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Aufregung um Erdogan-Aussagen über die Hagia Sophia

22. März 2019 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
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Gotteshaus werde "nie wieder eine Kirche werden, jedenfalls solange es das türkische Volk gibt" - Aussage war in Reaktion auf die blutigen Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch enthalten


Istanbul (kath.net/KAP) Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat in einer Reaktion auf die Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland erklärt, die Hagia Sophia in Istanbul werde "nie wieder eine Kirche werden, jedenfalls solange es das türkische Volk gibt". Den Zorn Erdogans löste laut Bericht des "Pro Oriente"-Informationsdiensts (Donnerstag) eine Passage in dem von Raserei geprägten sogenannten "Manifest" des australischen rechtsextremen Terroristen aus, der das Blutbad mit 50 Toten in Christchurch zu verantworten hat. Darin hieß es u.a., die rassistischen Rechtsextremisten würden "nach Konstantinopel kommen und jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören". Die Hagia Sophia werde dann frei von Minaretten sein und Konstantinopel würde wieder "gerechterweise in christlichem Besitz" stehen.

In seiner Reaktion nannte der türkische Präsident den Terroristen "Abschaum", der es gewagt habe, "die Stadt bei ihrem früheren Namen zu nennen". Im Hinblick auf die am Monatsende bevorstehenden Lokalwahlen habe Erdogan die Passage über die Hagia Sophia sowohl bei Wahlversammlungen als auch im Internet verbreiten lassen, hieß es in einem Bericht der "New York Times". Zuletzt häufte sich auch international die Kritik an Erdogan, weil dieser den Anschlag in Neuseeland für Brandreden gegen den Westen im Wahlkampf nutzt.

In Griechenland und anderen orthodoxen Ländern löste die Bemerkung Erdogans über die Hagia Sophia Unbehagen aus. In Kommentaren wurde darauf verwiesen, dass der türkische Präsident schon einmal in der Hagia Sophia ein Dankgebet gesprochen habe, in dem des osmanischen Eroberers von Konstantinopel, Mehmet Fatih, gedacht wurde. Ab 2015 gab es im Ramadan Koranlesungen und islamische Gebete, die aus der Hagia Sophia im Religionsprogramm des türkischen Fernsehens direkt übertragen wurden. 2017 gab es Aufregung um eine - dann nicht umgesetzte - Ankündigung des Staatschefs, er werde am orthodoxen Karfreitag in der Hagia Sophia islamische Gebete sprechen.

Die Hagia Sophia (griechisch: "Heilige Weisheit") ist eines der berühmtesten Gebäude der christlichen und auch der islamischen Religionsgeschichte. 537 unter dem oströmischen Kaiser Justinian geweiht, war das Gotteshaus bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453 das größte Gebäude der Christenheit und ein Zentrum des orthodoxen Christentums. Sultan Mehmet II. wandelte sie zur Moschee um. 1934 machte der säkulare Staatsgründer Kemal Atatürk daraus ein Museum. Seitdem fordern konservative Muslime immer wieder eine Rückumwandlung des Gebäudes in eine Moschee. Für orthodoxe Christen ist das Gebäude nach wie vor ein kultureller Fixpunkt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Konrad Georg 22. März 2019 
 

Erdogan behält solange Recht,

solange wir Katholiken und die Orthodoxen schlafen.
Sr. Lucia sagte 1957: Es gibt kein Problem, wie schwierig es auch sein mag, das heute nicht durch die Zuflucht zum Rosenkranzgebet gelöst werden kann.


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 gloriosa 22. März 2019 
 

Das ist die Reaktion eines islamischen Diktators,

während in Neuseeland die christlichen Frauen meinen, das Kopftuch als Solidarität umzulegen. Was für ein falsches Signal auf beiden Seiten.


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 M.Schn-Fl 22. März 2019 
 

Der Diktator meinte wohl: Solange es Erdogan gibt.


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 aragorn1 22. März 2019 
 

Hagia Sophia wieder Kirche

Jemand der von sich erzählt kurz tot gewesen zu sein und dabei sehr viel von Gott und auch der Zukunft der Welt gesehen habe, sagt dass die Hagia Sophia einst wieder Kirche sein wird.


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 Kirchental 22. März 2019 

Diese Aussage des irren Rechtsextremisten aus Neuseeland ist natürlich Wasser auf die Mühlen des Despoten vom Bosporus. Damit kann er seine nächsten Schachzüge rechtfertigen.

Die Hagia Sophia trägt trotzdem noch die Gebete in sich. Sie hat eine völlig andere Atmosphäre als Moscheen. Man spürt den Geist der frühen Christen. Immerhin war sie fast doppelt so lange Kirche wie Moschee. 500 Jahre Islam können offenbar 1000 Jahre Christentum nicht überdecken!


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 Rolando 22. März 2019 
 

Der Erich dachte auch...., es kam schnell anders


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 derGl?ckliche 22. März 2019 
 

Hagia Sophia, - o sapientia!

O sapientia,
quae ex ore Altissimi prodiisti,
attingens a fine usque ad finem,
fortiter suaviterque disponens omnia:
veni ad docendum nos
viam prudentiae.

Übrigens liegt meiner Meinung nach perverse Absicht am Anschlag auf die Muslime in Neuseeland - der Ortsnamen "Christchurch" soll die Racheakte der Muslime wohl auf die Kirche Christi lenken - das ist satanische Absicht.

Dieser Beitrag wird wahrscheinlich nicht veröffentlicht, wie mein Beitrag zuvor.


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 derGl?ckliche 22. März 2019 
 

Wir müssen aufpassen, dass Wien nicht das selbe Schicksal ereilt wie Konstantinopel.

Die Eroberung geht mittels Demographie. Desswegen ist die Abtreibung nicht nur ein Mord an einem unschuldigen ungeborenen Kind, sondern auch ein Verbrechen am eigenen Volk, dessen Fluch die Islamisierung ist. Nicht in erster Linie gegen den Islam müssen wir kämpfen sondern für das Lebensrecht der Ungeborenen. Geschätzte 30.000 Abtreibungen in Österreich pro Jahr sind 30.000 zu viel.

Oder um es mit Peter Scholl-Latour zu sagen;"Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes." Mit der Beifügung von mir, dass in Kobination (Stärke des Islam und Schwäche des Abendlandes)eine Kathastrophe für Europa eintreten wird, die sich bereits jetzt abzeichnet.

Weiterhin bete ich täglich ein Gesätzchen Rosenkranz mit der Beifügung; "Jesus, rette und schütze uns vor dem Islam - und bekehre die Muslime."

Mein Jahresheiliger, der Heilige Johannes von Kapestrano, den ich zu Silvester per digitaler Vorsehung über die Webseite von "Kirche in Not" gezogen habe, stehe uns bei.


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 Carlotta 22. März 2019 
 

Sie wollen mögliche Helfer zum Mord durch Unterlassung zwingen.

Da kann der großmäulige Möchtegernsultan am Bosporus so viel beten wie er will- die Hagia Sophia in Konstantinopel wird immer eine Kirche bleiben-wenn auch derzeit nicht als solche genutzt.


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