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„Kunst“ in katholischer Kirche: Jesus-Korpus als Uhrzeiger

27. März 2019 in Österreich, 53 Lesermeinungen
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Diözese Innsbruck: Künstler Erjautz, ein Bekannter des Bischofs Glettler, zerlegte Corpus in drei Teile, „Rumpf und Beine zeigen die Stunden an, die Arme Minuten und Sekunden“ – Bischof Glettler und Bischofsvikar Bürgler sind des Lobes voll


Innsbruck (kath.net) In der Innsbrucker Spitalskirche ist das Werk „Your personal Jesus“ des Künstlers Manfred Erjautz zu sehen. Für die Installation hat Erjautz eine alte Christusfigur zur Uhr umgestaltet, erläutert die Diözese Innsbruck auf ihrer Homepage. Wörtlich beschreibt die Diözese Innsbruck: „Den Corpus hat der Künstler vor Jahren aus dem Müll gerettet. Er hat den Corpus in drei Teile zerlegt. Rumpf und Beine zeigen die Stunden an, die Arme Minuten und Sekunden. Den Titel des Werkes hat Erjautz von einem Lied der Popgruppe Depeche Mode entlehnt. Bischof Hermann Glettler, der den Künstler persönlich kennt, hat bei der Präsentation der Installation auf die Herausforderung hingewiesen, die das Symbol des Kreuzes ausmacht: ‚Das Kreuz ist weder ein beliebiges Dekor, noch ein Herrschaftszeichen. Es muss neu geschaut und erschlossen werden.‘ Manfred Erjautz provoziere mit seines Jesus-Uhr im barocken Kirchenraum nicht nur ein neues Nachdenken über das Kreuz, so Glettler. ‚Er konfrontiert uns mit ernsthaften Fragen, die das Wesentliche des Lebens betreffen: Sind wir Getriebene der Zeit und der vielen Ansprüche, oder schaffen wir Unterbrechung?‘ Jesus gebe der Lebenszeit eine neue Qualität: ‚In jedem Moment ist es möglich, Vergebung anzunehmen, neu zu beginnen und dem Leben eine Wende zum Guten zu geben‘, so Glettler. Bischofsvikar Kirchenrektor Jakob Bürgler zeigt sich erfreut über die Christus-Uhr in der Spitalskirche. ‚Wir wollen die Kirche als Ort etablieren, in dem Glaube auf neue und überraschende Art erlebbar werden soll‘, so Bürgler.“


Das kanadische katholische Internetportal „LifeSiteNews“ stufte die Jesus-Uhr bereits als blasphemisch ein.

Auch die in derselben Pressemeldung der Diözese Innsbruck angepriesenen Skulpturen des Südtiroler Bildhauers Lois Anvidalfarei in und vor der Stadtpfarrkirche Hall-St. Nikolaus lassen erheblichen Raum für Fragen offen. Wer seine Kinder nicht mit dem Anblick einer stilisierten lebensgroßen Figur mit Penis in einer Kirche konfrontieren möchte und wer seinen Kindern den Anblick eines an einem Galgen aufgehängten stilisierten Menschen mit getrennt aufgehängten unförmigen Armen ersparen möchte, die direkt vor einem Kirchenportal „zu bewundern“ sind, sollte die nächste Zeit diese Stadtpfarrkirche besser nicht aufsuchen.

Link zur Pressemeldung der Diözese Innsbruck– Mit Fotostrecke! Zeitgenössische Kunst in drei Kirchen in Innsbruck und Hall.

Zur Dokumentation - Diözese Innsbruck: Skulptur des Bildhauers Lois Anvidalfarei direkt im Eingangsbereich zur Stadtpfarrkirche Hall-St. Nikolaus


Foto (c) Diözese Innsbruck


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