Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke

3. April 2019 in Jugend, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Freude, die aus dem Glauben an Christus erwächst, ist eine ganz andere Art der Freude ist, als die, die uns die Welt vermitteln will - Die Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche von Alexandra Hartlieb


Salzburg (kath.net)
„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4) Diesen Vers aus der Schrift – einer meiner liebsten überhaupt – habe ich an verschiedenen Punkten meines Lebens immer wieder im Herzen getragen. Ich erinnere mich an die Zeit der Maturavorbereitung, als ich abends oft in der kleinen Gebetsecke meines Zimmers gesessen bin, wenn schon alle anderen geschlafen haben. Meistens war der Raum nur von ein paar Kerzen erhellt und der Duft von Weihrauch lag in der Luft, meine Arme ruhten auf den Knien und das Gesicht war in meinen Händen verborgen. Es waren Stunden des Kummers und gleichzeitig auch Momente der Hoffnung. Ich wusste, dass die bevorstehende Mathematik-Matura ein Problem werden würde, jahrelang stand ich in diesem Fach nämlich zwischen Sein und nicht-Sein. Und gerade dann, wenn ich mich wieder einmal fragte, ob ich diese letzte große Prüfung schaffen würde, sagte ich zu mir selber: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“


Zu der Zeit, als ich angefangen habe, mich mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen, als ich an zahlreichen Jugendveranstaltungen teilgenommen habe, war ich der Ansicht, dass gläubige Christen immer gut drauf sind, immer happy, immer lobpreisend, doch dieses Bild ist schon bald in sich zusammengefallen. Denn: Nur weil ich gläubig bin, bleiben mir leidvolle Erfahrungen, Schmerz und Kummer nicht erspart. Der Glaube macht nicht immun gegen Sorgen und Trauer, aber auch nicht gegenüber Trockenheit.

Letzten Sonntag bin ich in der Franziskanerkirche in Salzburg gesessen und fand alles einfach nur mühsam. Nicht weil ich etwa den Priester, der die Messe feierte, nicht mochte (im Gegenteil!) oder weil mir die Lieder nicht zusagten. Ich war einfach müde, meine Beine schmerzten nach dem Training und die Tatsache, jetzt in der Messe zu sein, anstatt auf meinem gemütlichen Sofa zu sitzen und eine späte Siesta einzulegen, versetze mich nicht in Jubelstimmung. Die Sonntagspflicht empfand ich in diesem Moment eher als Last als Vergnügen, aber trotzdem war es gut, dass ich sie erfüllte. Als ich danach auf dem Heimweg war, hatte ich Frieden und Freude in mir. Generell bin ich im Glaubensleben eher der trockene Typ Katholik, der beim Beten nicht große Gefühle hegt und doch bin ich der Überzeugung, dass ich ein freudiger Christ bin.

Wenn ich daran denke, dass der Hl. Paulus Worte in Phil 4,4 in der Zeit seiner Gefangenschaft schrieb, dann wird mir immer wieder klar, dass die Freude, die aus dem Glauben an Christus erwächst, eine ganz andere Art der Freude ist, als die, die uns die Welt vermitteln will. Es geht nicht um Spaß, es geht nicht darum, über Negatives hinwegzusehen, es gar zu ignorieren. Paulus wusste zu der Zeit, als er den Philipperbrief verfasste, dass es für ihn bald um Leben und Tod gehen würde. Trotz dieser existenziellen Bedrängnis rief er zur Freude auf, allerdings nicht zu einer aufgesetzten ignoranten Fröhlichkeit, sondern zu einer wahrhaften Freude, die um die Hoffnung aus der Auferstehung Christi weiß.

Ich möchte ein freudiger Christ sein, einer, der die Freude über das, was Christus für uns getan hat, immer im Herzen trägt, auch wenn ich durch Zeiten der Trockenheit, der Angst, des Kummers gehe. "... denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke." (Neh 8,10)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  14. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“
  15. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz