02 November 2018, 16:30
Gedächtnis, Hoffnung und die Lichter für den Weg
 
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Franziskus zu Allerseelen auf dem römischen Friedhof ‚Laurentino’. Gebet im ‚Garten der Engel’, Begräbnisstätte für ungeborene Kinder. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Papst Franziskus fuhr zu Allerseelen am Donnerstag zum „Cimitero Laurentino” (Friedhof Laurentino) in der römischen Peripherie.

Es ist der vierte Friedhof, den der Papst anlässlich des Totengedenkens besucht. In den Jahren 2013, 2014 und 2015 feierte er die Messe auf dem monumentalen Friedhof Verano. 2016 war er in Prima Porta. Letztes Jahr begab sich Franziskus auf den amerikanischen Friedhof in Nettuno.

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Jenseits des „Grande Raccordo Anulare“ in Trigoria gelegen befindet sich der Friedhof Laurentino im Herzen des „agro romano“. Er umfasst eine Fläche von etwa 27 Hektar und ist der drittgrößte der elf Friedhöfe der Hauptstadt. Der Friedhof Laurentino wurde am 9. März 2002 vom damaligen Kardinalvikar Camillo Ruini geweiht. Derzeit läuft ein Projekt zur Erweiterung der Struktur. Im Inneren gibt es keine monumentalen Gebäude. Es ist möglich, Erdbestattungen (auch von Asche) durchzuführen.

Am 4. Januar 2012 wurde auf dem Friedhof der „Garten der Engel“ eingeweiht: eine grüne Fläche von etwa 600 Quadratmetern, die der Bestattung von Kindern gewidmet ist, die aufgrund einer Schwangerschaftsunterbrechung (spontaner Abgang oder Abtreibung) nicht geboren wurden. Der von einer Hecke umgebene Garten befindet sich vor dem „Kinderfeld“ und wird symbolisch von zwei großen Marmorstatuen bewacht, die zwei Engel darstellen, ein Symbol für Unschuld und Reinheit. Vor der heiligen Messe hielt der Papst im Garten zum Gebet ein

Laurentino ist der einzige Friedhof in der Hauptstadt, in dem sich eine eigene Kapelle befindet. Die Kirche des Auferstandenen Jesus wurde 2012 geweiht. Die Messe wurde am 1. November vom damaligen Kardinalvikar Kardinal Agostino Vallini gefeiert. Die Kapelle hat eine kreisförmige Struktur, nimmt eine Fläche von 220 Quadratmetern mit etwa 140 Plätzen ein und hat einen großen Innenhof von etwa 120 Quadratmetern.

In seiner kurzen und frei gehaltenen Predigt sprach der Papst davon, dass der heutige Gedenktag ein Tag sei, der uns zu unseren Wurzeln zurückführe und Hoffnung zum Ausdruck bringe. Der Weg des Christen sei von den Seligpreisungen abgezeichnet. Sie seien die Lichter, die uns begleiteten, damit wir den Weg nicht verfehlten. Das sei unsere Gegenwart.

So fänden sich in diesem Friedhof die drei Dimensionen des Lebens: das Gedächtnis, die Hoffnung und die Lichter für den Weg, um nicht den falschen Weg einzuschlagen.

„Der Herr schenke uns die Gnade“, so der Papst abschließend, „nie das Gedächtnis zu verlieren, es nie zu verbergen. Er schenke uns die Gnade der Hoffnung, denn die Hoffnung ist ein Geschenk des Herrn. Sie ist dazu da, um atmen zu können, um auf den Horizont zu blicken, um nicht vor einer Mauer verschlossen zu bleiben. Und er schenke uns die Gnade, zu verstehen, welches die Lichter sind, die uns auf dem Weg begleiten werden, um keinen Fehler zu machen, und so dort anzukommen, wo sie uns mit viel Liebe erwarten“.


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