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US-Laien-Organisation kündigt Untersuchung aller Kardinäle an!

1. Oktober 2018 in Aktuelles, 52 Lesermeinungen
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Katholische Laien haben genug von Vertuschungen von Missbrauchsfällen durch Kardinäle. "The Better Church Governance Group" erstellt bis 2020 einen “Red Hat Report”. Dabei werden etwa 100 Journalisten und ehemalige FBI-Mitarbeiter mitarbeiten


USA (kath.net)
Katholische Laien in den USA haben genug von Vertuschungen von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche durch Kardinäle und Bischöfe und Verzögerungen bei der Aufklärung der Missbrauchsfällen.

Vor wenigen Tagen wurde von Laien eine Organisation mit dem Namen "The Better Church Governance Group" gegründet. Dies berichtet "Crux". Diese soll weltweit Untersuchungen bei Kardinälen durchführen. Bis April 2020 soll ein “Red Hat Report” vorgestellt werden. Dafür sollen im 1. Jahr mehr als 1 Million US-Dollar für Nachforschungen investiert werden. Alle 124 zukünftigen Papst-Wähler werden demnach genau unter die Lupe genommen. Dafür sollen etwa 100 Forscher, Akademiker, Ermittler und Journalisten weltweit eingesetzt werden. Außerdem sollen 10 ehemalige FBI-Mitarbeiter an dem Projekt mitarbeiten.


Die Gruppe hat sich am Campus der Catholic University of America (CUA) gegründet. Jacob Imam, der Direktor der Organisation, betont bei der Gründungsversammlung, dass dies nicht als Angriff auf Papst Franziskus zu verstehen sei.

Imam selbst konvertierte vor 3 Jahren vom Islam zum Christentum. "Kardinäle müssen für gewisse Vergehen öffentlich verantwortlich gemacht werden. Sie müssen wissen, dass dies die Menschen erfahren werden, wenn sie für eine bestimmte Person gestimmt haben. Es gibt eine dunkle Seite bei dieser Entscheidung, dies wird anzuerkennen sein. Daher sind wir auch bereit, dies mit Fasten und Gebet zu begleiten. Aber wir können es nicht mehr zulassen, dass unsere Kinder, die Unschuldigen, die Kleinen, die Seminaristen auf diese Weise verschlungen werden, wie es bis jetzt passiert ist."

Im Endbericht ist ein Rating für jeden Kardinal vorgesehen. Dabei wird genau untersucht, wie sich dieser bei Missbrauchsfällen verhalten hat. Imam kündigt an, dass nach dem Screening der Kardinäle auch die Bischöfe weltweit untersucht werden sollen. Dabei soll auch festgestellt werden, inwieweit diese in Übereinstimmung mit der Kongregation für die Glaubenslehre stehen.

Auf die Frage bei der Gründungsveranstaltung, ob auch mögliche homosexuelle Kardinäle bekannt gemacht werden sollen, erklärte der Direktor, dass man bei entsprechenden Gerüchten dies sehr sorgfältig anmerken werde.


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