12 April 2019, 11:00
"Fixiert auf den Mann in Weiß"
 
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Schriftsteller Martin Mosebach hatte in Gespräch die Fixiertheit auf Papst bei Veranstaltungen kritisiert und für heftige Reaktionen gesorgt – FAZ: "Schäbigkeit von Mosebachs Kritikern beweist ihre Verblendung: Sie sind fixiert auf den Mann in Weiß."

Frankfurt (kath.net)
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ übt Kritik an der Berichterstattung über ein Streitgespräch zwischen dem Schriftsteller Martin Mosebach und ZdK-Chef Thomas Sternberg in der "Herder-Korrespondenz" und am abfälligen Ton gegenüber Mosebach. Zuvor hatte die „Herder-Korrespondenz“ mit der Presseschlagzeile „Büchner-Preisträger vergleicht Papst-Auftritte mit totalitären Diktaturen“ das Gespräch beworben, im Text selber kritisiert Mosebach allerdings das Zeremonial an sich, welches bereits vor dem 2. Vatikanum begann, grundsätzlich. "Die starken Männer der Moderne, ein Stalin, ein Hitler, haben ganz andere Stilmittel gebraucht, um sich ins rechte Licht zu setzen, und so hält es auch der heutige Papst. Ein Fußballstadion, wo Zigtausende auf eine einzelne weiße Gestalt in der Mitte ausgerichtet sind, das ist eine viel totalitärere Sprache als das umständliche, verstaubte Hofzeremoniell von einst", so der Buchautor. Die Masseninszenierungen seien laut Mosebach die Schauseite einer Überdehnung der Vollmachten des Papsttums, die das Ergebnis des Ersten Vatikanums waren. Mosebach meinte dazu: „Der Papst als charismatischer Führer widerspricht aber der katholischen Tradition.“

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Die FAZ wundert sich dann über Reaktionen wie die von Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht in Münster, der Mosebach als einen der "übelsten reaktionären Brunnenvergifter" verunglimpfte. "Die Schäbigkeit von Mosebachs Kritikern beweist ihre Verblendung: Sie sind fixiert auf den Mann in Weiß", schreibt die Zeitung dazu.

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