Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Fast der gleiche Glaube?

Schrecklich: Senat von New York erlaubt Abtreibung bis zur Geburt

25. Jänner 2019 in Prolife, 40 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Katholischer“ Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, feierte sogenanntes „Recht auf Abtreibung“ als „historischen Sieg für die New Yorker und für unsere progressiven Werte“ – World Trade Center wurde aus Freude pink beleuchtet. Von Petra Lorleberg


New York (kath.net/pl) Praktizierende US-Katholiken sind erschüttert: Der Senat von New York erlaubt die Abtreibung künftig bis direkt zur Geburt. Damit können unter bestimmten Bedingungen (Lebensgefahr für Mutter oder Kind) Babys selbst noch im 9. Schwangerschaftsmonat aktiv getötet werden, Babys also, die unter normalen Bedingungen außerhalb des Mutterleibes längst normal lebensfähig wären. Obendrein hatte ausgerechnet Gouverneur Andrew Cuomo, der sich als katholisch definiert, den Gesetzentwurf durch seine Unterschrift direkt in Kraft gesetzt und dazu lobend gesagt, dies sei ein „historischer Sieg für die New Yorker und für unsere progressiven Werte“. Er hoffe, dass weitere Bundesstaaten dem Vorbild New Yorks folgen werden. Das „Recht auf Abtreibung“ im Bundesstaat New York wäre selbst dann noch gesichert wäre, falls der Oberste Gerichtshof der USA Abtreibung nicht länger straffrei stellen würde, wie dies seit dem Urteil Roe vs. Wade seit 1973 der Fall ist, erläuterte der katholische Gouverneur. New York hatte bereits 1970 – also schon vor dem Urteil Roe vs. Wade die Abtreibung legalisiert und erwies sich damit als der erste US-Bundesstaat mit dieser traurigen Möglichkeit.


In New York sollen nach dem neuen Gesetz künftig auch Personen, die keine Ärzte sind, die Erlaubnis zur Durchführung von Abtreibungen erhalten können, etwa Krankenpfleger oder Hebammen. Außerdem verpflichtet das neue Gesetz die Krankenversicherungen, die Kosten für Abtreibungen zu übernehmen.

Der „katholische“ Gouverneur Andrew Cuomo hatte nach Inkrafttreten des Gesetzes angeordnet, dass das World Trade Center als Ausdruck der Freude in pink angestrahlt wird. Lebensschützer machten inzwischen darauf aufmerksam, dass auf der Gedenktafel für die Toten des Attentats vom 11.9.2001 auch an die im Mutterleib gestorbenen Kinder erinnert wird, zum Beispiel an Verena Lang und „ihr ungeborenes Kind“. Elf ungeborene Kinder waren damals bei dem Attentat mit ihren Müttern gestorben, wie den Gedenktafeln zu entnehmen ist.

Cuomo gilt gleichzeitig als Gegner der Todesstrafe, ein Engagement, für das ihm Sympathien sicher sind. Im August 2018 hatte er beispielsweise geäußert, dass er sich „in Solidarität zu Papst Franziskus“ für die Abschaffung der Todesstrafe im Bundesstaat New York einsetzen werde. Er bezeichnete die Todesstrafe als „einen ekelhaften Schmutzfleck unserer Geschichte“.

Das neue Gesetz stieß bei Lebensschützern und katholischen Bischöfen auf erheblichen Protest. Kardinal Timothy Dolan, Erzbischof von New York, fragte noch vor der Senatsentscheidung auf seinem Blog, ob es wirklich „progressiv“ sei, „dass die große Anzahl von Angehörigen der Gesundheitsberufe, die die Tötung von ungeborenen Babys als widerwärtig empfinden, keine Gewissensfreiheit zum Erheben von Einwände haben werden. Für das Abreißen der Glieder [des Kindes] sind keine ausgebildeten Ärzte erforderlich, und ein Baby, das das Skalpell, die Salzlösung oder das Absaugen überstanden hat und weiterlebt, darf man ohne Versorgung zum Sterben auf die Seite legen“.

Dolan schreib weiter: „Alle Menschen haben Rechte: die Einwanderer, die Armen, die schwangere Frau… und ihr Baby. Alle Kinder Gottes, darauf würde Reverend [Martin Luther] King bestehen, sind gleichberechtigt und haben Rechte“, schloss der Kardinal.

Edward Scharfenberger, Bischof von Albany, fragt sich bereits, ob Gouverneur Andrew Cuomo exkommuniziert werden sollte. Das berichtete die „Catholic News Agency“.

Auch viele Lebensschützer befürchten eine Zunahme von Spätabtreibungen. Außerdem warnen sie, dass in Zukunft die Gewissensfreiheit des medizinischen Fachpersonals eingeschränkt werden könnte. Es sei denkbar, dass Ärzte und Krankenpfleger, die sich dem unangenehmen Geschäft der Spätabtreibungen verweigern, in Gefahr stehen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.



LifeSiteNews: New York feiert die Legalisierung des sogenannten ´Rechts auf Abtreibung´ bis direkt zur Geburt (engl.)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  8. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  9. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  10. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen







Top-15

meist-gelesen

  1. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  2. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  5. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  6. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  7. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  8. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  9. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  10. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  11. Fast der gleiche Glaube?
  12. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  13. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  14. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  15. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz