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Tochter Gottes, erhebe dich - Leseprobe 3

2. Februar 2019 in Buchtipp, 4 Lesermeinungen
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Es ist an der Zeit aufzustehen und zu erkennen, für welche Freiheit und Kraft du geschaffen wurdest. Leseprobe 3 aus dem neuen Buch von Inka Hammond


Linz (kath.net)
Die Welt braucht Frauen mit Dynamit im Herzen, die das verteidigen und zurückerobern, was ihnen anvertraut wurde. Denn Gott sieht in seinen Töchtern keine harmlosen Geschöpfe, sondern leidenschaftliche Streiterinnen für ihn und sein Reich. Wie du in dieser Identität leben und das eigene Wirkungsfeld für Gottes Anliegen einnehmen kannst, zeigt Inka Hammond anhand ihrer persönlichen Geschichte, biblischer Bezüge und weiser Einsichten. Dabei geht es auch darum, Verletzungen, Hoffnungslosigkeit oder manche Bequemlichkeit hinter dir zu lassen und deine Beziehung zu Christus zu vertiefen.

Leseprobe 1:

„Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!“ (2. Korinther 5, 17) Viel zu oft begreifen wir dieses Geheimnis der neuen Kreatur, die wir in Jesus sind, überhaupt nicht. Wie ich am Anfang dieses Buches geschrieben habe, verlassen wir zwar Ägypten, bleiben aber oft in der Wüste stecken. Wir können einfach nicht annehmen, dass Jesus tatsächlich alles neu macht. Begreifen wir das unendlich große Geschenk, das Jesus uns mit seinem Opfertod am Kreuz gemacht hat?

Ich liebe die Geschichte aus dem Alten Testament von Mefi-Boschet. Mefi-Boschet ist einer von Jonatans Söhnen und er hatte einen großen Makel: Er war gelähmt. Er lebte in einem Ort mit dem Namen Lo-Dabar, was so viel wie „Keine Weide“ oder „Ohne Weide“ bedeutet. Niemandsland. Als David der König von Israel wurde, fragte er eines Tages, ob noch Angehörige von Sauls Familie am Leben seien – er würde ihnen gerne Gutes tun. Ein Diener erinnerte sich an den Krüppel Mefi-Boschet. David ließ ihn zu sich rufen und dann passierte Folgendes:


„Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht. David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um deines Vaters Jonatan willen und will dir das ganze Ackerland deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch essen. Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich es bin?“ (2. Samuel 9, 6-8).

Zwei Blicke treffen hier aufeinander: Der barmherzige Blick Davids, des Königs, der Mefi-Boschet nicht verurteilt, sondern ihn wiederherstellen, ihm seinen Besitz zurückgeben und ihm die Ehre zuteilwerden lassen will, die ihm laut seinem Stand eigentlich gebührt - und der abfällige Blick, unter dem Mefi-Boschet stand. Er lebte schon zu lange im Niemandsland, längst hatte er die Identität angenommen, zu der ihn die vielen abfälligen Blicke verdammt hatten. Er nennt sich selbst einen „toten Hund“. Aber die Barmherzigkeit des Königs rettet das Leben von Mefi- Boschet. Und in 2. Samuel 9,13 kann man nachlesen, dass er schließlich in Jerusalem lebte, um dort täglich mit dem König zu essen.

Diese Bibelstelle hat größte Bedeutung für dich und mich. Denn auch wir sind verkrüppelt und versklavt von den Blicken, die uns zugeworfen wurden. Mefi-Boschet zog sich nach Lo Dabar zurück und so verstecken auch wir uns oft im Niemandsland, unter den Decken der Scham und der Verbitterung. Aber es gibt einen König, der uns hervorruft, der möchte, dass wir mit ihm an der königlichen Tafel speisen. „Du deckst mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“, schreibt David in Psalm 23. Wir sind dazu eingeladen, wie Mefi-Boschet unsere falsche Identität abzustreifen und unseren rechtmäßigen Platz einzunehmen - als Töchter des Königs. Die Augen des Vaters suchen seine verlorenen Kinder und er geht ihnen nach. Er hat dich nicht vergessen und er ruft dich heraus aus deiner Schlammkuhle, deinem Versteck, deiner Scham, deiner Angst, deiner Zerbrochenheit. Er ruft dich in seine Gesellschaft, in deine wahre Identität, in deine Autorität als erlöste Frau. Du musst dich nicht länger knechten lassen von den Blicken dieser Welt, den Blicken deiner Herkunft, den Blicken von Lehrern, Klassenkameraden, Arbeitskollegen, fremden Leuten auf der Straße.

Finde heraus, wer du wirklich bist! Es ist von allergrößter Bedeutung, dass wir Folgendes verstehen: Wir sind von Jesus zur Freiheit befreit. Ich komme in diesem Buch immer wieder auf diesen einen Punkt zurück: Wir sind dazu herausgefordert, unsere Vergangenheit hinter uns lassen und in die Bestimmung hineintreten, in die Jesus uns ruft. Wir dürfen aufstehen aus unseren Schlammlöchern und auf das Licht zugehen. Wir müssen die Lügen entlarven, die uns einengen und uns nicht vorangehen lassen. Bevor wir die Waffen ergreifen können, um andere freizusetzen, ist es wichtig, dass wir zuerst begreifen, dass wir selbst frei sein können. Der erste Weg für uns ist der vom Schmerz zum Sieg. Aus diesem Sieg, den wir mit Jesus über die Lügen in unserem Leben erringen, fließt dann Segen zu anderen hin. Das ist gewaltig! Jesus möchte, dass du zuerst an Körper, Seele und Geist heil wirst, damit du dann von einer ganz anderen Plattform, von einer ganz anderen Autorität heraus, andere zu Jesus in die Freiheit und zur Heilung führen kannst.

kath.net Buchtipp
Tochter Gottes, erhebe dich
Vom Schmerz zum Sieg. Vom Sieg zum Segen.
Von Inka Hammond
208 Seiten, Klappenbroschur
SCM Verlag 2019
ISBN: 978-3-417-26875-1
Preis: Euro 15,99

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