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Das Gebet zum Vater in der Prüfung

17. April 2019 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus in der Karwoche: Liebe erhöht, Egoismus erniedrigt. Das größte Problem ist nicht das Leiden, entscheidend ist vielmehr, wie man damit umgeht. Gedenken an Notre-Dame. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, während ich bete! Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst“ (Mk 14,32-36).

Generalaudienz am Mittwoch der Karwoche. Papst Franziskus blickte in dieser Heiligen Woche auf das Gebet Jesu während seiner Passion: „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht“ (Joh 17,1).

Jesu größte Erniedrigung durch die Menschen und seine Erhöhung durch den Vater „fallen in eins“. Seine Herrlichkeit tue sich in der Schmach des Kreuzes kund, in der liebenden Hingabe seines Lebens für uns. Der Vater werde verherrlicht durch die Liebe des Sohnes und die Liebe des Vaters erhöhe den Sohn. „Liebe erhöht, Egoismus erniedrigt“, so der Papst: „suchen wir nicht die eigene Ehre, sondern die Ehre Gottes, in allem was wir tun“. Die Herrlichkeit Gottes sei ganz Liebe. An Ostern beseitige Gott jede Distanz zwischen ihm und dem Menschen.


Im Garten von Getsemani, im Angesicht des Todes, bete Jesus erneut zu seinem „Abba“ im Himmel. Von allen verlassen und in größter innerer Bedrängnis sei er doch nicht allein: „der Vater ist mit ihm“. An seinem vertrauensvollen Gebet werde sichtbar: „das größte Problem ist nicht das Leiden, entscheidend ist vielmehr, wie man damit umgeht“.

Die Einsamkeit eröffne keine Auswege – das Gebet schon, denn es sei vertrauensvolle Beziehung.

Im Moment seiner Kreuzigung bete Jesus dann für uns: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lk 23,34).

Vergebung befreie und heile, sie durchbreche als Höhepunkt der Liebe den Kreislauf des Bösen. Sie sei das Geschenk des Vaters, auch an uns: „Bitten wir ihn jetzt noch vor Ostern in der Beichte um dieses wunderbare Geschenk, begeben wir uns hinein in die Umarmung des Vaters. Seine Vergebung zu empfangen schenkt auch uns die Kraft, unseren Schuldigern zu vergeben. Dann können wir wirklich Ostern feiern“.

Wenn wir in diesen Tagen das „Vaterunser“ beteten, könnten wir um eine dieser Gnaden bitten: unsere Tage zur Ehre Gottes zu leben, das heißt mit Liebe. Zu wissen, wie wir uns dem Vater in Prüfungen anvertrauen können. Vergebung und den Mut zu finden, in der Begegnung mit dem Vater zu vergeben.

In seinem Grußwort an die Pilger aus Frankreich gedachte Franziskus der Tragödie des Brandes der Kathedrale Notre-Dame (Paris) und dankte allen, die sich bei den Löscharbeiten eingesetzt hatten.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich alle Pilger deutscher Sprache. Ich wünsche euch eine gnadenreiche Feier der heiligen drei Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung des Herrn. Verbinden wir uns innerlich und im Gebet mit ihm auf seinem Weg der vertrauensvollen Hingabe an den Vater. Gesegnete Feiertage!




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