Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  12. Menschenrecht auf Abtreibung?
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

Kardinal Müller kritisiert „subtile Christenverfolgung in Europa“

5. Februar 2019 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Glaubenspräfekt: Christen würden „vielfach systematisch über die Medien angeprangert“.


Köln (kath.net) „Auch bei uns in Europa gibt es eine subtile Form von Christenverfolgung. Wenn man jemanden wegen seines Glaubens lächerlich macht, ist das eine Form des Angriffs auf die Religionsfreiheit. Viele Menschen rufen nach Toleranz, nutzen sie aber nur als Waffe gegen andere. Sie erwarten Toleranz für sich, sind aber nicht bereit anderen Ansichten ebenfalls Respekt zukommen zu lassen.“ Das erläuterte Kardinal Gerhard Müller im Interview mit dem Online-Jugendmagazin „f1rstlife“. Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation äußerte sich am Rand eines Veranstaltung von „Kirche in Not“ in Köln. Auch innerkirchlich sei es doch so, dass man dafür kritisiert werde, „wenn man den katholischen Glauben so vertritt, wie er ist“. Dabei werde oft „zwischen progressiv und konservativ“ getrennt. „Konservativ“ sei aber heute „ Konservativ“ „für viele Menschen ein Schimpfwort“ obwohl es „überhaupt nicht auf die Kirche“ passe. Denn es gebe „in der Kirche höchstens die Unterscheidung zwischen rechtgläubig – also den Glauben anzunehmen, wie er offenbart worden ist – oder ihn zu verfälschen. Die Wahrheit, die Christus offenbart hat, ist nicht konservativ.“ Christi Botschaft veralte nie, erläuterte der Kardinal. Konkrete Christenverfolgungen gebe es aber natürlich „in islamisch geprägten Ländern durch Terrorgruppen und Zwangsmaßnahmen der Regierung“ außerdem „immer noch in kommunistisch geprägten Ländern und Diktaturen, die sich in ihrer absoluten Macht bedroht fühlen“, erinnerte Müller weiter.


Christen würden „vielfach systematisch über die Medien angeprangert“, kritisierte Müller und bestätigte damit den Eindruck vieler praktizierender Katholiken. Es werde ständig „schlecht über Kirche und ihre Geistlichen berichtet“, doch würden dabei die vielen Priester vergessen, die immer für andere da seien. „So viele Priester, aber auch engagierte Laien, sterben jedes Jahr für ihren Glauben“, da wolle er fragen: „Wer schafft den Märtyrern Gerechtigkeit?“ Die Märtyrer „hätten es verdient, dass sie zumindest wegen ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Einsatzbereitschaft von unseren Medien gewürdigt werden, gerade auch von den kirchlichen“.

Der frühere Glaubenspräfekt verteidigte außerdem den vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz kritisierten Begriff des „Christlichen Abendlandes“, der „eine lange Tradition“ habe und schon mit dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches beginne. „Die Menschen vereinte neben ihrem christlichen Glauben auch eine politische Haltung.“ Auch heute ziehe man weiterhin „positiven Ideen und Visionen daraus: Das friedliche Zusammenleben in Europa ist eine Idee, die aus der christlichen Tradition und Überzeugung geboren ist.“

Kardinal Gerhard Ludwig Müller vor dem Petersdom




Der kath.net Video Blog Montag #1 from kath.net on Vimeo.


Archivfoto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Müller

  1. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  2. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  3. Kard. Müller: „Deutsche Diözesen sind Teil der Weltkirche und nur insofern katholisch, als sie…“
  4. „Jesus ist also nicht aus religiöser Poesie geboren…“
  5. „Im Jubiläumsjahr ermutigt uns die Kirche, vom Geschenk der Barmherzigkeit Gottes zu profitieren“
  6. Kardinal Müller im „Giornale“-Interview: „Der Papst ist kein Star – Nein zum LGBTQ+-Jubiläum“
  7. Erste Papstreisen von Leo XIV. gehen in die Türkei und in den Libanon
  8. Erntedank: „Der Kosmos besteht um des Menschen willen“
  9. Müller: „Nur eine Woche nach der ‚LGBT-Jubiläumswallfahrt‘ hat man den Petersdom erneut missbraucht“
  10. Emeritierter Glaubenspräfekt Kardinal Müller: „Als Dogmatiker möchte ich nicht diplomatisch sein“






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  8. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  9. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  15. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz