Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Dein Gang ans Kreuz ist reine Liebe

16. April 2019 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Meine Tränen fließen während ich auf dich blicke. Ich blicke dich an und spüre wie auch du mich von diesem Kreuz herab anblickst - Die Jugendkolumne von kath.net - Gedanken zur Karwoche von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)
Während ich auf deinen Leib am Kreuz blicke, dich betrachte, kann ich nicht anders als zu weinen. Was du getan hast, was dein Anblick in mir hervorruft - dafür habe ich keine Worte. Es ist wie ein Ruf, der all die Höhen und Tiefen im Raum meiner Seele ereilt und ihnen eine Harmonie der Dankbarkeit, der Reue, und des Staunens entlockt. Dein Kreuz ist der Klangkörper für das Leben in mir.

Ich blicke dich an und spüre wie auch du mich von diesem Kreuz herab anblickst. Als würde ich auf Golgota vor dir stehen und was du zu mir sagst, trifft mich bis ins Mark: Ich habe dich nicht geschaffen, damit du so lebst.
Diese Worte, die du zu mir sprichst, lassen mich von einem Zittern ergriffen werden. Du hast das alles für mich getan. Für jeden von uns.


Das Joch auf meinen Schultern, die Ketten, die mich umschlungen halten, das Gift der Sünde, das wie ein Stachel mein Herz durchdringt – das alles, und noch viel mehr siehst du. Das ist nicht, was du für mich wolltest. Es ist als ob du mir das Wort „Freiheit“ zuhauchst, wie das sanfte Säuseln eines warmen Windes umspielt es mich, es dringt an mein Ohr und mein Herz ergreift es als hätte es seit seinem ersten Schlag nur darauf gewartet – auf diesen Ruf in die Freiheit – und das hat es wohl auch, denn dazu hast du mich und jeden meiner Brüder und Schwestern berufen.

Dein Gang ans Kreuz ist reine Liebe. Meine Tränen fließen während ich auf dich blicke. Du erfasst mein Herz, so wie du die Hand der Tochter des Jairus genommen hast, um sie zurück ins Leben zu führen. So wie an sie, trittst du auch an mich heran. Immer wieder finden die Worte „Ich habe dich nicht geschaffen, damit du so lebst.“, ihren Resonanzkörper in mir, sie hallen wider, erschwingen immer neu – ein Zusammenspiel aus der Süße deiner Güte und der Bitterkeit meiner Reue.

Du blickst mich voll Leben an. Dein Blick enthält mehr als alles, was ich mir nur erträumen könnte – es ist die wahre Fülle, die darin liegt. Die Fülle der Wahrheit, des Lebens, der Ewigkeit. Du hältst mein Herz umgriffen, um mir genau das zu geben, denn deine radikale Liebe bedeutet Leben.

Du willst mich frei machen, damit du zu mir sagen kannst, dass ich Fleisch von deinem Fleisch bin – rein gewaschen, erlöst, dem Ruf deiner Freiheit gefolgt. Das ersehnst du für jeden von uns. Dich dürstet … nach uns.

So bete ich, dass dir viele in diesen Tagen, an diesem Osterfest, nicht den bitteren Trank der Ablehnung reichen, sondern, dass sie deinen Durst mit ihrem Ja zu dir und zu der Freiheit, in die du uns rufst, stillen wollen. Ja, ich bete, dass diejenigen, die auf der Suche nach der wahren Fülle sind, in deinem Kreuz nicht mehr bloße Torheit sehen, sondern erkennen, dass dein Kreuzesstamm es ist, der die Tür zu eben jener Fülle darstellt, denn du bist das Leben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  3. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  4. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  5. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  6. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  7. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  10. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  11. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz