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Erzbistum Köln stellt Strafanzeige gegen ehemaligen Priester

17. Dezember 2018 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Der emeritierte Bischof von Bertoua/Kamerun hatte trotz der Laisierung des Mannes ein Empfehlungsschreiben für ihn ausgestellt - Der Priester war wegen sexuellen Missbrauchs laisiert worden


Köln (kath.net/pek) Das Erzbistum Köln hat Strafanzeige wegen Betrugs gegen einen ehemaligen Priester aus Bertoua/Kamerun erstattet, der fremdsprachliche Seelsorgedienste übernommen hat, obwohl er wegen sexuellen Missbrauchs in seinem Heimatland seit 2013 aus dem Priesterstand entlassen und laisiert ist. Der laisierte Priester hatte falsche und ungültige Dokumente vorgelegt und damit Vertretungen etwa in der französischsprachigen Seelsorgestelle Köln-Bonn übernommen. Das Erzbistum informierte darüber alle französischsprachigen Gemeinden in seinem Bereich. Es geht auch kirchenrechtlich gegen den Mann vor und hat zudem die vatikanische Glaubens- sowie die Bischofskongregation informiert, dass der emeritierte Bischof von Bertoua/Kamerun trotz der Laisierung des Mannes Empfehlungsschreiben für ihn ausgestellt hat.


Den Hinweis auf die vorsätzliche Täuschung des Mannes gab der Apostolische Nuntius. Weitere Kenntnisse über die Hintergründe, die seinerzeit zur Entlassung aus dem Klerikerstand führten, liegen dem Erzbistum nicht vor. Ebenso wenig gibt es in diesem Zusammenhang Hinweise auf mögliche Missbrauchsfälle in Deutschland. Dennoch wurden den Gemeindemitgliedern vorsorglich die Kontaktdaten der externen Ansprechpersonen für entsprechende Mitteilungen weitergegeben.

„Wir wurden vorsätzlich getäuscht“, so Pfarrer Mike Kolb, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal. „Dieser Fall zeigt, dass es trotz klarer und transparenter Verfahrenswege eine Lücke gegeben hat. Dies spornt uns an, noch konsequenter vorzugehen. In diesem Fall haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen sollen, dass sich beim Einsatz von Priestern anderer Diözesen ein solcher Fall nicht wiederholen kann“, so Kolb weiter.


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Lesermeinungen

 Aschermittwoch 17. Dezember 2018 
 

Vertrauensverlust

Auch in unserer Kirche kann scheinbar keiner mehr dem anderem vertrauen. Nun ist es soweit....
Vertrauensverlust ist für ein Unternehmen das Schlimmste.


8
 
 Hausfrau und Mutter 17. Dezember 2018 
 

bistum Osnabrück hat auch ein Skandalchen auf der Homepage

https://bistum-osnabrueck.de/bistum-osnabrueck-gibt-missbrauch-durch-priester-bekannt/

H&M


2
 
 winthir 17. Dezember 2018 

es waren mehrere Dokumente.

Laut obigem Bericht wurden mehrere falsche und ungültige Dokumente vorgelegt.


1
 
 SpatzInDerHand 17. Dezember 2018 

Mit Verlaub, aber das Empfehlungsschreiben eines EMERITIERTEN Bischofs war nicht ausreichend.

Wenn ein Bistum den Priester eines anderen Bistums in Dienst nimmt, muss das von der gültigen zuständigen Stelle des anderen Bistums erlaubt werden. Das Erzbistum Köln möchte mit Sicherheit im umgekehrten Fall ebenfalls ordnungsgemäß seine Zustimmung geben können.

Es liegt ein schwerer Fehler der Personalabteilung des Erzbistums Köln vor!


4
 

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