25 Januar 2019, 11:40
Schrecklich: Senat von New York erlaubt Abtreibung bis zur Geburt
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
„Katholischer“ Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, feierte sogenanntes „Recht auf Abtreibung“ als „historischen Sieg für die New Yorker und für unsere progressiven Werte“ – World Trade Center wurde aus Freude pink beleuchtet. Von Petra Lorleberg

New York (kath.net/pl) Praktizierende US-Katholiken sind erschüttert: Der Senat von New York erlaubt die Abtreibung künftig bis direkt zur Geburt. Damit können unter bestimmten Bedingungen (Lebensgefahr für Mutter oder Kind) Babys selbst noch im 9. Schwangerschaftsmonat aktiv getötet werden, Babys also, die unter normalen Bedingungen außerhalb des Mutterleibes längst normal lebensfähig wären. Obendrein hatte ausgerechnet Gouverneur Andrew Cuomo, der sich als katholisch definiert, den Gesetzentwurf durch seine Unterschrift direkt in Kraft gesetzt und dazu lobend gesagt, dies sei ein „historischer Sieg für die New Yorker und für unsere progressiven Werte“. Er hoffe, dass weitere Bundesstaaten dem Vorbild New Yorks folgen werden. Das „Recht auf Abtreibung“ im Bundesstaat New York wäre selbst dann noch gesichert wäre, falls der Oberste Gerichtshof der USA Abtreibung nicht länger straffrei stellen würde, wie dies seit dem Urteil Roe vs. Wade seit 1973 der Fall ist, erläuterte der katholische Gouverneur. New York hatte bereits 1970 – also schon vor dem Urteil Roe vs. Wade die Abtreibung legalisiert und erwies sich damit als der erste US-Bundesstaat mit dieser traurigen Möglichkeit.

Werbung
Messstipendien


In New York sollen nach dem neuen Gesetz künftig auch Personen, die keine Ärzte sind, die Erlaubnis zur Durchführung von Abtreibungen erhalten können, etwa Krankenpfleger oder Hebammen. Außerdem verpflichtet das neue Gesetz die Krankenversicherungen, die Kosten für Abtreibungen zu übernehmen.

Der „katholische“ Gouverneur Andrew Cuomo hatte nach Inkrafttreten des Gesetzes angeordnet, dass das World Trade Center als Ausdruck der Freude in pink angestrahlt wird. Lebensschützer machten inzwischen darauf aufmerksam, dass auf der Gedenktafel für die Toten des Attentats vom 11.9.2001 auch an die im Mutterleib gestorbenen Kinder erinnert wird, zum Beispiel an Verena Lang und „ihr ungeborenes Kind“. Elf ungeborene Kinder waren damals bei dem Attentat mit ihren Müttern gestorben, wie den Gedenktafeln zu entnehmen ist.

Cuomo gilt gleichzeitig als Gegner der Todesstrafe, ein Engagement, für das ihm Sympathien sicher sind. Im August 2018 hatte er beispielsweise geäußert, dass er sich „in Solidarität zu Papst Franziskus“ für die Abschaffung der Todesstrafe im Bundesstaat New York einsetzen werde. Er bezeichnete die Todesstrafe als „einen ekelhaften Schmutzfleck unserer Geschichte“.

Das neue Gesetz stieß bei Lebensschützern und katholischen Bischöfen auf erheblichen Protest. Kardinal Timothy Dolan, Erzbischof von New York, fragte noch vor der Senatsentscheidung auf seinem Blog, ob es wirklich „progressiv“ sei, „dass die große Anzahl von Angehörigen der Gesundheitsberufe, die die Tötung von ungeborenen Babys als widerwärtig empfinden, keine Gewissensfreiheit zum Erheben von Einwände haben werden. Für das Abreißen der Glieder [des Kindes] sind keine ausgebildeten Ärzte erforderlich, und ein Baby, das das Skalpell, die Salzlösung oder das Absaugen überstanden hat und weiterlebt, darf man ohne Versorgung zum Sterben auf die Seite legen“.

Dolan schreib weiter: „Alle Menschen haben Rechte: die Einwanderer, die Armen, die schwangere Frau… und ihr Baby. Alle Kinder Gottes, darauf würde Reverend [Martin Luther] King bestehen, sind gleichberechtigt und haben Rechte“, schloss der Kardinal.

Edward Scharfenberger, Bischof von Albany, fragt sich bereits, ob Gouverneur Andrew Cuomo exkommuniziert werden sollte. Das berichtete die „Catholic News Agency“.

Auch viele Lebensschützer befürchten eine Zunahme von Spätabtreibungen. Außerdem warnen sie, dass in Zukunft die Gewissensfreiheit des medizinischen Fachpersonals eingeschränkt werden könnte. Es sei denkbar, dass Ärzte und Krankenpfleger, die sich dem unangenehmen Geschäft der Spätabtreibungen verweigern, in Gefahr stehen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.



LifeSiteNews: New York feiert die Legalisierung des sogenannten ´Rechts auf Abtreibung´ bis direkt zur Geburt (engl.)


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

286-PS-Autos für die Limburger Bischöfe (106)

Bistum Würzburg: Konflikt zwischen Pfarrer und "Maria 2.0-Aktivisten" (104)

Kardinal Pell bleibt weiter in Haft (71)

Evangelischer Theologe: 'Fuck you Greta!' (55)

„Das also ist die Toleranz von Vertreterinnen von ‚Maria 2.0‘!“ (31)

Das Sexleben sollte in der Ehe Priorität haben (26)

„Was wir von Forst lernen können“ (26)

Konflikt um Institut Johannes Paul II. eskaliert weiter (21)

Die Wahrheit und Freiheit des Glaubens (20)

Causa Pell bleibt weiterhin rätselhaft (18)

Australische Pfarrerin: Abtreibung kann ‚moralisch gut’ sein (14)

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt (14)

Mädchen wollte in Knabenchor: Klage abgelehnt (14)

'Maria 1.0' fordert Neuevangelisierung beim Synodalen Weg (13)

Raus mit denen, aber hurtig? (13)