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Kraftvolles Grußwort des DBK-Vorsitzenden Marx an Marsch für das Leben

19. September 2018 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Marx: Staat hat die Pflicht, das menschliche Leben zu schützen – Er betont auch den Wert der jährlichen „Woche für das Leben“, die EKD und DBK gemeinsam veranstalten


Bonn-Berlin (kath.net/DBK) kath.net dokumentiert das Grußwort von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zum „Marsch für das Leben“ am 22. September 2018 in Berlin, in voller Länge:

Sehr geehrte Damen und Herren,
auch in diesem Jahr sind Sie in Berlin zusammengekommen, um für den Schutz des menschlichen Lebens einzutreten. Ich danke Ihnen für Ihr über viele Jahre nicht nachlassendes Engagement.

In den politischen Debatten, ob das Werbeverbot für Abtreibungen aufgehoben werden soll, haben wir immer wieder zur Sprache gebracht, dass die Tötung ungeborenen menschlichen Lebens keine „normale“ ärztliche Dienstleistung ist. Es darf nicht verkannt werden, dass der Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich mit unserem Werte- und Rechtssystem nicht vereinbar ist. Die Pflicht des Staates, menschliches Leben zu schützen, leitet sich aus der im Grundgesetz festgehaltenen Überzeugung ab, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist. Diese Überzeugung gilt es gerade dann einzulösen, wenn sie infrage gestellt, durch eigennützige, mitunter kommerzielle Interessen verdeckt oder aufgegeben wird.


Für uns als Kirche gehören der Schutz des ungeborenen Kindes und die Hilfe für Frauen in Krisensituationen eng zusammen. In unseren diakonischen Diensten bieten wir deshalb eine Beratung an, die das Leben des Kindes schützt, indem sie die Mutter umfassend informiert und begleitet. Konkrete Hilfestellungen für Schwangere unterstützen nicht nur die jeweilige Frau, sondern sie sind auch der beste Schutz des Kindes selbst. Es gilt daher immer wieder selbstkritisch anzufragen, ob wir schwangeren Frauen und werdenden Eltern genügend Unterstützung zukommen lassen – als Kirche und als Gesellschaft insgesamt!

Die Woche für das Leben, die seit fast 25 Jahren von der katholischen und der evangelischen Kirche initiiert wird, hat in diesem Jahr einmal mehr den gleichen Wert eines jeden Lebens betont. Jeder Mensch, sei er ungeboren oder geboren, altersschwach oder leistungsstark, krank, behindert oder gesund, ist Geschöpf und Ebenbild Gottes und so von Gott vorbehaltlos angenommen. An diese Botschaft erinnerten wir insbesondere im Bewusstsein der Chancen und Gefahren vorgeburtlicher Diagnostik und bekräftigten die Bereitschaft der Kirche, Eltern in diesen schwierigen Fragen zur Seite zu stehen. Das große mediale Interesse an der Eröffnung der Woche für das Leben lässt hoffen, dass wir damit einen guten Beitrag zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Gesellschaft leisten konnten.

Dem Marsch für das Leben am 22. September 2018 in Berlin wünsche ich daher Gottes Segen.
Reinhard Kardinal Marx
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Marsch für das Leben Berlin 2018 - Am Samstag, 22. September, ab 13 Uhr vor dem Reichstag

Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer - Ansprache beim Marsch für das Leben 2016 #MarschFürDasLeben


Berliner Erzbischof Heiner Koch - Ansprache beim Marsch für das Leben 2016 #MarschFürDasLeben



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