Login




oder neu registrieren?
Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  5. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  6. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  7. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  8. Papst Franziskus in Geldnot!
  9. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  10. Mexiko: Priester nimmt während der Messe Anruf des Papstes entgegen

Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter – Gedanken nach Weihnachten

30. Dezember 2018 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„In den Geschäften beginnt der Ausverkauf. Im Hintergrund warten die Faschingsartikel. Und auch die Osterhasen sind nicht mehr fern. Wo ist Weihnachten jetzt?“ – Gedanken eines Nichttheologen. Von Stefan Fleischer


Grenchen (kath.net/sf) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. (Jes 9,5)

Nun ist es schon wieder vorüber, das Weihnachtsfest. Die meisten Lichter und Lichtlein sind gelöscht beziehungsweise abgeschaltet und weggeräumt. Schon liegen abgeräumte Christbäume draußen zur Abfuhr bereit. In den Geschäften beginnt der Ausverkauf. Im Hintergrund warten die Faschingsartikel. Und auch die Osterhasen sind nicht mehr fern. Wo ist Weihnachten jetzt? Was ist davon geblieben?

Ja, war denn überhaupt Weihnachten? Was IST denn eigentlich Weihnacht? In einem Weihnachtsbrief, der mir ins Haus flatterte, standen Sätze wie: "Wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt, wenn der Laute bei dem Stummen weilt und begreift, was der Stumme sagen will. … Wenn mitten im Dunkeln ein winziges Licht, Geborgenheit, helles Leben verspricht und du zögerst nicht, sondern gehst, so wie du bist, darauf zu. Dann, ja dann fängt ‚Weihnachten‘ an."

Gut, ja sehr gut gemeint. Aber ist das alles? Fängt christliche Weihnacht erst dann an, wenn wir Menschen etwas tun? Ist nicht Weihnacht das Fest, das uns daran erinnert, dass zuerst Gott etwas getan hat? Weihnacht ist, wo Gott Mensch wird. Gott wird Mensch, damit der Mensch wieder Mensch werden kann. Weihnacht wird, wo Gott uns Erlösung schenkt. Erlösung wird, wo der Mensch sich von Gott erlösen lässt aus seinen Sünden und seiner Schuld. Weihnacht ist also, wo Gott selbst unser Retter und Erlöser wird.

Seine Geburt, die wir in dieser Heiligen Nacht feiern, ist der erste Schritt Gottes zu unserer Erlösung, der erste Schritt des Sohnes auf seinem Weg als Mensch durch diese Welt, auf den Höhepunkt der Erlösung, auf Kreuz und Auferstehung zu. Weihnacht für uns Menschen beginnt also dort, wo wir mit ihm auf diesem Weg gehen, durch diese Welt, durch Freud und Leid, zusammen mit all unseren Nächsten, auf den Höhepunkt unseres eigenen Lebens zu, auf unsere eigene Auferstehung. Dass wir das können, dazu wurde Gott Mensch, dazu wurde es Weihnachten. Dass wir es auch tatsächlich tun, oder zumindest uns ehrlich bemühen, das ist seine Einladung, sein Auftrag an uns. Und wenn wir es tun, dann, ja dann fängt immer wieder, immer neu Weihnachten an für uns und unsere ganze Welt.

"Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens." Diese Definition von Weihnachten, wie wir sie bei Jesaia finden, ist nicht ganz einfach zu verstehen. Aber sie sagt uns eines: Weihnacht gibt es nur von Gott her, mit Gott und auf Gott hin, den ganzen, großen, ewigen, und doch so unbegreiflich nahen Gott. So aber wird Weihnacht der Schlüssel für unsere Beziehung zu ihm, für unsere Beziehung hier und jetzt auf dem Weg zu ihm, und für unsere ewige, unzerstörbare Beziehung einst in unserer ewigen Heimat bei ihm.

kath.net-Buchtipp
Heiligkeit für Anfänger
Ein Wegbegleiter
Von Stefan Fleischer
Taschenbuch, 156 Seiten
2011 BoD
ISBN 978-3-8448-0949-7
Preis 12.40 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berther GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Foto Stefan Fleischer



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 benedetto05 31. Dezember 2018 
 

Hervorragende Reflexion!

Dass mit dem Nichttheologen ist natürlich absolutes Understatement.
Sie haben eine beneidenswerte Gabe zur theologischen Reflexion, lieber
Stefan Fleischer. Der obige Text ist nur ein weiterer von vielen schon
erbrachten Belegen dafür.

"Weihnacht für uns Menschen beginnt also dort, wo wir mit ihm auf diesem Weg gehen, durch diese Welt, durch Freud und Leid, zusammen mit all unseren Nächsten, auf den Höhepunkt unseres eigenen Lebens zu, auf unsere eigene Auferstehung."

Das ist genial auf den Punkt gebracht! Ich danke Ihnen von Herzen und
hoffe auf weitere gute "Gedanken eines (Nicht)theologen..." auch im
kommenden Jahr. Gottes Segen für Sie und alle Kath.net-Mitarbeiter.

@lakota
Natürlich, die Herde der wirklich Standhaften ist klein. Ich komme auch
immer mehr zu der Gewissheit, dass der heilige Evangelist Johannes in
seiner Apokalypse mit den dort genannten Zahlen (u.a. 144.000, die
freigekauft und von der Erde weggenommen worden sind; [14,3])eine wahrheitsgemäße Vision hatte.


2

0
 
 lakota 30. Dezember 2018 
 

Lieber Stefan Fleischer

"Weihnacht gibt es nur von Gott her, mit Gott und auf Gott hin, den ganzen, großen, ewigen, und doch so unbegreiflich nahen Gott. So aber wird Weihnacht der Schlüssel für unsere Beziehung zu ihm, für unsere Beziehung hier und jetzt auf dem Weg zu ihm, und für unsere ewige, unzerstörbare Beziehung einst in unserer ewigen Heimat bei ihm."

Ich fürchte, wir sind nur noch eine kleine Herde, die das sieht und glaubt. Wenn ich an die Christmette in unserer Kirche denke, an das Verhalten vieler, die das ganze Jahr über nicht in der Kirche waren. Die aber selbstverständlich zur Kommunion gehen, auf dem Weg dorthin anderen in den Bänken auf die Schulter klopfen und "Frohe Weihnacht" wünschen - nicht an Jesus Christus denken, den sie gleich empfangen werden - da wird mir ganz elend.
Sie haben so recht, mit dem was Sie geschrieben haben - leider haben nur noch wenige das Verständnis dafür, den tiefen Glauben daran.
Vergelt's Gott für Ihre guten Beiträge!


6

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Weihnachten

  1. «Gott ist so anders, dass er sich selbst zu einem von uns macht»
  2. Zsifkovics: Krippe ist kürzeste und beste Weihnachtspredigt
  3. Et incarnatus est de Spiritu sancto ex Maria virgine
  4. Menschwerdung ist Eintritt der Ewigkeit in die Zeit
  5. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren
  6. Endlich – Gott ist Mensch geworden
  7. Sri Lanka: Kardinal feiert Weihnachtsmesse an Anschlagsort
  8. Keiner der Zwölf kam auf die Idee, um Gleichberechtigung zu kämpfen
  9. Keine Christmette in Bagdad aus Sicherheitsgründen
  10. Das Licht Christi bringt uns zusammen







Top-10

meist-gelesen

  1. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  2. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  3. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  4. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  5. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  6. Vom Lehramt längst beantwortet
  7. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  8. Es gibt Tragödien, die durch keine Ethik zu vermeiden sind
  9. Noch eine letzte Messe
  10. Papst Franziskus in Geldnot!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US