Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Zeitliche und ewige Zukunft
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

Berlin: Russischer Erzbischof will innerorthodoxen Dialog weiterführen

17. Februar 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Mark übt in "Offenem Brief" heftige Kritik an neuer unabhängiger Kirche in Ukraine und am Patriarchat von Konstantinopel - Plädiert dafür, "Informationsaustausch" zwischen orthodoxen Kirchen in Deutschland in veränderter Form fortzusetzen


Berlin-Wien (kath.net/KAP) Einer der angesehensten Hierarchen der russischen Auslandskirche (ROCOR), Erzbischof Mark (Arndt) von Berlin, hat in einem "Offenen Brief" an die Mitglieder der "Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland" zur Krise um die Ukraine Stellung genommen. Darin übt er heftige Kritik an der neuen unabhängigen orthodoxen Kirche in der Ukraine, an der ukrainischen Regierung wie auch am Patriarchat von Konstantinopel. Zugleich zeigt er sich davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen den orthodoxen Kirchen in Deutschland weitergehen muss, wie die Stiftung "Pro Oriente" berichtet. Erzbischof Mark spricht von einem notwendigen "Informations- und Meinungsaustausch", ein solcher müsse freilich in anderer Form als bisher stattfinden.

Der Brief des Bischofs wurde am Mittwochabend in München veröffentlicht. Die "Anerkennung der neuen pseudo-kirchlichen Struktur in der Ukraine und die Erteilung eines Tomos an diese durch das Patriarchat von Konstantinopel" sei ein Schritt, "der auf Jahre hinaus zu sehr viel Verwirrung, Leid und Unstimmigkeiten führen wird", schriebt der Erzbischof und fügt hinzu: "Das offiziell verlautbarte Ziel des Patriarchats von Konstantinopel, eine kirchliche Einigung in der Ukraine herbei zu führen, ist nicht erreicht - vielmehr in noch weitere Ferne gerückt." Die genannten Schritte hätten nicht nur den Graben zwischen den orthodoxen Gläubigen in der Ukraine vertieft und die Spaltung zementiert, sondern auch innerhalb der gesamten orthodoxen Kirche zu "extremen Verwerfungen" geführt.


Seit vergangenen Herbst lassen alle drei Bischöfe der beiden russisch-orthodoxen deutschen Diözesen ihre Mitarbeit in den Gremien der "Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland" (OBKD) ruhen, wie es das orthodoxe Moskauer Patriarchat beschlossen hatte. Hintergrund ist die Anerkennung einer eigenständigen (autokephalen) orthodoxen Kirche in der Ukraine durch den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., dem Ehrenoberhaupt der orthodoxen Weltkirche.

Der 2010 gegründeten "Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland" gehören neben der russischen sechs weitere orthodoxe Kirchen an. Vorsitzender der OBKD ist der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos mit Sitz in Bonn. Die OBKD ist Träger zahlreicher gemeinsamer Initiativen der mittlerweile an die zwei Millionen orthodoxen Christen in Deutschland.

Der gemeinsame Auftritt gegenüber dem deutschen Staat und seinen globalen wie lokalen Strukturen sei unersetzlich, so Erzbischof Mark. "Doch widerspricht es der Aufrichtigkeit, wenn wir 'gute Miene zum bösen Spiel machen', so als ginge uns die zerstörerische Kirchenpolitik der heutigen Staatsmacht in der Ukraine und die unbrüderlichen Handlungen des Patriarchats von Konstantinopel nichts an". Die Mitarbeit der Vertreter der Eparchie der ROCOR in allen Gremien, in denen Geistliche des Patriarchats von Konstantinopel den Vorsitz haben, werde daher bis auf weiteres ruhen müssen, auch in die Theologische Kommission und in die Bildungskommission der "Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland" würden keine Repräsentanten mehr entsandt.

Erzbischof Mark betont aber auch seine Überzeugung, dass der Informations- und Meinungsaustausch unter den in Deutschland wirkenden orthodoxen Hierarchen - bei aller Zurückhaltung - auch weiterhin notwendig sei. Wie er sich dies konkret vorstellt, ließ er allerdings offen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  2. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  3. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  4. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  5. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg
  6. Papst würdigt neuen Seligen aus der Ukraine und bittet um Fürsprache
  7. Russischer Diktator Putin lässt Sophienkathedrale in Kiew bombardieren!
  8. Der historische Ukraine-Irrtum von rechts
  9. Ukrainischer Bischof: "Gott ist unsere einzige Zuflucht"
  10. Großerzbischof: "Auch in der Ukraine ist Christus auferstanden"






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz