07 März 2019, 08:50
„Kirche in Not“ widmet Fastenaktion den Ordensfrauen
 
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„Ordensfrauen sind die Heldinnen der Kirche. Sie geben uns ein Beispiel für ein frohes und sinnerfülltes Leben. Das kann auch der Weg zur Heilung für eine Gesellschaft sein, in der ständig über die Rolle der Frau diskutiert wird.“

München-Wien (kath.net/KIN) Die Päpstliche Stiftung „Kirche in Not“ rückt ab Aschermittwoch den Dienst von Ordensfrauen weltweit in den Fokus und ruft zur Unterstützung ihrer Arbeit auf. Die Aktion, die in allen 23 Nationalbüros des Hilfswerks während der Fasten- und Osterzeit stattfindet, trägt den Titel: „Außergewöhnliche Frauen. Dank Gottes und Ihrer Hilfe“.

Zum Start erklärte der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ International, Dr. Thomas Heine-Geldern: „Ordensfrauen sind die Heldinnen der Kirche. Sie geben uns ein Beispiel für ein frohes und sinnerfülltes Leben. Das kann auch der Weg zur Heilung für eine Gesellschaft sein, in der ständig über die Rolle der Frau diskutiert wird.“

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Hilfen für 11 000 Ordensschwestern weltweit

„Kirche in Not“ unterstützt mehr als 11 000 Ordensfrauen in 85 Ländern. Das umfasst Ausbildung, Bau- und Transportprojekte, aber vor allem Existenzhilfen: Mehr als 4500 Schwestern erhalten Unterstützung, damit sie ihre Seelsorge- und Sozialarbeit auch in Ländern fortsetzen können, in denen sie über keinerlei eigenes Einkommen verfügen. Das gilt zum Beispiel aktuell für die Ukraine, Russland oder Venezuela.

In Kriegsgebieten wie dem Irak, Syrien oder der Zentralafrikanischen Republik sind zahlreiche Klöster zerstört oder schwer beschädigt. „Kirche in Not“ leistet dort Wiederaufbauhilfe. Das gilt auch bei Beschädigungen durch Naturkatastrophen.

Während die Zahl der Ordensberufungen in Europa rückläufig ist, wachsen in Afrika und Asien die Klostergemeinschaften. Deshalb machen Ausbildungshilfen und Stipendien für Novizinnen und junge Ordensfrauen auf diesen beiden Kontinenten mehr als 80 Prozent der Projekte aus, die KIRCHE IN NOT im Ausbildungsbereich fördert. Mehr als 5700 Schwestern am Beginn ihres Ordenslebens profitieren davon.

Ein besonderes Herzensanliegen sind „Kirche in Not“ die kontemplativen Ordensgemeinschaften, vor allem in Osteuropa. Dies geht auf die Anfangszeit des Hilfswerks zurück. Für „Kirche in Not“-Gründer Pater Werenfried van Straaten (1913-2003) waren die kontemplativen Klöster „Bollwerke gegen den Atheismus“ hinter dem Eisernen Vorhang.

Auch knapp drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kommunismus leben viele Ordensgemeinschaften noch in höchster Armut. Deshalb gehen 80 Prozent der Gelder von „Kirche in Not“ für Klausurschwestern in osteuropäische Länder.

Ordensfrauen arbeiten vielfach unter Lebensgefahr

Währen der Fastenaktion möchte „Kirche in Not“ auch auf das Schicksal der Ordensschwestern hinweisen, die ihre Mission unter Lebensgefahr erfüllen oder aus Hass auf den christlichen Glauben getötet wurden. So zum Beispiel die vier Ordensfrauen der „Missionarinnen der Nächstenliebe“, die 2014 im Jemen durch islamistische Einheiten ermordet wurden oder die beiden Ordensfrauen, die 2016 bei Gewaltakten auf Haiti und im Südsudan ihr Leben verloren. Nach wie vor unklar ist das Schicksal der kolumbianischen Missionarin Cecilia Narvaez, die vor zwei Jahren in Mali von Al-Kaida-Kämpfern verschleppt worden ist.

„Ordensfrauen vermitteln durch ihre mutige Arbeit tagtäglich Millionen Menschen die liebende Nähe Gottes“, erklärte „Kirche in Not“-Präsident Heine Geldern. Die Unterstützung umfasse neben der finanziellen Hilfe auch Zeichen der Wertschätzung und das Gebet. „Deshalb schließt das Leitwort der Aktion auch die Wohltäter mit ein: ,Dank Ihrer Hilfe῾. Das ist eine Aufforderung: Werden Sie Teil der Mission von mutigen Ordensfrauen weltweit!“

Laut Statistischem Kirchenjahrbuch gibt es weltweit rund 660 000 Ordensfrauen. Circa 40 000 leben in kontemplativen Klöstern.

Foto: Indonesische Ordenschwester mit Kindern (c) Magdalena Wolnik/Kirche in Not

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