Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

"Wir können nicht länger schweigen"

1. März 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die Kirchen und Gemeinden müssen anfangen sich glasklar zu positionieren. Wir tragen die Antwort auf das Problem Abtreibung in uns! Wir müssen für die Kinder kämpfen." - BeneDicta am Freitag - Von Inka Hammond


Linz (kath.net)
Es ist ein Thema, das mir einfach keine Ruhe lässt. Und das ist gut so. Denn die Zeiten, wo wir es unter den Teppich gekehrt haben, müssen endgültig vorbei sein.
Ich rede von über 100 000 abgetriebenen Babies im vergangenen Jahr alleine in Deutschland. Das ist eine Zahl, die wir eigentlich gar nicht fassen können und die sprachlos macht. Aber genau das dürfen wir nicht mehr sein. Es ist höchste Zeit, dass wir Christen die Stimme für die erheben, die noch keine Stimme haben.

Der im Januar bekannt gegebene Beschluss des Senats in New York, dass Abtreibung in diesem Staat bis zum Tag der Geburt legal ist, hat auch sein Gutes: es wird über Abtreibung geredet. Details zur Prozedur kommen ans Tageslicht. Facebook wird fast überschwemmt mit Videos, die darüber aufklären, was eigentlich bei einer Abtreibung im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft passiert. Man sieht die Instrumente, mit denen die ungeborenen Kinder im wahrsten Sinne des Wortes auseinander gerissen werden und liest über die Giftspritze, die dem Kind im Mutterleib injektiert wird und das Kind langsam und grausam tötet.

Es werden einem auch Statistiken ins Bewusstsein gerufen, dass ein verschwindend geringer Prozentsatz von Abtreibungen, tatsächlich medizinische (z.B. Gefahr für das Leben der Mutter) oder kriminologische (z.B. Vergewaltigung) Gründe haben (in Deutschland waren das 2018 4%). Die allermeisten Babies werden auf dem Altar der Bequemlichkeit geopfert.


Ich denke an die Talkshow Anne Will am 3.2.19. Für mich war diese Sendung ein innerlicher Wendepunkt, wo mir klar wurde, dass es so nicht weiter gehen kann. Es kann nicht sein, dass eine prominent platzierte Sendung, von Steuergeldern finanziert, eine so dermaßen manipulierte Meinung zu Abtreibung mit einer, für mich, schmerzhaften Selbstverständlichkeit der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Ausgang der Sendung (Applaus für das ‚Recht‘ auf Abtreibung) quasi geplant und vorprogrammiert. Ich war entsetzt. Denn der Kampf für das Leben ist in die DNA der Frauen eingebrannt, davon bin ich überzeugt. Und wenn, aus welchen Gründen auch immer, eine Frau anfängt sich gegen das Leben zu positionieren, dann ist etwas in eine gehörige Schieflage geraten. Es ist an der Zeit, dass die Frauen, die eine lebendige Leidenschaft für echte Weiblichkeit in sich tragen, sich zu diesem Thema Gehör verschaffen. Denn es gibt diese Frauen zuhauf!

Das Bild, das die Redaktion von Anne Will zeichnen wollte, nämlich dass alle Frauen ganz klar für Abtreibung sind, ist schlichtweg falsch.

Wir können nicht länger schweigen. Die Kirchen und Gemeinden müssen anfangen sich glasklar zu positionieren. Wir tragen die Antwort auf das Problem Abtreibung in uns! Jesus Christus starb, dass wir Leben haben können, Leben in Fülle – und das gilt auch für all die Babies, über denen täglich das Todesurteil ausgesprochen wird. Wir müssen für diese Kinder kämpfen – und auch für deren Mütter. Denn welche Frau geht schon leichtfertig in eine Abtreibungsklinik und tanzt mit einem Sektglas wieder heraus?

Eine Abtreibung ist ein tiefgreifender Einschnitt und hinterlässt grobe Furchen in der Seele der Frau. Keine Frau verdient eine Abtreibung. Das, was als Fortschritt und Frauenrecht bejubelt wird, ist eine Affront gegen die Stärke der Frau. Jede Frau wird für dumm verkauft, wenn ihr gesagt wird, du kannst das einfach wegmachen lassen. Vielmehr sollten wir ihr sagen: du schaffst das. Du trägst die Kraft in dir, dieses Kind zur Welt zu bringen. Wir helfen dir. Wir stehen dir bei. Wir finden Lösungen. Anstatt Kinder wegmachen zu lassen, sollten wir die Stärke in den Frauen hervorrufen, sich dieser Herausforderung zu stellen und Alternativen zur Abtreibung vorstellen.

Die Frage, die nun im Raum steht, ist diese: wie reagieren Christen, denen das Leben heilig ist? Reagieren wir mit Scham, Beschimpfung, Arroganz? Oder mit der Liebe Jesu, die Sünder und Verlorene an sein Herz gezogen hat? Denn oftmals ist das hochmütige Verhalten der Christen gegenüber den Frauen, die abgetrieben haben oder vor der Entscheidung stehen, genauso schlimm, wie das gleichgültige Schweigen. Wir müssen einen Weg finden, leidenschaftlich für das ungeborene Leben zu kämpfen, ohne die Frauen, die das Leben in sich tragen, zu beschämen.

Was können wir also tun? Wir können beten. Wir können geben. Wir können reden. Wir können zuhören. Wir alle können etwas tun, dass die große Lüge unserer Zeit, dass Abtreibung ein Recht und eine Lösung ist, ein für allemal entlarvt wird.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  2. Technisch brillant, geistig obdachlos
  3. Beschließen ohne zu entscheiden?
  4. Die große Täuschung
  5. Hoffnung schlägt Optimismus
  6. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  7. Freu dich, Gott liebt dich
  8. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  9. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  10. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz