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Bartholomaios wendet sich an moskautreue ukrainische Bischöfe

9. Dezember 2018 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Ökumenischer Patriarch lädt Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zum "Vereinigungskonzil" - Einladungsbriefe aber an den Phanar zurückgesandt.


Kiew-Konstantinopel (kath.net/ KAP)
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat an den Metropoliten von Kiew, Onufrij (Berezowskij), und an die anderen Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats Briefe geschrieben, in denen sie dringend zur Teilnahme am "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember in Kiew eingeladen werden. Dort soll es zur auch politisch brisanten Verabschiedung des Statuts einer neuen, geeinten ukrainischen Kirche kommen. Eine Entspannung des innerorthodoxen Konflikts in der Ukraine ist jedoch nicht in Sicht: Metropolit Onufrij und die meisten anderen ukrainisch-orthodoxen Bischöfe sandten die mit 1. Dezember datierten Briefe aus Konstantinopel ohne Antwort in den Phanar zurück, berief sich die Stiftung "Pro Oriente" am Samstag auf eine Mitteilung der "Union orthodoxer Journalisten".

In den Briefen an die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe wurde hervorgehoben, dass jeder Bischof einen Priester sowie einen Mönch oder Laien zum Konzil mitnehmen könne, alle würden beim Statut sowie bei der Erstellung des Dreiervorschlags für die Wahl des Primas der neuen Kirche Stimmrecht haben. In einem beigelegten Schreiben von Bartholomais I. an Metropolit Onufrij vom 12. Oktober wurde darauf hingewiesen, dass die Metropolie von Kiew "zu allen Zeiten" zur Jurisdiktion der Mutterkirche von Konstantinopel gehört habe. Nach der Wahl des Primas der neuen orthodoxen Kirche in der Ukraine werde Onufrij "in ekklesiologischer und kirchenrechtlicher Sicht" nicht mehr den Titel eines "Metropoliten von Kiew" beanspruchen können, hieß es weiter. Onufrij könne aber am "Vereinigungskonzil" teilnehmen und seine Kandidatur als Primas präsentieren.


Kritik an Einmischung der Politik

Am 7. Dezember tagte der Heilige Synod der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Kiew. In einer Resolution wurde beklagt, dass die Staatsmacht in der Ukraine unter Präsident Petro Poroschenko trotz aller Appelle weiterhin grob in das kirchliche Leben eingreife. Auch wurde festgehalten, dass der Patriarch von Konstantinopel keinerlei Recht habe, in der Ukraine kirchliche Versammlungen zu organisieren und die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe dazu einzuladen. Das "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember sei als eine "illegale Versammlung" anzusehen, weil daran auch die Schismatiker teilnehmen. Niemand sei beauftragt, die ukrainisch-orthodoxe Kirche bei der Versammlung am 15. Dezember zu repräsentieren, alle dort getroffenen Entscheidungen würden als ungültig betrachtet.

Am 6. Dezember war auch der Heilige Synod des bisher als schismatisch betrachteten "Patriarchats von Kiew" zusammengekommen. Bei dieser Versammlung wurde deutliche Kritik an den Vorstellungen Konstantinopels geübt. U.a. wurde festgestellt, dass nur die Bischöfe beim "Vereinigungskonzil" das Stimmrecht haben könnten, nicht aber Priester, Mönche und Nonnen sowie Laien. Im Präsidium des Konzils müsse "Patriarch" Filaret Sitz und Stimme haben. Neuerlich wurde die Forderung erhoben, dass die neue orthodoxe Kirche in der Ukraine den Rang eines Patriarchats haben müsse, weil es sich um eine der größten orthodoxen Kirchen handle.

Dass die Gründung der neuen autokephalen (eigenständigen) ukrainischen orthodoxen Landeskirche am 15. Dezember in der Kiewer Sophienkathedrale stattfinden soll, hatte Staatspräsident Poroschenko vergangene Woche in Kiew bekanntgegeben. Die Ankündigung löste Überraschung aus, weil Poroschenko, der sich aus politischen Gründen seit längerem um eine Autokephalie bemüht, keine kirchlichen Versammlungen ankündigen kann.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Cosmas 10. Dezember 2018 
 

Die politische Abhängigkeit ist ein Grundproblem der Orthodoxie

und nicht nur in diesem Fall. Die autokephalen Teilkirchen sind und waren ja immer Reichs- oder oder Staatskirchen. Seit Byzynz. Die Herrscher haben immer schon entscheidend mitgeredet, oder umgekehrt die orth. Kirchen befinden sich immer in einer politischer Abhängigkeit, wie sie bei der katholischen Kirche durch das Papsttum nie in diesem Ausmaß gegeben war. Am krassesten vielleicht die griechische Orthodoxie, wo der gesamt Klerus vom Staat bezahlte "Beamte" sind. Ich erinnere mich auch noch wie die gr. Orthodoxen (inkl. dem sonst ach so ökumenischen Wiener Metropoliten Staikos) getobt haben, als sich die makedonische Orth. Kirche als autokephal erklärt hat. Dabei war das vergleichsweise politisch ziemlich bedeutungslos.


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 SCHLEGL 9. Dezember 2018 
 

Ein Krampf

Die ganze Sache ist ein Jammer! Besonders weil sich die Politik in die Sache einmischt. An vorderster Stelle der Diktator Putin, der am liebsten die SOWJETUNION, mit Satellitenstaaten, wiederherstellen möchte. Und natürlich sein abhängiger Vasall,Patriarch Kyrill, der auch in russischen Medien als OLIGARCH und nicht als Patriarch bezeichnet wird.
Der ukrainische Ministerpräsident Poroschenko hat in Russland SCHOKOLADEFABRIKEN und sieht schlechte Chancen bei der nächsten Wahl wiedergewählt zu werden.Auch er möchte mithilfe der orth. Kirchen der Ukrainer punkten. Der einzige OHNE politische Ambitionen ist der ökumenische Patriarch Bartholomaios. Es ist eine historische Tatsache, auch wenn das Moskauer Patriarchat das leugnet, dass Kiew VON ANFANG AN zum Patriarchat von Konstantinopel gehört hat, lediglich im 17. Jh. bekam der Metropolit von Moskau die Erlaubnis den Metropoliten von Kiew zu weihen.
Kein Wunder, wenn Intellektuelle zur griech.kath. Kirche übertreten.Msgr.Franz Schlegl


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