ständig die Möglichkeit ausklammern, das Ziel unsers Lebens, das ewige Heil zu verpassen. Das würde uns und viele wieder lehren, immer wieder umzukehren zu Gott, unserem Vater und ihm zu sagen: "Vater, ich habe gesündigt. Ich bin nicht mehr wert dein Sohn zu sein." Nur so können wir uns für seine grenzenlose Barmherzigkeit öffnen und diese in unserem Stolz nicht weiterhin zurück weisen.


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 Theobald 20. August 2018 
 

@Montfort

richtig. In einer (Glaubens-)Familie leiden alle mit. Auch die Unschuldigen, die Unmündigen und die, die gegen das Unrecht angekämpft haben. Sie haben hier eine schmerzliche Wahrheit erkannt. Ein eitriger Zahn macht den ganzen Körper schwach, und wenn die große Zehe noch so gesund ist... DAS zu verstehen, sollte uns anspornen, in unserem kleinen, privaten Leben noch weniger Sünde zu dulden.


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 Kurti 20. August 2018 
 

Was ist mit den Bischöfen in Belgien, die die

Augen zugedrückt haben? Werden die weiterhin protegiert?


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 Dottrina 20. August 2018 
 

Alle offenlegen!

Um absolut reinen Tisch zu machen, die Täter auch wirklich zu bestrafen, müsste klare Kante gezeigt werden. Nach genauer Überprüfung des Wahrheitsgehalts (evtl. unschuldige Priester aussondern und schützen) diejenigen öffentlich anklagen, die sich sündhafter und verbrecherischer Vergehen schuldig gemacht haben. Egal, ob einfacher Priester bis rauf zum Kardinal: Jeden einzelnen namentlich nennen, die Schwere der Schuld ermitteln, laisieren und vor ein ordentliches Gericht stellen! Auch hochrangige Bischöfe und Kardinäle, ohne Ansehen vom Rang! Auch im Vatikan. Diese widerlichen Homo-Seilschaften sind satanisch und gehören mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Hat unser Benedetto schon bis zu seinem Amtsverzicht knapp 500 Priester rausgeworfen und über 100 Bischöfen den Rücktritt nahegelegt, wäre es jetzt an Papst Franziskus, hier ein knallhartes Durchgreifen zu zeigen!


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 hape 20. August 2018 

Mir ist das zu wenig - 2

Ich fordere entschlossene Genugtuung für die Opfer und sehr empfindliche Bestrafung der Täter. Es darf kein „weiter so“ geben. Täter dürfen in der Kirche keine (!) Perspektive mehr haben. Überhaupt keine!

Schmallippige Selbstverpflichtungen der Kirche sind nichts wert! Nothing. Nichts. Stattdessen erwarte ich vom Papst zeitnah ein klares Konzept,

a) wie die Täter persönlich bestraft werden,

b) wie die Gay-Netzwerke zu zerstört werden,

c) welche Mechanismen Missbrauch verhindern.

Schluß. Aus. Ende der Durchsage.


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 hape 20. August 2018 

Mir ist das zu wenig - 1

Die Ursache im Klerikalismus zu suchen klingt diffus, spekulativ und verharmlosend. Der Papst hatte lange genug Zeit, die Gay-Kamarilla zu enttarnen. Es reicht jetzt! Der warmen Worte sind genug gewechselt. – Ich will jetzt Taten sehen! – Basta!

Es ist völlig klar, dass die Folgen dieser Straftaten auf die Weltkirche, also auf jeden von uns persönlich, zurückfallen. Das muss mir der Papst nicht erst langatmig erklären. Welch ein Desaster für die vielen redlichen Kleriker, die sich um die Neuevangelisation bemühen!

Ich bin auch bereit, dem Papst zu folgen indem ich bete und faste. Aber all das reicht doch nicht. Das klingt doch nach Beschwichtigung, nach Zeit gewinnen. Schau’n wir mal, dann seh’n wir schon. Langweiliges, neukatholisches Pastoralsprech. Bla, bla, bla. – Schluß damit!


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 Adamo 20. August 2018 
 

Mißbrauchsskandale!

Bei der Aufarbeitung dieser ungeheueren Skandale dürfen keine Kleriker mehr ran sondern seriöse, kompetente Laienrichter, sonst wird daraus nichts.


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 Montfort 20. August 2018 

WIR, das Volk, sollen büßen fur die Taten derer, die...

auch unser Vertrauen, unsere Unterstützung, unsere Brüder und Schwestern mißbraucht haben? Als hätte die Kirche unter diesen Diakonen, Priestern, Bischöfen, Kardinälen und Ordensleuten nicht schon genug gelitten - auch durch ihre Doppelmoral, ihre verlogene "Verkündigung" ihrer selbst!

Beten und Sühne leisten, ja - aber das geschieht immer freiwillig, und nicht von oben verordnet von jenen, die zutiefst schuldig geworden sind. Um Erbarmen betteln müsste wohl gerade der "Diener der Diener", der so oft in seiner "Laufbahn" Täter von Mussbrauch und moralischer, politischer und wirtschaftlicher Korruption gedeckt und gefördert und die Opfer verraten, verkauft und verleugnet hat.


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 JBE 20. August 2018 
 

Zweierlei Mass?

Leider gilt halt zweierlei Mass für die Untaten. Man nennt sie nicht beim Namen bei welchem sie genannt werden sollten nämlich homosexuelle Taten zu über 80% und bei guten Freunden und Vertrauten gilt erst noch Barmherzigkeit first.
Traurig !


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 griasdigott 20. August 2018 

Es fällt mir schwer das zu lesen, so viele Worte. Irgendetwas widerstrebt in mir. Hängengeblieben sind Worte:

-Eine beträchtliche Anzahl Kleriker und Ordensleute
-wenn ein Glied leidet, leiden alle mit
-mit Scham und Reue geben WIR ALS GEMEINSCHAFT DER KIRCHE ZU
-WIR als Volk Gottes gefragt
-jeder Getaufte sich einbezogen weiß in die kirchliche und soziale Umgestaltung
-WIR als Kirche müssen anerkennen,verdammen, vergeben...

Sicher steht vieles richtige im Text und doch so oft dieses WIR.

Nur Papst und Bischöfe haben doch die Machtmittel aufzuräumen.

In wenigen Zeilen könnte man schreiben, dass alle Schuldigen laisiert werden, Homo-Netzwerke zerschlagen werden... usw.

Irgendwie könnte man das zwischen den Zeilen herauslesen, bei gutem Willen, aber WIR sollen da jetzt irgendwie, irgendwas?

Mit diesen Texten kann ich nichts anfangen. Mein Unvermögen?


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 Bernhard Joseph 20. August 2018 
 

Hoffen wir, dass endlich Konsequenzen folgen

Bislang fehlt mir bei Papst Franziskus immer noch eine deutliche Distanz zu Klerikern, wie Kardinal Daneels oder Kardinal Maradiaga, um nur diese beiden Papstvertraute zu nennen.

Wann wird also der Papst seinen Worten Taten folgen lassen?

Romano Guardini wies sehr eindringlich darauf hin, dass allein der gute Vorsatz nicht reicht, sondern der Vorsatz auch zur Tat werden muss, damit Moral sich verwirklicht.

Bitte, Heiliger Vater, befreien Sie uns von Klerikern, die die Kirche durch ihre zeitgeistigen Auffassungen, insbesondere was ungeordnete Lebensweisen angeht, in einen tiefen Schmutz gestoßen haben! Diese Kleriker haben ihre Autorität missbraucht und so das Vertrauen des Volkes Gottes in seine Diener schwer beeinträchtigt.

Solange noch Kardinäle, wie die genannten, weiter den Kurs der Kirche bestimmen können, solange ist da keine echte Umkehr zu erkennen.

Tut mir leid, das so deutlich sagen zu müssen.


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 SpatzInDerHand 20. August 2018 

Beten und Büßen???

Ja - Gebet und Buße sind nötig! Aber bitte nicht von uns unschuldigen Gläubigen, die wir indirekt ebenfalls Opfer dieser Fallstricke wurden. Sondern Gebet und Buße erwarte ich von den Verantwortlichen, den Missbrauchstätern, den kirchlichen Vertuschern bis hin in hohe und allerhöchste kirchliche Ämter. Gern würde ich sehen, wie sich Bischöfe und Kardinäle öffentlich für ihr Schweigen entschuldigen und "beten und büßen" für ihr schreiendes Versagen!

Hilfreich wäre aber auch schon, die Verantworlichen schnellstmöglichst auch ihren kirchlichen Leitungsfunktionen zu feuern!! Das wünsche ich mir ausdrücklich auch für Bischöfe und Kardinäle!


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 Pilgervater 20. August 2018 

Das Entscheidende fehlt

Hat Papst Franziskus ein einziges Mal das Wort "Homosexualität" erwähnt? Vielleicht habe ich es übersehen...
Selbst die Medien, die aktuell über den priesterlichen Missbrauch in USA berichten, vermeiden das Wort "Homosexualität" wie der Teufel das Weihwasser.
Wer nicht Ross und Reiter zu nennen bereit ist, zeigt meines Erachtens nicht das ernsthafte Interesse, das Übel wirklich zu beseitigen.


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 JuM+ 20. August 2018 
 

Wir haben nicht rechtzeitig gehandelt...

Wie lange braucht es heiliger Vater,
70 Jahre, 60 Jahre, 50 Jahre?


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  6. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  10. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  13. Italiens Kirche: Bischofsbrief zur Wiederbelebung des Pfarrlebens
  14. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua
  15. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe

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