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US-Erzdiözese: Insolvenzverfahren wegen Missbrauchsfällen3. Dezember 2018 in Chronik, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Erzdiözese Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico möchte wegen zahlreicher Forderungen von Missbrauchsopfern Insolvenz anmelden.
USA (kath.net) Die Erzdiözese Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico möchte wegen zahlreicher Forderungen von Missbrauchsopfern Insolvenz anmelden. Dies berichtet die "Kleine"-Zeitung. John Wester, der zuständige Bischof teilte vergangen Woche mit, dass der Hintergrund die stark gestiegenen Kosten für Entschädigungszahlungen seien. Mit dem Insolvenzverfahren möchte er erreichen, dass die Opfer weiterhin Geld bekommen. Die Rede ist von etwa drei dutzend Opfern mit entsprechenden Forderungen. Vergangene Woche wurde das Büro derErzdiözese von der Staatsanwaltschaft untersucht, dabei wurden belastende Unterlagen zu zwei Priestern, die des Missbrauchs beschuldigt werden, beschlagnahmt.

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Lesermeinungen| | girsberg74 3. Dezember 2018 | | | | Menetekel für Rom? Für die Erzdiözese Santa Fe, die offensichtlich schon länger einen klaren Kurs fährt, täte mir das sehr leid.
Für die im Vatikan säumigen Kräfte könnte dies eine Vorstellung sein, was die Dollars und Pfennige, die nicht mehr wuchern, mit ihrem Apparat machen könnten. |  0
| | | | | mphc 3. Dezember 2018 | |  | Mir tut Erzbischof Wester sehr leid. Vor seiner Ernennung nach Santa Fé hat er als Ortsbischof öfters die Familie meines Schwagers in der Nähe von Salt Lake City besucht. |  2
| | | | | elmar69 3. Dezember 2018 | | | | Welche Folgen hat das jetzt? Da sollte mal weiter geforscht werden, ob das ehr der Abwehr überzogener Forderungen dient oder ob da tatsächlich eine Liquidation drohen könnte.
Eine Diözese hat immerhin zahlreiche Besitztümer, die niemals in eine Zwangsversteigerung kommen sollten. |  1
| | | | | Eliah 3. Dezember 2018 | | | | Langzeitwirkung (2/2) Könnte es ein besseres Beispiel dafür geben, welch verheerende Langzeitwirkung die Umtriebe von kircheninternen Sexualverbrechern haben, die nicht vom Glauben an Gott geleitet werden sondern vom Glauben an das, was sich unterhalb ihrer Gürtellinie regt? In die Zukunft projiziert ist klar, daß die Kirche dort, wo im Gegensatz zu Santa Fé immer noch beide Augen zugedrückt werden, noch in Jahrzehnten von den Untaten ihrer „schwarzen Schafe“ heimgesucht werden wird. Umso ungeheuerlicher ist es, daß die Bischofskonferenz der USA energische Sofortmaßnahmen gegen den Mißbrauchssumpf aus Rom untersagt bekam. Wäre da nicht der Zeitpunkt zum Widerstand gekommen? Verkommt Befolgung solcher Anweisungen zum sprichwörtlich jesuitischen Kadavergehorsam? Und hätte das Konklave 2013 nicht die jesuitische Regel befolgen sollen, daß niemand Vorgesetzter werden darf, der das anstrebt, weil er sich damit von vornherein als ungeeignet erweist? |  6
| | | | | Eliah 3. Dezember 2018 | | | | Langzeitwirkung (1/2) Erzbischof John C. Wester und die Erzdiözese müssen jetzt auslöffeln, was ihnen der 1993 zurückgetretene Vor-Vorgänger eingebrockt hat. Wer die Ereignisse verfolgt hat, weiß, daß er gestand, sexuelle Beziehungen zu sieben Frauen unterhalten zu haben und außerdem wegen der Vertuschung sexuellen Fehlverhaltens anderer Priester auffällig wurde Die Mißbrauchsfälle, die jetzt noch anstehen, sind sämtlich Altlasten. Seit 25 Jahren herrscht in Santa Fé echte Nulltoleranz. Die Erzdiözese hat mehr als 300 Opfern, die ihre Vorwürfe glaubhaft machen konnten, insgesamt rund 52 Millionen Dollar gezahlt. 40 weitere Fälle stehen nach Angaben von Erzbischof Webster noch an. Was jetzt geschehen muß, ist nichts nach seinen Worten weniger als eine komplette Neuorganisation der Erzdiözese. Eine Viertelmillion Katholiken wird sich jetzt gefallen lassen müssen, daß ihre spirituelle Heimat Gegenstand hochnotpeinlicher Untersuchungen wird, bei denen jeder, aber auch jeder Stein umgedreht wird. |  4
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