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Eintauchen in das Volk – Eintauchen in Gott

13. Jänner 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: zwei wesentliche Elemente des Geschehens bei Jesu Taufe. Die Sendung der Kirche, die Sendung eines jeden: sich in die Sendung Jesu ‚einpflanzen’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“: Angelus am Fest der Taufe des Herrn. Am Vormittag hatte Papst Franziskus 27 Kindern in der Sixtinischen Kapelle das Sakrament der Taufe gespendet.

In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet ging der Papst auf das Evangelium ein (Lk 3,15-16.21-22), dessen zwei wichtige Elemente er betonte: die Beziehung Jesu mit dem Leuten und die BHeziehuing Jesu mit dem Vater).

In der Geschichte von der Taufe, die Johannes der Täufer Jesus in den Wassern des Jordans gespendet habe, sähen wir zuerst die Rolle des Volkes. Es sei nicht nur ein Hintergrund der Szene, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Ereignisses. Bevor Jesus in das Wasser eintauche, „tauche“ er in die Menge ein, schließe sich ihr an und nehme die menschliche Verfassung vollständig an. Er teile alles mit Ausnahme der Sünde. In seiner göttlichen Heiligkeit, voller Gnade und Barmherzigkeit, sei der Sohn Gottes Fleisch geworden, um die Sünde der Welt auf sich zu nehmen und sie hinwegzunehmen. Deshalb handle es sich auch heute um eine Epiphanie, weil Jesus die Logik und den Sinn seiner Sendung offenbare, indem er unter den reuigen Menschen seines Volkes von Johannes getauft werde.


Indem er sich dem Volk anschließe, das Johannes um die Taufe der Bekehrung bitte, teile Jesus auch dessen tiefen Wunsch nach innerer Erneuerung. Der Heilige Geist, der wie eine Taube auf ihn herabsteige, sei das Zeichen, dass mit Jesus eine neue Welt beginne, eine „neue Schöpfung“, die all diejenigen einschließe, die Christus in ihrem Leben aufnähmen.

Auch zu jedem von uns, der mit Jesus in der Taufe wiedergeboren werde, würden die Worte des Vaters gesprochen: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ (V: 22). Diese Liebe des Vaters, die wir am Tag unserer Taufe erhalten hätten, „ist eine Flamme, die in unseren Herzen entzündet wurde und die von uns durch Gebet und Nächstenliebe genährt werden muss“.

Das zweite Element sei, dass Jesus nach dem Eintauchen in das Volk und in die Wasser des Jordans sich selbst in das Gebet, das heißt in die Gemeinschaft mit dem Vater „eintauchte“. Die Taufe sei der Beginn des öffentlichen Lebens Jesu, seiner Sendung in der Welt als Gesandter des Vaters, um seine Güte und seine Liebe den Menschen zu offenbaren.

Diese Sendung werde in ständiger und vollkommener Vereinigung mit dem Vater und dem Heiligen Geist erfüllt. Auch die Sendung der Kirche und die eines jeden von uns sei aufgerufen, sich in jene von Jesus „einzupflanzen“. Es gehe darum, die Evangelisierung und das Apostolat im Gebet ständig zu erneuern, um ein klares christliches Zeugnis zu geben, nicht nach unseren menschlichen Projekten, sondern nach Gottes Plan und Stil.

Das Fest der Taufe des Herrn sei eine günstige Gelegenheit, unsere Taufversprechen mit Dank und Überzeugung zu erneuern, indem wir uns verpflichteten, täglich in Kohärenz mit ihr zu leben. Daher sei es auch wichtig, das Datum seiner Taufe zu kennen. Dieses Datum müsse im Herzen bewahrt werden, um jedes Jahr gefeiert werden zu können.

Jesus, der uns nicht für unsere Verdienste gerettet habe, sondern um die unermessliche Güte des Vaters zu verwirklichen, „mache uns alle barmherzig!“.




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