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‘Nicht ohne klares Wort über Drama des sexuellen Missbrauchs’

21. Oktober 2018 in Jugend, 10 Lesermeinungen
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Dritter Bericht der deutschsprachigen Gruppe bei der Jugendsynode im Wortlaut.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Am Ende der dritten Woche haben die 14 Sprachgruppen der Jugendsynode ihre Überlegungen zum dritten Teil des Arbeitsdokuments ("Instrumentum laboris") vorgelegt. Kathpress dokumentiert den vom Vatikan verbreiteten Text der deutschsprachigen Gruppe geringfügig gekürzt.

Die deutschsprachige Gruppe hat die Interventi zum dritten Teil des Instrumentum laboris unterschiedlich wahrgenommen. Mancher fand sie sehr bewegend, vielfältig und bereichernd - und insbesondere hoffnungsvoll besonders auch dort, wo Christen arm sind, wo sie Minderheit sind, wo sie in einer Kriegssituation oder verfolgt sind. Andere haben eine Art Hilflosigkeit wahrgenommen in der Frage, wie es denn nun weitergehe nach allem Gehörten. Was werde sich nun ändern nach der Synode? Gibt es etwa konkrete neue Formen, mit Jugendlichen Kirche zu sein, wird es Selbstverpflichtungen der Bischöfe geben?

Was werden die Bischöfe sagen über die Themen, die immer wiederkehren - die Fragen nach Gerechtigkeit für Frauen, die Themen der Sexualmoral und des sexuellen Missbrauchs in der Kirche, die Fragen nach dem politischen und ökologischen Engagement, nach der Beteiligung von jungen Menschen, nach einer Liturgie, die auch für junge Menschen einladend ist, nach dem Zugang zu Bildung, nach der Migration. Viele Äußerungen verwiesen auch auf die Zentralität der Christusbeziehung für das Engagement in Kirche und Welt und auf die Notwendigkeit, hier gute Begleiter zu haben.


Die Gruppe entscheidet sich dann, (...) einzelne Modi einzubringen mit deutlichen Akzenten.

Wir schlagen vor, das Intervento von Kardinal Vincent Nichols über den Menschenhandel vollständig ins Schlussdokument aufzunehmen. Außerdem wollen wir uns als Gruppe auch dem Appell im Intervento von Kardinal Cupich an die politisch Verantwortlichen in der Welt anschließen. Wir bringen außerdem eigene Modi zu folgenden Themen ein: Wir glauben, dass die Rolle von Frauen in der Kirche in Entscheidungs- und Leitungsverantwortung deutlich gestärkt werden soll. Wir wollen in einem eigenen Modus noch einmal ausführlich die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Evangelisierung und die Teilhabe an Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche hervorheben und dabei ebenso auf die Risiken des Internets für junge Menschen hinweisen.

Wir wollen eine ernsthafte Debatte mit jungen Menschen in der Kirche über die Themen der Sexualität und Partnerschaft. Wir wollen in einem eigenen Modus auf die Wichtigkeit hinweisen, junge Menschen über Formen der Liturgie und des Gebets, der Begleitung und des sozialen Engagements in die persönliche Christusbeziehung zu führen.

Wir bringen weitere Modi zu folgenden Themen ein: über die Katechese durch die Bücher der Youcat-Familie, über das Engagement der Jugendlichen für die Ökologie, über die Beteiligung von Jugendlichen in der Kirche, über die Subsidiarität in der Kirche, über die Bewegungen und Verbände als Orte des Kircheseins.

Schließlich bringen wir einen Modus ein, der 24 konkrete Vorschläge enthält, als einladende Beispiele dafür, wie die Bischöfe konkret in ihren Bistümern eine Conversio vollziehen - für ihr persönliches Leben, aber auch für die Arbeit für und mit jungen Menschen.

Hier acht Beispiele (...): - Der Vorsatz, regelmäßig persönlich zu fasten, regelmäßig Novenen zu beten, oder mit einem Teil des Privateinkommens junge Menschen zu unterstützen - Der konkrete Vorsatz, sich regelmäßig mit jungen Menschen zu treffen, besonders mit den weniger privilegierten Jugendlichen - Der Vorsatz, die Option für die Jugend im Bistum neu zu beschließen und dies auch durch konkrete pastorale Maßnahmen und finanzielle Umschichtungen sichtbar zu machen. - Der Vorsatz, konkrete Jugendnot im Bistum aufzuspüren und sie lindern zu helfen (z.B. versteckte oder offene Armut, Drogensucht, Jugendkriminalität, jugendliche Migranten, Opfer von Missbrauch und Gewalt) –

Der Vorsatz, Beratungs- oder Anlaufstellen für junge Menschen zu schaffen, wo sie konkret über persönliche, familiäre, schulische, gesundheitliche oder andere Probleme sprechen können. - Der Vorsatz, Orden oder geistliche Gemeinschaften ins Bistum einzuladen, die sich besonders um junge Menschen sorgen. - Der Vorsatz, zu einer Wallfahrt mit jungen Menschen einzuladen. - Der Vorsatz, sich persönlich intensiver um die Begegnung und Ausbildung mit den Seminaristen zu kümmern.

Wir glauben schließlich, dass das Schlussdokument nicht ohne ein klares Wort über das Drama des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen beginnen kann. Und wir meinen auch, dass wir Bischöfe nicht nach Hause fahren können ohne des festen Vorsatzes hier ebenfalls konkrete Veränderungen zu besserer Prävention und besserer Sorge um die Opfer zu bewirken. Dazu haben wir auch einen Modus eingereicht.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Montfort 21. Oktober 2018 

Ich kenne viele gläubige Christen,

denen die kirchliche Liturgie vor ihrer Bekehrungserfahrung "gar nichts sagte", egal wie "einladend" sie "gestaltet" bzw. verunstaltet war.

Nachdem sie von Gott "ergriffen", von Gottes Wort "angesprochen", im Herzen davon "durchdrungen" waren, haben sie alle echte Liturgie, vernünftige Verkündigung, wahrhaftiges Lebenszeugnis gesucht, aufgenommen, unterschieden, und nichts lieber getan, als die ihnen - zuvor wie "Fremdsprachen" erscheinenden - kirchlichen Ausdrucksweisen (in Wort, Gesten, Riten, Darstellungen) zu "buchstabieren, lesen und sprechen", ja sie als "Muttersprache" zu lieben gelernt, weil es die Sprache ihrer "Mutter Kirche" war.

Viele kirchliche Dokumente, Ansprachen und Feiern im modernen Neu-Sprech aber sagen weder den "noch nicht Gläubigen" noch den Gläubigen etwas, weil sie im Anbiedern an die als rein menschlich gesehene Fassungskraft die Sprache der Verkündigung und der Liturgie banalisiert und verwässert haben und selbst nicht mehr aus den eigenen Quellen schöpfen.


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 Eliah 21. Oktober 2018 
 

Spiegelfechterei

@Montfort und andere: Beim Besuch in einem deutschen Priesterseminar war ich vor Jahren erschüttert, sehen zu müsssen, das es dort einen "Liturgieübungsraum" gab: Ein Zimmer mit einer Altarattrappe vor einem großen Spiegel, vor dem der künftige "Hauptdarsteller" ausprobieren konnte, wie er sich publikumswirksam in Szene setzen könne. Ich muß zugeben, daß ich einen Augenblick versucht war, den Spiegel zu zerschlagen.


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 bernhard_k 21. Oktober 2018 
 

Es klingt immer dann nur sozialpädagogisch ...

... wenn die zentralen Worte "Jesus Christus", "Erlösung", "Sünde", "Umkehr", "Beichte", "Gebet" und "Liebe zu Jesus und Maria" fehlen.


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 girsberg74 21. Oktober 2018 
 

@Bernhard Joseph (et al)

Sie (und Sie) haben alles Wichtige gesagt.

Ich möchte nicht entmutigen, doch ich habe, gemäß bisheriger Anzeichen, - wenig Hoffnung, dass unter diesem Pontifikat noch irgendetwas Gescheites herauskommt.

Mehr oder weniger eine reine Alibiveranstaltung für das, was auf anderer Ebene bereits vorbereitet ist.


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 Magdalena77 21. Oktober 2018 

@Montfort

Sie haben es genau erfasst! Sehr guter Kommentar!

Obwohl ich nur sehr selten Gelegenheit hatte, den außerordentlichen Ritus zu besuchen, ist mir recht schnell aufgefallen, dass der Novus Ordo dazu geeignet ist, den Priester glauben zu machen, ER sei Gastgeber und "Moderator" der hl. Messe und müsse als solcher dafür sorgen, dass sich niemand "langweilt". Daher dieser große Drang, die Messe zu "gestalten". Ein furchtbares und trauriges Missverständnis, das die hl. Messe manchmal bis zur Unerträglichkeit deformiert!


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 Bernhard Joseph 21. Oktober 2018 
 

@Montfort

Weil die Kleriker keinen tragenden Glauben mehr haben und daher alles auf das eigene Tun ausrichten.

Gott selbst kommt nicht mehr vor und die Liturgie wird daher zur Theateraufführung, die dann entsprechend "ansprechend" zu gestalten ist.

Das Verständnis des Sinns von Liturgie ist den meisten Klerikern längst abhandengekommen, das lässt sich Sonntag für Sonntag in unseren Kirchen beobachten.

Auf den Punkt gebracht, geht es wohl nur noch darum, den kirchlichen Apparat in irgend einer Weise zu rechtfertigen und dazu sieht man vor allem die Notwendigkeit einer guten sonntäglichen Showdarbietung, ansonsten könnten noch mehr junge Menschen den Kirchenaustritt erklären und so den Apparat schädigen.

Wie unten zitiert, scheint Henri de Lubac schon vor 50 Jahren das deutliche Unbehagen verspürt zu haben, dass sich in der Geschäftigkeit des Klerus(Liturgiereformen etc.) im Grunde ein radikaler Glaubensverlust verbirgt.


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 Montfort 21. Oktober 2018 

Und wieder...

"Liturgie, die auch für junge Menschen einladend ist..."

Warum glauben Kleriker immer, sie seien die Gastgeber?!


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 Stefan Fleischer 21. Oktober 2018 

Die Conversio

Es ist natürlich leicht, eine Conversio von anderen zu fordern. Dabei aber sollte die Eigene nicht zu kurz kommen. Oder ist diese im Arbeitsdokument ausgiebig genug behandelt? Davon habe ich eigentlich noch sehr wenig gelesen.


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 Stefan Fleischer 21. Oktober 2018 

Nicht ohne ein klares Wort

Wie schön wäre es gewesen, wenn sich unsere deutschsprachigen Jugendlichen die Forderung jener australischen Studenten nach einem ‚verlässlichen moralischen Kompass’ zu eigen gemacht hätten!


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 Bernhard Joseph 21. Oktober 2018 
 

Zu Schlagworten wie Leitungsverantwortung

"Dass den Menschen die Geschäftigkeit des kiichlichen Apparats, von sich selbst reden zu machen und sich in Erinnerung zu bringen, allmählich gleichgültig wird, ist nicht nur verständlich, sondern objektiv kirchlich gesehen auch richtig. Sie möchten gar nicht immer neu weiter wissen, wie Bischöfe, Priester und hauptamtliche Katholiken ihre Ämter in Balance setzen können, sondern was Gott von ihnen im Leben und im Sterben will und was er nicht will...Leider muss man in dieser Hinsicht (und nicht nur in dieser) heute einen beträchtlichen Verfall der Theologie und ihrer Vulgarisationsformen feststellen: Der Kampf um neue Formen kirchlicher Strukturen scheint weithin ihr einziger Inhalt zu werden. Die Befürchtung, die Henri de Lubac am Ende des Konzils geäußert hatte, es könnte zu einem Positivismus des kirchlichen Selbstbetriebes kommen, hinter dem sich im Grunde der Verlust des Glaubens verbirgt, ist leider ganz und gar nicht mehr gegenstandslos." (Joseph Ratzinger GS BD12)


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