Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Die Kirchenspalter im Bistum Chur proben den Aufstand

8. April 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Wahrheit ist, dass die kirchenfeindlichen Reformen gerade die Spaltung herbeiführen würden. Das gilt für alle, die die Kirche auf synodalen oder sonstigen Wegen verändern wollen - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Bischofswahlkampf ist ein seltsamer Begriff. Auf die Vorfälle in Zürich trifft er dennoch irgendwie zu. Hinter dem Rücken des Bischofs Gelder der Kirche für eine kirchenfeindliche Aktion zu verwenden, das geht in der jetzt erfolgten Art wohl in der Tat nur in der Schweiz. Die Landeskirchen verwalten die Gelder, die Bischöfe haben kein Mitspracherecht. Das ist eine unhaltbare Situation, gegen die sich allerdings nur wenige Bischöfe wehren.

Einer, der sich wehrt, ist Bischof Vitus Huonder. Schon unmittelbar nach seiner Wahl wurde er angegriffen und verleumdet. Linke Medien hatten ihn von Anfang an im Blick. Ein Bischof, der die Lehre der Kirche in Glaube und Sitten unverkürzt vertritt, ist der Welt ein Gräuel.

Die Amtszeit von Bischof Huonder nähert sich dem Ende. Bis Ostern wird er noch im Dienst sein, dann steht bald der verdiente Ruhestand an. Die Mäuse proben schon mal den Tanz auf den Tischen. Allen voran jüngst der Regionalvikar von Zürich, Josef Annen, der jüngst gemeinsam mit Synodalratspräsidentin, Franziska Driessen-Reding, einen offenen Brief an Papst Franziskus als Anzeige in verschiedenen Zeitungen auf Kosten der Kirche schaltete.


Der Hintergrund ist der Wunsch, im Bistum Chur künftig einen Bischof zu bekommen, der die Landeskirche machen lässt und gar nicht mehr versucht, sich einzumischen. Wo der künftige Bischof in Fragen des Glaubens stehen soll, ist an den Inhalten des offenen Briefes deutlich erkennbar.

Die uralte Reformagenda der Aufgabe kirchlichen Sexualmoral, der Demokratisierung der Kirche und des Frauenpriestertums prägen die Inserate. An vielen Stellen in der Kirche – man vergleiche den synodalen Weg der DBK – zeigt sich, wie steter Tropfen langsam den Stein höhlt. Doch man bedenke an dieser Stelle, dass Reformen, die wider Glaube und Sitte erfolgen, nicht in der Wahrheit sind.
Reformen solcher Art verändern nicht die Kirche, sie verändern nicht die Lehre und schon gar nicht den Glauben. Sie führen nur unweigerlich in die Spaltung. Die Möchtegernreformatoren wissen das, denn nicht umsonst wird in dem als Inserat gestalteten offenen Brief ganz unverhohlen die Spaltung als Drohung erwähnt. Perfide ist es, die Spaltung als Druckmittel in dieser Form zu verwenden. Geradezu diabolisch kommt es daher, indem mit der Spaltung gedroht wird, wenn es nicht zu den geforderten Reformen kommt.

Die Wahrheit ist, dass die kirchenfeindlichen Reformen gerade die Spaltung herbeiführen würden. Das gilt für alle, die die Kirche auf synodalen oder sonstigen Wegen verändern wollen. Sie verändern nicht die Kirche, sie spalten Teile von der Kirche ab und nehmen viele Gutgläubige in den geistlichen Abgrund mit. Das ist die Gefahr, der es entgegenzuwirken gilt.

Nach Ende der Amtszeit des jetzigen Bischofs von Chur kommt es also nicht darauf an, einen Bischof zu bekommen, der den Reformwilligen nach dem Munde redet. Es braucht einen Bischof, der weiterhin den Glauben unverkürzt verkündet und dem ungesunden kirchlichen System in der Schweiz Paroli bieten kann und will.


Der kath.net Video Blog Montag #10 - Mit Philipp und Karin - Miteinander beten from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Der katholische Osten in der Analyse
  2. Wir machen da was mit Medien
  3. Apostolisch und nix anderes
  4. Was auch immer Synodalität sein soll
  5. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  8. Die Krise des Bischofsamtes
  9. Der Bischof und der Denunziant
  10. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz