Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  5. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  6. Die Welt heilen
  7. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  8. Ich glaube an … Engel?
  9. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  10. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  11. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  14. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  15. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie

„Wie geht es der Kirche? Wie immer: Der Teufel stürmt gegen sie an“

20. Oktober 2018 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn Bischöfe, Priester, Theologen nach dem Wort des Jesaja sich als stumme Hunde erweisen, ist es schlimm um die Kirche bestellt. kath.net-Klartext zum Missbrauchsskandal und Kirchenkrise Von Bischof Andreas Laun ACHTUNG: Ausweitung des Texte


Salzburg (kath.net) Wie geht es der Kirche? Wie immer: Der Teufel stürmt gegen sie an und – das ist der Unterschied zu manch anderer Zeit – er ist erfolgreich auch dort, wo man es kaum je vermutet hätte, und das in einem Umfang, den die Medien wie eine Kriegsberichterstattung breit und manche mit Genuss entfaltet. Wir lesen täglich von Missbrauch und kriminellen Handlungen an und mit Kindern und Jugendlichen. Dabei sind unter den Tätern sogar hochrangige Männer in der Hierarchie der Kirche. Wie konnte es soweit kommen? Sicher nicht plötzlich von heute auf morgen. Ich möchte antworten:

Der Boden für diesen Ausbruch des Bösen wurde schon lange vorher aufbereitet. Das Grollen des Vulkans kündigte schon längere Zeit den Ausbruch an. Was die Kirche betrifft, begann es mit der Verunsicherung des Glaubens in der Verkündigung, die man als Recht auf die eigene Meinung feierte. Ungehorsam in Glaubensfragen und gegen die Ordnung in der Kirche schien ein Zeichen des Mutes zu sein und Zivilcourage.

Dann kam noch die Revolte der 68er, bei der jede Autorität stürzen wollte. Und dieser Geist drang auch in die Kirche ein, als der „Rauch des Satans, wie der jetzt hl. Papst Paul VI. ahnungsvoll und prophetisch das Phänomen nannte. Der katholische Konvertit und Philosoph Dietrich von Hildebrand sprach mit dem Bild der griechischen Sage von einem „Trojanischen Pferd“, das in die Stadt Gottes eingedrungen sei und danach, in einer zweiten Publikation, von der Kirche in einem biblischen Bild als einem „verwüsteten Weinberg“.

Und schließlich tat die sexuelle Revolution ein Übriges: Gebote Gottes, nein, Freiheit vor allem sexuelle Freiheit hieß die Parole, Freiheit von allen Zwängen oder eben allem, was als Zwang gedeutet wurde. Die Lebensform vieler Menschen passte sich an.

Gerade in dieser aufgeregten Zeit veröffentlichte Papst Paul VI. sein Lehrschreiben zur Verhütung und bekräftigte die Lehre der Kirche ohne auch nur ein Jota preiszugeben. Ein Tsunami der Entrüstung brandete gegen Rom und den Papst, der solches wagte!

Innerhalb der Kirche entstanden sogenannte Erklärungen verschiedener Bischofskonferenzen, die beruhigen sollten. Das taten sie in gewissem Sinn auch. Aber sie zahlten dafür einen hohen Preis: Sie sagten den Gläubigen mit schönen Worten: Ihr braucht dem Papst nicht zu gehorchen, höhere Autorität ist euer Gewissen und dieses kann natürlich anders urteilen als der Mann in Rom. Sie merkten dabei nicht, dass sie mit ihren Erklärungen nicht nur diesem Ungehorsam, sondern eigentlich sogar jeder Abweichung von der Lehre der Kirche einen Freibrief ausgestellt hatten.

In dieser gesellschaftlichen und kirchlichen Atmosphäre konnte auch die Homosexuellen-Bewegung ihre Erfolge einfahren, bis zur heutigen, absurden Idee einer Ehe für alle und Theologen, die die ihrerseits den Umsturz der kirchlichen Morallehre betreiben, bezüglich Homosexualität und sogar Abtreibung.


Um die sexuelle Revolution zu ihrem endgültigen Sieg zu führen hat der Staat die Sexualkunde in seine Hand genommen und damit Eltern und Kirche mit Hilfe der Schule entmündigt.

Das Gift der sexuellen Freizügigkeit hat die Gesellschaft verändert und ist auch in die Kirche eingedrungen. Nur so kann man verstehen, wieviel sexuellen Missbrauch es auch in ihr gegeben hat.

Ein schwacher Trost für Katholiken zu hören, dass sie, die Katholiken, nur ein sehr kleines Segment der Täter sind. Aber sie, die Katholiken, sie hätten doch die Lehre der Kirche, besonders durch die Lehren vom hl. Papst Johannes Paul II. und auch die Waffenrüstung Gottes, von der Paulus gesprochen hat, sozusagen zur Hand gehabt zum Führen des geistlichen Kampfes, den jeder Mensch bestehen sollte.

Dann gäbe es heute nicht so viele Scheidungen, „wilde Ehen“, wie man das bloße Zusammenleben früher nannte, abwegige Formen sexuellen Begehrens, geradezu bewunderte Seitensprünge und Partnerwechsel von Promis, Pornographie, lockere TV-Unterhaltungen über Trennungen und Zweit-Ehen oder auch noch weitere Partner. Da alles in Form von Unterhaltung.

Von den Verletzungen der Partner und Kindern redet man kaum, ohne Scham spricht man über all das, mit dem Unterton, dass es intolerant, erzkonservativ und lächerlich wäre solche Verhaltensweisen abzulehnen.

Wenn man all das zusammenhält, warum sollte man sich wundern über den Zustand der Welt und sogar der Kirche?

Während man sich entrüstet über klerikale Täter, ja mit Recht, hat man, offenbar mit einem zweiten Maß messend, einen Mann, der sich offen zur Pädophilie bekennt einen gut bezahlten Sitz im Europaparlament gegeben und niemand protestiert. Ja man hat sogar vergessen, dass es in Europa sogar eine Partei gab, die sich die Entkriminalisierung der Pädophilie zum Ziel gesetzt hatte. Hätten sie die nötige Mehrheit erreicht, wäre in einem ersten Land Europas Pädophilie jetzt genauso „legal“, wie das Ermorden von ungeborenen Kindern.

Bei der Auseinandersetzung über Abtreibung hat man ja das erste Mal so getan als ob eine Mehrheit ein Verbrechen zu einer annehmbaren Handlung machen kann und jetzt redet man sogar über ein „Recht“ auf Abtreibung.

Aber zurück zur Pädophilie: Wo sind alle Anhänger dieser Partei geblieben? Als ob solches Schweigen nicht auch nur eine Variante des Vertuschens wäre!

Übrigens auch, wenn Bischöfe, Priester, Theologen nach dem Wort des Jesaja sich als stumme Hunde erweisen, ein Bild, dessen sich auch Katarina von Siena mehrfach bedient hat, ist es schlimm um die Kirche bestellt: „Die Wächter des Volkes sind blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können nicht bellen“ . und nicht mehr reden wo und was sie reden müssten im Auftrag Jesu, auch wenn sie dann in die Situation der Schafe „mitten unter den Wölfen“ geraten. Woraus man folgern könnte: Ein Bischof, der nie Anstoß erregt, nie einem Wolf begegnet, scheint irgendetwas falsch zu machen. Auch Schweigen kann, vor allem bei den Wächtern, Sünde sein, sagt Papst Gregor der Große.

Niemand weiß genau, wie die Geschichte weiter gehen wird. So sehr man im öffentlichen Bereich angefangen hat, Hass-Bekundungen sogar gerichtlich zu verfolgen: Der Ruf Voltaires Ecrasez l`infame“ „Zertretet die Böse“, und dabei die Kirche und ihre Vertreter meinte, ist heute ein, sich nur notdürftig bedeckt haltendes Programm vieler Medien und Parteien geworden. Es kann sein, dass es sich noch zur gewalttätigen Verfolgung steigert und dann könnten wieder Dinge geschehen wie unter Stalin, und Hitler, Pol Pot und anderen Monstern der Geschichte. Kirchenverfolger ja, aber zunächst nicht unbedingt blutig, vielleicht getarnt als Vertreter des Wohlergehens für alle, wie sich Solowjew den Antichrist dachte.

Aber, ja es gibt ein großes Aber zu diesem Versuch einer Diagnose des Heute: „Sie“ haben viele Autoritäten gestürzt, aber Gott lacht, sagt der Psalm 2, über die, die Ihn stürzen wollen und schon früher wollten, die Menschen, die ihre eigene Welt ohne Gott und gegen Gott bauen wollen wie den Turm von Babel oder nicht einen Turm, wohl aber einen anderen Menschen nicht nach dem Bild Gottes, sondern dem der eigenen Gedanken, Wünschen, Fantasien, die man im Labor vielleicht machen kann. . Gott hat, liebe Kirchenfeinde und liebe „alles Besserwisser“, Seine Methoden. Sie helfen der Sache Gottes sogar manchmal durch Schlachten, Krankheiten, Erdbeben, und Tsunamis. Vor allem aber solltet ihr Euch sozusagen fürchten vor Seinen Heiligen und Propheten. Habt keine Angst, seid froh, wenn ihr den Kampf verliert, denn Gott will auch euch noch retten durch und in Eurer Niederlage.

Aber seid nicht so verrückt zu meinen, ihr könntet siegen über den Allmächtigen. Das haben schon viele geglaubt, aber sie sind gescheitert. Der Teufel lacht auch über euch, weil er weiß aus für ihn bitterer eigenen Erfahrung, dass ihr chancenlos wie er seid. Den Katholiken kann man nur sagen: Eine Reform der Kirche kam immer nur durch große und scheinbar kleine Heilige gekommen. Sie kam noch nie durch Arbeitskreise, Sitzungen und gescheite Bücher, sondern immer nur durch marianische Menschen, die im Dialog mit Gott sagen: Siehe ich bin deine Magd, dein Bischof, dein Mann oder deine Frau in der Ehe, dein Sportler, dein Geschäftsmann, dein Kind oder dein Pensionist, Dein Mensch in der Fülle seiner Kraft, die von Dir kommt, oder Dein Kranker, wie und wer auch immer, mir geschehe nach Deinem Wort!

Wenn diese „alle Heiligen“ irgendwann ihr „es ist vollbracht“ sprechen können, wird Gott sich der Kirche und der Welt erbarmen wie der Leute von Sodom und Gomorrha nach dem Gespräch mit Abraham . Aber man darf nicht vergessen: Eine Bekehrung hat nicht wirklich stattgefunden, und so kommen die Folgen ihrer Sünden später doch noch über die Einwohner der beiden Städte. Anders, aber mit kleiner Ähnlichkeit verhält es sich bei der Sintflut: Einerseits kommt die vernichtende Flut, andererseits aber erbarmt sich Gott des einen Gerechten im Land. Gott rettet Noa und die Tiere, die er mit in die Arche nimmt, vergleichbar mit dem „einen Gerechten“ mit dem Abraham argumentiert und den Aufschub des Unheils erwirkt. Am Ende setzt Gott Seinen Regenbogen der Hoffnung und des Versprechens für die Zukunft in Himmel. Wieder etwas anders in der Geschichte des Propheten Jona: Auch hier die Spannung zwischen der Sünde der Menschen und dem Heilswillen Gottes Auf die Predigt des Jona hin bekehren sich die Menschen. Jona selbst ist verhärtet und will sich noch den angedrohten Untergang der Stadt geradezu genüsslich anschauen, aber Gott erklärt ihm wie ein guter Pfarrer, warum er die Stadt und auch die vielen Tiere nicht vernichten will.

Was ist die Antwort auf die Skandale in unserer Zeit? Dass wir hoffen dürfen, dass Gott auch uns sagt wie den Frauen in dem Volk, die zu Dirnen geworden waren: „Ich selbst gehe einen Bund mit euch ein, damit Ihr erkennt, dass ich der Herr bin“. Aber nicht das Geschehene verdrängend, sondern: „Dann sollt ihr euch erinnern, sollt euch schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich euch alles vergebe, was ihr getan habt“. Oder nüchterner formuliert: Der Skandal war und ist ein grauenhafter Bruch des Bundes mit Gott, aber Gott macht weiter und löst seinen Bund nicht, sondern erneuert ihn wieder und wieder bis zum Ende der Welt. Das ist unsere Hoffnung, die die Scham nicht wegnimmt, aber den Neuanfang und den Sieg im geistlichen Kampf ermöglicht den Kampf um die reine Lehre des Evangeliums, gegen „Verwirrung und Sünde“.

