26 September 2018, 10:40
Die Apostolische Reise ins Baltikum
 
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Franziskus: Aufruf für das Volk Gottes in China. Das Evangelium: Stärkung in Zeiten des Prüfungen, in Zeiten der Freiheit: Licht für den täglichen Weg der Menschen und das Salz, das vor der Mittelmäßigkeit und dem Egoismus bewahrt

Rom (kath.net/as) „Als der Herr das Geschick Zions wendete, da waren wir wie Träumende. Da füllte sich unser Mund mit Lachen und unsere Zunge mit Jubel. Da sagte man unter den Völkern: Groß hat der Herr an ihnen gehandelt! Ja, groß hat der Herr an uns gehandelt. Da waren wir voll Freude. Wende doch, Herr, unser Geschick wie die Bäche im Südland! Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Sie gehen, ja gehen und weinen und tragen zur Aussaat den Samen. Sie kommen, ja kommen mit Jubel und bringen ihre Garben“ (Ps 126,1-6).

Papst Franziskus ließ bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz seine 25. Apostolische Auslandsreise der vergangenen drei Tage in die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland Revue passieren und beschäftigte sich mit den einzelnen Etappen der Reise. Besonders unterstrich Franziskus seinen Besuch im Museum für Genozid-Opfer (KGB-Museum. Dort sei besonders zu spüren gewesen, bis zu welchem Grad an Grausamkeit der Mensch fähig sei.

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Der Papst unterstrich, dass er den Menschen in diesen Ländern, die nach dem Fall der totalitären Regime nun in Freiheit leben könnten, in einem stark veränderten Kontext die Freude des Evangeliums und die Revolution der Barmherzigkeit verkündet habe. Die Freiheit ohne die Liebe, die von Gott komme, genüge nicht, um dem Leben Sinn und Fülle zu geben.

In Zeiten der Prüfungen stärke uns das Evangelium, in Zeiten der Freiheit sei es Licht für den täglichen Weg der Menschen und das Salz, das vor der Korruption durch Mittelmäßigkeit und Egoismus bewahre.

Zusammen mit Maria, „die sich immer als Mutter ihrer Kinder erweist, haben die Völker Litauens, Lettlands und Estlands ihr Ja zu Christus als unserer Hoffnung erneuert“.

So würden ihre Herzen erweckt werden, auch in einer säkularisierten Welt die Sprache der Liebe zu sprechen und neues Leben aufkeimen zu lassen.

Am Ende der Generalaudienz lancierte der Papst im Hinblick auf das vorläufige Abkommen mit der Volksrepublik China einen Appell:

„Liebe Brüder und Schwestern,

am vergangenen Samstag, den 22. September, wurde in Peking eine Vorläufige Vereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China über die Ernennung von Bischöfen in China unterzeichnet. Das Abkommen ist das Ergebnis eines langen und nachdenklichen Weges des Dialogs, das eine positivere Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Stuhl und den chinesischen Behörden für das Wohl der katholischen Gemeinschaft in China und für die Harmonie der gesamten Gesellschaft fördern soll.

In diesem Geist habe ich beschlossen, eine Botschaft brüderlicher Ermutigung an die chinesischen Katholiken und an die ganze Weltkirche zu richten, die heute veröffentlicht wird. Damit hoffe ich, dass in China eine neue Phase eröffnet werden kann, die hilft, die Wunden der Vergangenheit zu heilen, die volle Gemeinschaft aller chinesischen Katholiken wiederherzustellen und zu erhalten und mit neuem Engagement die Verkündigung des Evangeliums aufzunehmen.

Liebe Brüder und Schwestern, wir haben eine wichtige Aufgabe! Wir sind aufgerufen, unsere Brüder und Schwestern in China mit innigem Gebet und brüderlicher Freundschaft zu begleiten. Sie wissen, dass sie nicht alleine sind. Die ganze Kirche betet mit ihnen und für sie. Wir bitten die Muttergottes, die Mutter der Hoffnung und die Hilfe der Christen, alle Katholiken in China zu segnen und zu behüten, während wir für das gesamte chinesische Volk Gottes um das Geschenk des Wohlergehens und des Friedens bitten“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich heiße ich alle Pilger deutscher Sprache willkommen. Mit Freude grüße ich die zahlreichen Schulgruppen, insbesondere die Schüler und Schülerinnen aus Cloppenburg, Hamburg, Meppen und Ostfriesland. Liebe Freunde, seid immer Zeugen für Christus, unsere Hoffnung, der die Gnade seiner Liebe in unseren Herzen erweckt. Der Herr segne euch und stütze euch auf eurem Glaubensweg.



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