Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Bartholomaios wendet sich an moskautreue ukrainische Bischöfe

9. Dezember 2018 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ökumenischer Patriarch lädt Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zum "Vereinigungskonzil" - Einladungsbriefe aber an den Phanar zurückgesandt.


Kiew-Konstantinopel (kath.net/ KAP)
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat an den Metropoliten von Kiew, Onufrij (Berezowskij), und an die anderen Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats Briefe geschrieben, in denen sie dringend zur Teilnahme am "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember in Kiew eingeladen werden. Dort soll es zur auch politisch brisanten Verabschiedung des Statuts einer neuen, geeinten ukrainischen Kirche kommen. Eine Entspannung des innerorthodoxen Konflikts in der Ukraine ist jedoch nicht in Sicht: Metropolit Onufrij und die meisten anderen ukrainisch-orthodoxen Bischöfe sandten die mit 1. Dezember datierten Briefe aus Konstantinopel ohne Antwort in den Phanar zurück, berief sich die Stiftung "Pro Oriente" am Samstag auf eine Mitteilung der "Union orthodoxer Journalisten".

In den Briefen an die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe wurde hervorgehoben, dass jeder Bischof einen Priester sowie einen Mönch oder Laien zum Konzil mitnehmen könne, alle würden beim Statut sowie bei der Erstellung des Dreiervorschlags für die Wahl des Primas der neuen Kirche Stimmrecht haben. In einem beigelegten Schreiben von Bartholomais I. an Metropolit Onufrij vom 12. Oktober wurde darauf hingewiesen, dass die Metropolie von Kiew "zu allen Zeiten" zur Jurisdiktion der Mutterkirche von Konstantinopel gehört habe. Nach der Wahl des Primas der neuen orthodoxen Kirche in der Ukraine werde Onufrij "in ekklesiologischer und kirchenrechtlicher Sicht" nicht mehr den Titel eines "Metropoliten von Kiew" beanspruchen können, hieß es weiter. Onufrij könne aber am "Vereinigungskonzil" teilnehmen und seine Kandidatur als Primas präsentieren.


Kritik an Einmischung der Politik

Am 7. Dezember tagte der Heilige Synod der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Kiew. In einer Resolution wurde beklagt, dass die Staatsmacht in der Ukraine unter Präsident Petro Poroschenko trotz aller Appelle weiterhin grob in das kirchliche Leben eingreife. Auch wurde festgehalten, dass der Patriarch von Konstantinopel keinerlei Recht habe, in der Ukraine kirchliche Versammlungen zu organisieren und die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe dazu einzuladen. Das "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember sei als eine "illegale Versammlung" anzusehen, weil daran auch die Schismatiker teilnehmen. Niemand sei beauftragt, die ukrainisch-orthodoxe Kirche bei der Versammlung am 15. Dezember zu repräsentieren, alle dort getroffenen Entscheidungen würden als ungültig betrachtet.

Am 6. Dezember war auch der Heilige Synod des bisher als schismatisch betrachteten "Patriarchats von Kiew" zusammengekommen. Bei dieser Versammlung wurde deutliche Kritik an den Vorstellungen Konstantinopels geübt. U.a. wurde festgestellt, dass nur die Bischöfe beim "Vereinigungskonzil" das Stimmrecht haben könnten, nicht aber Priester, Mönche und Nonnen sowie Laien. Im Präsidium des Konzils müsse "Patriarch" Filaret Sitz und Stimme haben. Neuerlich wurde die Forderung erhoben, dass die neue orthodoxe Kirche in der Ukraine den Rang eines Patriarchats haben müsse, weil es sich um eine der größten orthodoxen Kirchen handle.

Dass die Gründung der neuen autokephalen (eigenständigen) ukrainischen orthodoxen Landeskirche am 15. Dezember in der Kiewer Sophienkathedrale stattfinden soll, hatte Staatspräsident Poroschenko vergangene Woche in Kiew bekanntgegeben. Die Ankündigung löste Überraschung aus, weil Poroschenko, der sich aus politischen Gründen seit längerem um eine Autokephalie bemüht, keine kirchlichen Versammlungen ankündigen kann.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  3. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  4. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  5. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  6. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  7. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  8. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  9. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  10. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump







Top-15

meist-gelesen

  1. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz