29 Oktober 2018, 10:00
US-Justizministerium an Bistümer: Keine Missbrauchsakten vernichten!
 
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Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten für breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche und internationale Grenzen hinaus.

Washington DC (kath.net/pl) Das US-amerikanische Justizministerium hat sich an die römisch-katholischen Bistümer mit der Bitte gewandt, keine Akten zu vernichten. Das berichtete die „New York Times“. Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten vielmehr für eine breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche oder sogar internationale Grenzen hinaus. Die Anfrage enthält außerdem den Hinweis auf Dokumente in „Geheimarchiven“, also vertrauliche Daten der Bistümer. Offenbar sorgt sich das Justizministerium, dass infolge des öffentlich gewordenen massiven Skandals um sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung in der US-amerikanischen katholischen Kirche (in dessen Strudel sich nicht wenige US-Bischöfe und US-Kardinäle um ihr berufliches Weiterbestehen kämpfen), Bistümer auf die Idee kommen könnten, belastendes Archivmaterial zu zerstören.

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Die Bitte des US-Justizministeriums war in einem siebenseitigen Brief von US-Staatsanwalt William M. McSwain enthalten und an den Präsidenten der US-amerikanischen katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, gerichtet. DiNardo wurde in dem Brief vom 9.10.2018 gebeten, „sofort Kopien [dieses Briefes] an alle Diözesen in den Vereinigten Staaten zu senden“. Am 23.10. folgte die Bischofskonferenz dieser Bitte und sandte die Kopien des Briefes weiter.

Symbolbild: Akten



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