Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Die US-Kirche braucht weniger, aber bessere Priesterseminare

27. Oktober 2018 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unsere Zeit verlangt ein radikales Überdenken der Priesterseminare, schreibt Thomas Berg, ein Priester, der an einem Priesterseminar in New York wirkt.


New York (kath.net/CNA/jg)
An Stelle der derzeit 70 Priesterseminare in den USA sollten 15 bis 20 regionale Seminare treten, die mit den besten Ausbildern des Landes besetzt werden sollten. Das gegenwärtige System bringe Priester hervor, die ihren Aufgaben in den Pfarren nicht immer gewachsen seien, schreibt Thomas Berg in einem Artikel für die Washington Post. Berg ist Priester, Professor für Moraltheologe am St. Joseph’s Seminar in New York und dort auch für die Aufnahmen der Kandidaten zuständig,

In dem Artikel schlägt er eine Reform der Priesterseminare vor, die mehr Wert auf die geistliche und emotionale Formung der Kandidaten legen soll.

Die Ausbildung der Priesteramtsanwärter lege derzeit viel Gewicht auf den akademischen Bereich. Die bestehenden Defizite in der emotionalen und persönlichen Entwicklung würden Priester hervorbringen, die nicht ausreichend auf die Arbeit in einer Pfarre vorbereitet seien.


Wo die persönliche Entwicklung zu kurz komme, könnten leicht ungeordnete Verhaltensweisen Raum gewinnen, darunter jene, die in den letzten Monaten Schlagzeilen gemacht hätten, schreibt Berg.

Zwischen den Seminaristen und der Leitung müsse ein Verhältnis des Vertrauens und der Transparenz bestehen. Dies sei derzeit nicht überall in ausreichender Form gegeben. Es schmerze ihn, wenn er beispielsweise höre, dass Seminaristen nicht wagten, über die Missbrauchsfälle in der Kirche offen sprechen zu können.

Sie sollten ihre Sorgen und Bedenken über die Gemeinschaft, die Ausbildung oder jedes andere Thema ohne Scheu zum Ausdruck bringen können, verlangt Berg.

Alle Seminare sollten klare Richtlinien für sexuelle Belästigung und Missbrauch haben. Jeder Fall müsse auch an die zuständige Diözese gemeldet werden, schlägt er vor.

Weiters regte er an, das Mindestalter für den Seminareintritt auf 22 Jahre anzuheben. Die Kandidaten könnten vorher berufliche Erfahrung sammeln oder einen Abschluss an einem College machen. Die Ausbildung am Seminar sollte von sieben auf acht Jahre verlängert werden. Das erste Jahr sollte der „Entgiftung von der Kultur und den sozialen Medien“ dienen. Ziel sei es, die Kandidaten im Gebet und in der Selbsterkenntnis wachsen zu lassen und ihre männliche Identität zu stärken. Das letzte Jahr sollte der „intensiven Feldarbeit“ im pastoralen Dienst gewidmet sein.

Berg äußerte seine Besorgnis darüber, dass in den Seminaren Priester als Ausbilder tätig seien, denen die Fähigkeiten und der innere Antrieb fehlten, Mentoren, Vorbilder und moralische Instanzen für die Priesteramtsanwärter zu sein. Ein Doktorat in Theologie qualifiziere einen Priester nicht automatisch für diese Aufgabe. Hier seien die Bischöfe in der Verantwortung, schreibt Berg.

Unsere Zeit verlange ein „radikales Überdenken“ der Priesterseminare, das bei den Bischöfen beginnen müsse, fordert er.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priesterseminar

  1. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  2. Papst Leo an Seminaristen: „Das Priesterseminar ist stets ein Zeichen der Hoffnung für die Kirche“
  3. In Frankreich nimmt die Zahl der Interessenten am Priestertum zu
  4. US-Diözese Nashville hat 90.000 Katholiken und 35 Seminaristen
  5. Trotz Terrorgefahr steigt die Zahl der Seminaristen in Burkina Faso
  6. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  7. Priesterseminar Chur für alle Theologiestudenten geöffnet
  8. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  9. Erzbischof von Toulouse verbietet Soutane für Seminaristen und Diakone
  10. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  6. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  7. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Kasper: Deutschsprachige Theologie ist Christologie-vergessen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz