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Sturm "Fabienne" zerstörte Barockbrunnen von Stift Heiligenkreuz

24. September 2018 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Sturmtief brach Kopf des heiligen Josef, ein Werk Giovanni Giulianis (1664-1744), ab


Wien (kath.net/KAP) Schwere Sturmschäden hat das Sturmtief "Fabienne" von Sonntag auf Montag in Stift Heiligenkreuz verursacht. Der Orkan riss einer der großen Plantanen im inneren Stiftshof einen großen schweren Ast ab, der auf den barocken Josefsbrunnen fiel und diesen dadurch schwer beschädigte. Der Kopf des heiligen Josef, ein Werk Giovanni Giulianis (1664-1744), brach ab und liegt jetzt im Brunnen. Die Statue des heiligen Josef soll erneuert werden, heißt es auf der Website der Abtei, und: "Gott sei Dank ist bei uns aber nur Sachschaden entstanden. Im Gebet denken wir vor allem an die Frau aus Bayern, die in dieser Nacht gestorben ist und an den vierjährigen Buben, der in Lebensgefahr schwebt."


Zu den Sehenswürdigkeiten des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz zählen mehrere Brunnen. Es sind dies das berühmte gotische Brunnenhaus mit dem Fünf-Schalen-Brunnen aus Blei, der Josefsbrunnen, den Giovanni Giuliani 1739 für den inneren Stiftshof schuf sowie ein von Abt Uldarich II. 1584 gestifteter Brunnen im Vorhof. Ein Marienbrunnen aus dem 18. Jahrhundert steht im ehemaligen Meierhof. Der Venetianische Bildhauer Giovanni Giuliani lebte ab 1690 in Österreich und bereicherte hier die Barockkunst durch Elemente der italienischen Plastik. Finanzielle Probleme zwangen den Künstler, ab 1711 eine lebenslange Bindung als Familiar mit dem Stift Heiligenkreuz einzugehen. Dieses ermöglichte ihm eine kleine Bildhauer-Werkstatt und beauftragte ihn mit barocken Umbauten.

Das Sturmtief "Fabienne" hatte den gesamten Nordalpenraum heimgesucht. In Stadelschwarzach (Bayern) wurde das Dach des Turms der St.-Bartholomäus-Kirche heruntergerissen. Die Turmhaube fiel in einen Garten. Der Turm aus dem 16. Jahrhundert hatte einen sogenannten Echter-Spitzhelm, der nach dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter (1545-1617) benannt ist.

Das Sturmtief zog am Sonntagnachmittag teils mit Tornados über Bayern hinweg und erreicht in der Nacht Ober- und Niederösterreich. Es forderte in Deutschland mindestens ein Todesopfer. Auf einem Campingplatz bei Bamberg erschlug ein Baum eine 78 Jahre alte Frau. Auch der Zugverkehr war massiv beeinträchtigt.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Foto: (c) Stift heiligenkreuz


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