Archivfoto Weihbischof Laun



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gipsy 21. Oktober 2018 

Sehr wahre und aufbauende Worte

eines mutigen Bischofs.
Die Herde der Gläubigen verirrt sich in alle Richtungen, sie ist verunsichert, gefährdet in Ungläubigkeit zu verfallen und weitesgehend auf sich selbst gestellt, alleine gelassen, von den für sie verantwortlichen Hirten, die sich selbst sehr oft , nach verschiedenen Richtungen orientieren und keine "Ich bin der Weg,die Wahrheit und das Leben"- Richtung mehr vorgeben können.
Danke für die o.g.klaren und ermutigenden Hirtenworte , die leider nur wenige erreichen können, zu wenige.
Möge der Herr sie weiterhin begleiten, Hr. Weihb. Laun, vielleicht werden ja durch Sie, aus den bisher wenigen, einmal viele.
Gott schütze Sie!


9

0
 
 Perlinde 21. Oktober 2018 
 

Danke

Danke WB Laun für diesen treffenden u ermutigenden Text.
Jeder hat in seiner unmittelbaren Umgebung Menschen, die der Kirche den Rücken gekehrt haben. Es ist sehr, sehr schmerzlich!
Doch solche Zeilen geben Hoffnung!


12

0
 
 Spondeo 21. Oktober 2018 
 

Absolut der beste und mutigste Bischof, den wir in Österreich haben!


10

0
 
 gebsy 20. Oktober 2018 

Vergelt's Gott, Exzellenz!

Darf ich noch ein Faktum erwähnen?
1981 kam ich auf die Idee, 13 Jahre nach meiner Firmung um die Hl. Beichte zu bitten. Mir war bewusst geworden, dass ich die Kommunion unwürdig, ja zu meinem Gericht empfing. Als dieses Bekenntnis von unserem inzwischen verstorbenen Pfarrers als nicht relevant abgetan wurde, läuteten bei mir die Alarmglocken und ich bat unseren Bischof um eine Lebensbeichte.
Was wird aus einer Pfarre, wo Sonntag für Sonntag sakrilegisch zum Mahl geladen wird?


8

0
 
 lydia stenzel 20. Oktober 2018 
 

Barmherzigkeit

Der Herr erbarme sich des amtierenden Papstes und schenke ihm Vergebung, falls er seine Taten bereut. Ein Papst, der im ersten Jahr seines Pontifikates das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen hat, unerbittlich seine Gegner verfolgt, die nur die Lehre unseres Herrn bewahren wollten, hat sich selbst ad absurdum geführt. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch von C.S.Lewis: "Dienstanweisung an einen Unterteufel."


10

0
 
 Gandalf 20. Oktober 2018 

WICHTIGER HINWEIS

Der Text wurde am Samstag noch erweitert!


9

0
 
 freya 20. Oktober 2018 
 

@Montfort

Der Text dieses "Taufbundlieds" ist nun im neuen Gotteslob schon zum dritten Mal an mehreren Stellen geändert worden - sehr zum Ärgernis der Gemeinde - jeder singt inzwischen einen anderen Text. Hieß es früher "ich will die Kirche hören und folgen ihren Lehren" wurde über "folgen Gottes Lehren" in heute ???? abgeändert. Das Lied ist inzwischen völlig entstellt, genauso wie viele andere Lieder darin. Scheint fast so, dass das neue GL schon im Hinblick auf die neue Kirche, die gerade gebaut wird, herausgegeben wurde....


13

0
 
 Rosenzweig 20. Oktober 2018 

Möchte mit dem hl. Don Bosco noch ergänzen ..

-
zu Ihrem Hinweis- werter @Adamo auf Pp.Franziskus weltweiten Aufruf/ Bitte um das tägl. Gebet:
wie Rosenkranz/ Erzengel Michael u.u.-

Don Bosco sagte einmal:
"Auf den tägl. Rkrz. ist mein Werk gegründet. Ich bin entschlossen, viele andere Übungen zu unterlassen, aber nicht diese.
Ich sehe im Rosenkranz den Bankrott des Teufels.-
-
Nehmen wir tägl. diese “unbezwingliche Waffe” in die Hand u. im Vertrauen verbunden,
mit MARIA der Siegerin in allen Schlachten Gottes..


16

0
 
 bernhard_k 19. Oktober 2018 
 

Ja, ein "Klartext-Hammer" ...

Beten wir für unsere Kirche und Papst Franziskus...


15

0
 
 Adamo 19. Oktober 2018 
 

Mit dem II.Vatikanischen Konzil begann der Teufel mit vermehrten Angriffen an die Kirche Jesu Christ

Es begann mit der Auflösung bisheriger Werte. Jeder legte das Konzil nach seinem Gusto aus. Bischöfe haben die Horizontale des Kreuzes bis zum heutigen Tage überbetont. Es gibt ausschließlich nur noch Nächstenliebe. Von Gott ist kaum noch die Rede. Diese Vertikalkomponente des Kreuzes haben sie bis heute völlig vergessen uns nahezubringen. Das Ergebnis ist heute auf allen Ebenen niederschmetternd:
"Auflösung sämtlicher Werte".

Deshalb bittet der Heilige Vater Papst Franziskus die Gläubigen das Ruder herumzureissen, indem er die Christen in der gesamten Welt bittet täglich den Rosenkranz, sowie das Gebet zur Gottesmutter: Unter deinen Schutz und Schirm... und zum mächtigen Hl.Erzengel Michael: Verteidige uns im Kampfe...zu beten. Also machen wir doch diese Aufforderung unseres Papstes wahr. Nur den Betern kann es noch gelingen... (Reinhold Schneider).


15

0
 
 Josef Menke 19. Oktober 2018 
 

Sie sind ein Glücksfall für die Katholische Kirche.

Bischof Laun, Sie gehören zu den wenigen welche immer wieder den Mut geben, nicht aufzugeben und der Kath. Kirche treu zu bleiben.
Am vergangenen Wochenende hatte ich das Glück, mit einem Pater in einem längeren Seelsorgegespräch wieder genügend Kraft zu bekommen, um im Dunkel des Alltags durchzuhalten.
Es gibt sie - Gott sei Dank – noch. Aber mein Eindruck ist, dass es immer weniger werden. Wenn aber die Priester und Bischöfe den Mut verlieren, ja was soll dann mit den katholischen Christen erst geschehen?
Nochmals herzlichen Dank, Bischof Laun für Ihren Mut, die Klarheit und Offenheit wie Sie das Evangelium predigen. Am kommenden Mittwoch werde ich für eine Woche in Fatima sein und Sie können sicher sein, dass ich Sie in meine Gebete zur Muttergottes einschließen werde.
Ein herzliches Vergelt´s Gott für Ihre wunderbaren, klaren Gedanken.


23

0
 
 Montfort 19. Oktober 2018 

@Fides Mariae - Sie meinen dieses wunderbare Lied:

"Fest soll mein Taufbund immer stehn, ich will die Kirche hören!
Sie soll mich allzeit gläubig sehn und folgsam ihren Lehren!"

Das Dilemma heute ist nur zunehmend, dass die Kirche entweder kaum zu "hören" ist in dem, was den "Taufbund" stärken würde, oder gar die "Folgsamkeit gegenüber ihren (neuen) Lehren" von der gelebten "Gläubigkeit" und alltäglichen Bemühung um Heiligkeit weg(ver)führt.

Heilige Maria, Mutter der Kirche, bitte für uns!


17

0
 
 Rosenzweig 19. Oktober 2018 

DANKE – werte @ Ginsterbusch & werter @nicodemus..

-
"Überall dort, wo ein Tabernakel steht, fühle ich mich zuhause"-
Das haben Sie so treffend formuliert, dass ich mich gern hier noch anschließen möchte!
Ja- DORTt sind wir zu Hause!

Und @nicodemus- DANKE, Sie weisen auch auf Nightfever hin–
sicher für manchen bzw. viele noch FERNstehende immer eine Einladung u. nur GOTT weiß, welche WUNDER ER dort schon gewirkt u. noch wirken möchte..!

Darum nehmen wir in jede Anbetungsstunde auch all` diejenigen mit-
die den Glauben uns rauben wollen oder geraubt haben- wie Sie schreiben u. Sie eine Reihe von jenen aufzählen könnten..?!-
Bringen Sie Alle namentl. in Ihrem GEBET zu JESUS- die "verborgene LIEBE" im Tabernakel!
JESUS wartet ganz sicher auch o. gerade auf DIESE– für die wir stellvtrd. kommen können u.sollen.?!
-
So alle in der Anbetung immer verbunden..


11

0
 
 encense 19. Oktober 2018 

Ewiges Vergelt´s Gott Weihb. Laun!

Für die klaren, unverblümten Worte!


22

0
 
 bernhard_k 19. Oktober 2018 
 

Vergelt's Gott vielmals!

Herzlichen Dank Bischof Laun! Wie immer klar, wahr, vernünftig und schön ...

Das Schöne ist: Wer im Geist Gottes argumentiert, spürt, wie komplementär sich Wahrhaftigkeit, Schönheit und Logik zueinander verhalten.

Wer im Gegensatz dazu davon abweicht, spricht immer irgendwie unklar, unpräzis und vernebelnd. Man kann solche Argumentationen dann auch kaum nachvollziehen.

Vergelt's Gott vielmals!!


28

0
 
 Fides Mariae 19. Oktober 2018 
 

@Eliah: Ja,

und "Fest soll mein Glaube immer stehen, ich will die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig sehen und folgsam ihren Lehren." Nicht den Alternativtext, der so oft gesungen wird.


20

0
 
 Fides Mariae 19. Oktober 2018 
 

@Katholikheute

Treffend! Sehr humorvoll.


5

0
 
 Fides Mariae 19. Oktober 2018 
 

Wo er recht hat, hat er recht

"Das Gift der sexuellen Freizügigkeit hat die Gesellschaft verändert und ist auch in die Kirche eingedrungen. Nur so kann man verstehen, wieviel sexuellen Missbrauch es auch in ihr gegeben hat."
Das stimmt! Jeder kann sich selbst prüfen: Wer ist denn wirklich dagegen gefeit, beeinflusst vom Zeitgeist in dem einen oder anderen Punkt falsch über Sexualität zu denken? Wir sollten alle die Theologie des Leibes vom Heiligen Johannes Paul II. studieren. Bitte für uns, Du heilige Papst!


22

0
 
 lesa 19. Oktober 2018 

Danke Bischof Laun!

Besonders notwendig scheint die ungeschönte Darlegung des innerkirchliche Abmontierens der Kirche durch gewisse Theologen und deren Hörigen, durch die bekannten "Erklärungen" und naseweisem, besserwisserischem Abweichen vom Lehramt nicht weniger in der Verkündigung Stehender. Denken wir nur an die unsäglichen Auslassungen von Kardinal Cupich, die man diese Woche lesen musste, an James Martin beim Weltfamilientreffen, die ungeniert die Verwirrung und Verderbung vorantreiben dürfen, ohne dass jemand einschreitet. Für den sich erneuernden Rest spielt sich ein solches Gewährenlassen der falschen Propheten keineswegs, sonst wird wieder alles im Keim erstickt.

Übrigens gibt es Medien (lokal), die die Situation nicht ausschlachten gegen die Kirche. Dafür kann man dankbar sen.


21

0
 
 elisabetta 19. Oktober 2018 
 

@Ginsterbusch

Da bin ich ganz Ihrer Meinung: "Diese unsere Kirche wird niemals zugrunde gehen und deshalb werde ich niemals austreten. So einfach ist das für mich".
ABER: Wie geht es denen, die nicht so fest im Glauben verankert sind? Die auf ihrer Sinn-Suche die falsche Richtung einschlagen? Die den leichten Weg ins Verderben wählen, weil sie auch in der Kirche keinen gravierenden Unterschied mehr erkennen können zwischen christlichen und weltlichen Werten? Hier wie dort hat man den Eindruck - alles ist erlaubt, was Spaß macht und der barmherzige Gott hat dafür vollstes Verständnis. Er liebt uns ja so, wie wir sind, wird von vielen Theologen verkündet, die es aber besser wissen müssten, wenn sie die Heilige Schrift studiert haben. Herr Weihbischof Laun hat die Ursachen für die Situation, wie wir sie heute haben, sehr gut beschrieben. Eine Umkehr mit Gebet, Opfer und Buße, wie sie die Gottesmutter in Fatima gefordert hat, wäre der letzte Ausweg für die Menschheit, damit noch viele gerettet werden.


22

0
 
 Eliah 19. Oktober 2018 
 

Das Haus wird´s überdauern...

@ nicodemus, @ Ginsterbusch: Sie sprechen mir aus der Seele! Ich bin unendlich dankbar, daß ich nach langer Zeit wieder zum Glauben zurück gefunden habe. Manchmal denke ich, daß die Trennung auch ein Gutes hatte. Sie hat mich davor bewahrt, das Gift des Relativismus trinken zu müssen, das jahrzehntelang den Gläubigen allenthalben eingeträufelt wurde. Ich mehme mir die Freiheit, in der heiligen Messe auch heute noch die überlieferten statt der weichgespülten Texte zu singen, zum Beispiel "Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut - das Haus wird´s überdauern, auf festem Grund es ruht" oder "Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn, in Freuden und Lieden ihr Diener ich bin".Das stört niemanden, weil es im Orgelgetön untergeht, aber der Herr und seine Mutter hören es.


26

0
 
 nicodemus 19. Oktober 2018 
 

Danke, lieber Weihb. Laun!

Auch an 'Ginsterbusch' ein Dank!
"Überall dort, wo ein Tabernakel steht, fühle ich mich zuhause" - ich auch!
Aber, wer weiß noch was das Tabernakulum
ist, was es beinhaltet?
Heiliges BROT?
Nein,denn in der kleinen,unscheinbaren, schweigenden,weißen Hostie ist mein Gott mit Leib und Blut - persönlich anwesend, und dort verehre ich IHN auf meinen Knien. Ich verehre IHN, der die Welt regiert,mich erschaffen hat und mich erlöst hat!
Uns ist der Glaube an die "verborgene"
Anwesenheit "dieser großen LIEBE" geraubt worden!
Geraubt, von wem? Ich könnte eine Reihe
von denen aufzählen. Gott kennt sie!
Suchen wir die verborgene "LIEBE" im Tabernakel oft auf! Der Herr wartet auf uns!
Nightfever


31

0
 
  19. Oktober 2018 
 

Der Teufel stürmt gegen die Kirche

Der Teufel stürmt gegen die Kirche an - so wie seit über 2000 Jahren. Erfolge hatte er in der Vergangenheit sehr viele. Sie blieben aber hinter den Kirchen- und Vatikan-Türen verborgen. Nach Außen konnte das Bild einer heilen Kirche gewahrt werden.
Dies ist in der heutigen Zeit nicht mehr der Fall - und das ist gut. Leider gibt es Stimmen, die die „Alten Zeiten“ wieder herbeisehnen.


7

0
 
 Ginsterbusch 19. Oktober 2018 

Die katholische Kirche ist heilig und bleibt heilig

St. Peter (einschließlich Alt-St.Peter) steht seit ca 1700 Jahren in Rom und hat schon ganz andere Dinge ausgehalten.
Überall dort, wo ein Tabernakel steht, fühle ich mich zuhause.
Egal welches „Bodenpersonal“ dort zugegegen ist.
Es ist für mich lediglich Windhauch.
Diese unsere Kirche wird niemals zugrunde gehen und deshalb werde ich niemals austreten.
So einfach ist das für mich.


33

0
 
 Johann Martin 19. Oktober 2018 
 

Klartext

Gottlob, dass wenigstens Weihbischof Laun Klartext redet. Ansonsten: Vielerlei Stimmen und jeder sagt was anderes.


30

0
 
 Katholikheute 19. Oktober 2018 
 

Wo?

Sind nicht alle 10 zum Bischof geweiht worden? Wo sind die anderen neun??


31

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Irak: Kirchenbau für die Hoffnung
  2. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  5. Der Aufreger im Sommerloch
  6. Maria 1.0 bittet DBK um einen öffentlichen Akt der Buße und Reue sowie um Marienweihe
  7. Bischof Krautwaschl: Steirische Kirchenreform weitgehend auf Linie mit Rom
  8. Italien: Vatikan-Erklärung zu Spenden für Messen löst Echo aus
  9. „Warum tobt Felix Neumann so gegen katholische Selbstverständlichkeiten?“
  10. Syrien: Wiederaufgebaute maronitische Kathedrale von Aleppo eingeweiht








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  6. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  13. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  14. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua
  15. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz