Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

USA: Vatikan untersagt Beschluss von Anti-Missbrauchsmaßnahmen

12. November 2018 in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz wollte Verhaltenskodex für Bischöfe und von Laien geleitete Untersuchungskommission für Missbrauchsvorwürfe einrichten. Vatikanische Intervention untersagt das. US-Bischöfe sollen Sonderkonferenz im Februar abwarten - UPDATE


Baltimore (kath.net/jg)
Daniel Kardinal DiNardo hat seinen Mitbrüdern im Bischofsamt mitgeteilt, dass die derzeit tagende Vollversammlung der Bischofskonferenz nicht über zwei wesentliche Vorhaben abstimmen wird, welche die Bischöfe in Anbetracht der Missbrauchskrise vorbereitet haben.

DiNardo, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, berichtete, dass eine entsprechende Anweisung direkt aus dem Vatikan komme. Die Bischofskonferenz hatte geplant, einen Verhaltenskodex für Bischöfe und die Einrichtung einer von Laien geleitete Kommission zur Untersuchung von Bischöfen, die mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert sind, zu beschließen.

Der Heilige Stuhl habe darauf bestanden, die angekündigten Maßnahmen zu verschieben, bis die von Papst Franziskus einberufene Sondersitzung im Februar abgeschlossen sei. Bei diesem Treffen der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen weltweit wird die Missbrauchskrise beraten werden.


Er sei selbst erst am Sonntag Abend von der Entscheidung des Heiligen Stuhls informiert worden, sagte DiNardo den überraschten Bischöfen.

Er sei zwar enttäuscht von der Intervention des Vatikan, hoffe aber, dass die Konferenz im Februar dazu beitragen werde, dass die von den US-Bischöfen geplanten Maßnahmen noch verbessert werden könnten, sagte DiNardo.

Die Vollversammlung der Bischofskonferenz der USA tagt von 12. bis 14. November in Baltimore.

UPDATE
Die amerikanisch-deutsche Journalistin Maike Hickson erläuterte gegenüber kath.net, dass die U.S.-Bischöfe „zutiefst schockiert über diese plötzliche und unerwartete Reaktion aus Rom“ seien. „Sie fühlen düpiert, im progressiven wie im konservativen Lager. Ein Bischof sagte, Rom scheine nicht zu wissen, unter welchem Druck die U.S.-Bischöfe stünden.“ Andere Kommentatoren wiesen darauf hin, erläuterte sie weiter, „dass man hier die Widersprüchlichkeit des neu gelobten synodalen Prinzips sehen könne: auf der einen Seite sollen die nationalen Bischofskonferenzen mehr Eigenständigkeit erhalten (wie man ja bei der Deutschen Bischofskonferenz bezüglich der Kommunion für protestantische Ehepartner gesehen hat), auf der anderen Seite verbietet man ihnen die Unabhängigkeit dann, wenn sie sich nationale Richtlinien geben wollen bezüglich der Missbrauchsfrage.“

Dieser aktuelle Schritt Roms und letztlich des Papstes habe „den Eindruck des Chaos nur noch verstärkt“. „Die U.S.-Bischöfe, denen nun seit Monaten Inaktivität vorgeworfen wird, werden nun gezwungen, noch bis Februar zu warten, bis man sich mit dem Papst in Rom trifft, um dann im März vielleicht endlich zu nationalen Richtlinien zu gelangen. Das scheint nun doch ein Schlag ins Gesicht der Missbrauchsopfer zu sein.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz