07 Oktober 2018, 08:20
Nur drei Engel dürfen mit Namen angerufen werden
 
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Die drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael werden in der Bibel genannt. Alle anderen Namen stammen aus apokryphen Schriften oder Legenden. Die Kirche lehnt ihre Verwendung ab.

Vatikan (kath.net/jg)
Es gibt nur drei Engel, deren namentliche Verehrung die Kirche erlaubt. Es sind dies die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, deren Fest am 29. September gefeiert wird.

Diese Regel gilt auch für die Verehrung der Schutzengel, deren Fest auf den 2. Oktober fällt. Die Kirche verehrt die Engel und legt dies auch den Gläubigen nahe, lehnt aber die Verwendung spezifischer Namen für einzelne Engel ab.

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Nur die drei Erzengel werden in der Bibel mit Namen genannt. Michael wird im Buch Daniel, dem Judasbrief und der Offenbarung erwähnt und ist der Führer der himmlischen Heerscharen. Gabriel wird ebenfalls im Buch Daniel genannt. Im Evangelium nach Lukas ist er der Engel, der Maria die Nachricht bringt, dass sie den Erlöser vom heiligen Geist empfangen wird. Davor hat er Zacharias die Nachricht überbracht, dass dessen Frau Elisabet einen Sohn gebären wird, den er Johannes nennen soll. Raphael ist der Name des Engels im Buch Tobit.

Alle anderen Namen von Engeln, die immer wieder genannt werden, stammen aus apokryphen Schriften oder Legenden und sollten nicht verwendet werden. Diese Anordnung stammt aus dem Jahr 745 und wurde auf einer lokalen Synode unter Vorsitz des heiligen Papstes Zacharias beschlossen. Eine weitere lokale Synode bestätigte diese Entscheidung vierzig Jahre später.

Die New-Age Bewegung und die Esoterik der Gegenwart haben die Verwendung weiterer Namen für Engel wieder zum Thema gemacht. Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat deshalb die Anordnung aus dem frühen Mittelalter in ihrem „Direktorium über Volksfrömmigkeit und Liturgie“ im Jahr 2002 bestätigt.


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