Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Botschafterwitwe erhebt schwere Vorwürfe gegen Kardinal Maradiaga

13. April 2019 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Erzbischof von Tegucigalpa habe eine meist gut verborgene dunkle Seite. Papst Franziskus gehe nur gegen Vertuschung vor, wenn der Druck von außen stark genug sei, schreibt Martha Algria Reichmann.


Tegucigalpa (kath.net/jg)
Die Witwe des ehemaligen Botschafters von Honduras am Heiligen Stuhl hat in einem Buch schwere Vorwürfe gegen Kardinal Oscar Maradiaga, den Erzbischof von Tegucigalpa, seinen mittlerweile zurückgetretenen Weihbischof Juan Josè Pineda und Papst Franziskus erhoben.

Edward Pentin hat für den National Catholic Register ein Interview mit ihr geführt. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Martha Alegria Reichmann war mit Alejandro Valladares verheiratet, der 22 Jahre lang honduranischer Botschafter im Vatikan war. In ihrem Buch „Traiciones Sagradas“ (dt. „Heiliger Verrat“) beschreibt sie, wie sie und ihr Ehemann zunächst gute Freunde Maradiagas waren.

Später habe Maradiaga ihr eine finanzielle Investition empfohlen, durch die sie ihre gesamten Ersparnisse verloren habe. Sie beschreibt detailliert, wie der Kardinal Weihbischof Juan Josè Pineda geschützt habe, dem schweres sexuelles Fehlverhalten, Belästigung und die Veruntreuung von Finanzmitteln vorgeworfen werden.


Sie habe das Buch geschrieben, weil sie nach dem Verlust ihrer Ersparnisse von Kardinal Maradiaga verraten worden sei, sagte sie, ohne die Vorwürfe im Interview konkret zu benennen. Valladeres und Alegria Reichmann hatten ihr Geld auf Empfehlung von Kardinal Maradiaga einem Investor anvertraut. Dieser sei dann plötzlich verschwunden, mit ihm alles investierte Geld. Maradiaga habe ihnen zuvor versichert, die Investition sei sicher, er habe selbst Geld der Erzdiözese Tegicugalpa dort veranlagt. Nach dem Auffliegen des Betrugs habe sich der Kardinal geweigert, an der Aufklärung mitzuwirken und habe jeglichen Kontakt abgebrochen, sagte sie in einem Interview mit dem National Catholic Register im Mai 2018. Im Zuge dieser Affäre habe sie eine dunkle, meistens gut verborgene Seite an Kardinal Maradiaga entdeckt. Sie halte es für ihre Pflicht, dies der Öffentlichkeit mitzuteilen.

In ihrem Buch erläutert sie auch, wie der Vatikan den Rücktritt von Weihbischof Pineda durchgeführt habe, damit Maradiaga nicht als dessen Beschützer dastehe und weiterhin den „K9“ Kardinalsrat leiten könne. Die Aktion sei „grotesk“ gewesen, aber es sei gelungen, Maradiaga ungeschoren davon kommen zu lassen.

Papst Franziskus sei in einigen Fällen gegen Vertuschungen vorgegangen, aber nur wenn der Druck von außen sehr stark gewesen sei. Deshalb habe er beispielsweise in Chile durchgegriffen. Kardinal Maradiaga habe die Medien in Honduras auf seiner Seite. Diese würden Vorwürfe gegen seine Person nicht berichten. Den wenigen Medien die es dennoch tun, würde der Kardinal Verleumdung vorwerfen. Maradiaga habe Pineda fast 20 Jahre lang beschützt. Es gebe keinen medialen Druck auf Franziskus, gegen Maradiaga vorzugehen, die Medien hätten sich auf Pineda konzentriert. Maradiaga habe durch die Vorwürfe gegen den Weihbischof Respekt und Glaubwürdigkeit verloren, sitze aber immer noch fest im Sattel. Er habe dies vor allem der Protektion durch Papst Franziskus zu verdanken, sagte Alegria Reichmann.

In ihrem Buch würde sie alle Behauptungen und Vorwürfe belegen. Was sie geschrieben habe, sei nicht übertrieben. Sie sei sich bewusst, dass sie schwere Vorwürfe erhebe, doch könne sie alles beweisen. Sie habe Fälle nicht in ihr Buch aufgenommen, bei denen ihr die Beweislage nicht ausreichte, betonte sie.


Link zum Interview von Edward Pentin mit Martha Alegria Reichmann im National Catholic Register (englisch):

Author Accuses Honduran Cardinal of ‘Betrayal’ and ‘Cover-Up’ in New Book



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  8. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  9. Meinungsfreiheit auf katholisch
  10. Die Jugend von heute, die neue Generation Alpha, „sucht Sinn, Rituale und Spiritualität“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz