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Wie christliche Unternehmer Erfolg messen

23. Oktober 2018 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Joachim Loh wirbt bei CiW-Jahrestagung für "Kultur des Vertrauens" in der Firma


Altenkirchen (kath.net/CiW). Christen sollten nach Ansicht des Unternehmers Joachim Loh (Haiger) bei ihrem wirtschaftlichen Handeln anderen Erfolgskriterien folgen als Nichtchristen. „Unser Leben ist nur dann erfolgreich, wenn dadurch unser Herr Jesus Christus geehrt wird“, sagte Loh am Wochenende bei der Jahrestagung des Verbands „Christen in der Wirtschaft“ (CiW) in Altenkirchen (Westerwald). Er selbst habe vor einem Kreis von Investmentbankern Erfolg so definiert: „Ich bin glücklich, dass ich nach meinem Tod in den Himmel komme und Gott mich herzlich willkommen heißen wird.“ Für Unternehmer gelte gleichzeitig, dass man glücklicher werde, wenn man mit christlichen Werten führe.

Der 76-Jährige, der seine Firmengruppe vor zehn Jahren an seinen Sohn übergeben hat, warb für eine „Kultur des Vertrauens“ im Unternehmen. Chefs müssten ihr Team so umfassend wie möglich informieren, um damit auch Gerüchte zu bekämpfen. Zum guten Umgang mit Menschen habe bei ihm gehört, dass er oft kranke Mitarbeiter in der Klinik besucht habe. Sein Angebot, mit ihnen am Krankenbett zu beten, sei ihm nie verwehrt worden. Außerdem habe er seine Führungskräfte und Betriebsräte zur Teilnahme am Kongress christlicher Führungskräfte ermutigt. Die Loh-Gruppe besteht heute aus sechs Firmen und 18 Tochterunternehmen mit insgesamt 1.200 Mitarbeitern.


Sterben gehört zum Leben dazu!

Der Theologe und Direktor der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, Matthias Frey (Marburg), sprach sich bei der Tagung für einen vorausschauenden Lebensstil aus. So sollte man sich mit der Frage der Ewigkeit auseinanderzusetzen und das Sterben einkalkulieren. Frey warnte christliche Führungskräfte davor, zu viel Wert auf „Qualitätsstandards“ im Glauben zu legen. Christsein bedeute auch, mit dem eigenen Scheitern bei Jesus Christus zu bleiben.

Der Unternehmer Rainer Lohfeld (Lichtenberg bei Hof) erinnerte kleine und mittelständische Unternehmen an ihre Verantwortung für Familien. Er sprach sich gegen eine frühe Fremdbetreuung von Kleinkindern aus, weil Krippen die Bindung der Kinder störten. Das wirke sich nachweislich negativ auf deren Gehirnentwicklung aus und schädige damit auch den Bildungserfolg. Der Wirtschaftsstandort Deutschland stehe und falle aber mit der Qualität und Kreativität der Arbeitskräfte, da das Land keine nennenswerten Bodenschätze habe.

Mission braucht Business

Karl Schmauder (Hülben bei Reutlingen), früheres Vorstandsmitglied eines börsennotierten Unternehmens, kritisierte die Trennung von Wirtschaft und Mission. Seiner Ansicht nach sollten auch Missionare mehr darüber nachdenken, wie Menschen in Entwicklungsländern einen Arbeitsplatz bekommen können. Schmauder erinnerte an den württembergischen evangelischen Sozialreformer Gustav Werner (1809 – 1887), der „Business as Mission“ mit eigenen Unternehmen für Waisen und Behinderte betrieben habe.

Der Unternehmer Alexander Gerlitz (Paderborn) stellte ein Geschäftsmodell vor, bei dem ein kleiner Prozentsatz aus dem Umsatz an christliche und karitative Werke weitergeleitet wird. Durch die Weiterempfehlung solcher Firmen lasse sich die Unterstützung von Spendenwerken gezielt vergrößern.

„Wir ernten, was Gott sät“

Der Generalsekretär von „Christen in der Wirtschaft“, Michael vom Ende (Würzburg), ermutigte die Teilnehmer dazu, Gott in jeder Lebenslage zu vertrauen. Er wies er darauf hin, dass Kopf und Herz in der Bibel zusammengehörten und in ihrem Zusammenspiel Gott als Gegenüber hätten. „Wir ernten, was Gott sät“, sagte er. Zum christlichen Zeugnis in der Wirtschaftswelt gehöre auch, sich gegen die „tödliche Diesseitigkeit“ zu wenden und Menschen auf die von Gott gegebene Hoffnung auf ein Jenseits hinzuweisen.

Bei der Jahrestagung gab es neben Bibelarbeiten, Referaten, Workshops und Interviews auch eine Präsentation von Annette Klingelhöfer (Marburg), Deutschlands erster Schokoladensommelière. Die Expertin informierte über die Geschichte der Schokolade und brachte den Teilnehmern Kostproben extravaganter Rezepturen mit.

Die Jahrestagung mit knapp 60 Teilnehmenden stand unter der Überschrift „Wirtschaften – mit heißem Herz und kühlem Kopf“. „Christen in der Wirtschaft“ ist ein überkonfessioneller Verband mit rund 800 Mitgliedern aus Handwerk, Handel, Dienstleistung, Industrie und Gesellschaft. Vorsitzender ist Friedbert Gay, Remchingen.

Foto: Unternehmer Joachim Loh (c) CiW / Matthias Schmitt



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Lesermeinungen

 ottokar 23. Oktober 2018 
 

Vielleicht könnte Herr Joachim Loh Bischof Hanke helfen!

vielleicht kommt er dann tatsächlich in den Himmel, wer weiss...


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